Revolution in der Automobilfertigung: FANUC und Inbolt präsentieren KI-gesteuerte Roboter für bewegte Fertigungslinien
Die Automatisierung der Automobilfertigung erreicht mit der neuen Partnerschaft zwischen FANUC und Inbolt einen bedeutenden Meilenstein. Die am 12. Mai 2025 vorgestellte Integration ermöglicht erstmals Robotern das präzise Arbeiten an bewegten Fertigungslinien ohne Produktionsunterbrechungen – ein lang gehegter Traum der Automobilindustrie.
Die neue Technologie kombiniert FANUCs bewährte Robotersysteme mit Inbolts innovativer KI-gestützter Echtzeit-3D-Bildverarbeitung. Das System arbeitet bis zu 100-mal schneller als herkömmliche Lösungen und passt Roboterbewegungen in Echtzeit an – selbst bei Teilevariationen oder ungünstigen Umgebungsbedingungen.
Besonders bemerkenswert ist die Flexibilität des Systems: Ein einzelner Roboter kann über 100 verschiedene Teilevarianten präzise handhaben, während das Förderband weiterläuft. Die Installation erfolgt über die benutzerfreundliche Inbolt Studio-Plattform, die CAD-Daten importiert und KI-Modelle trainiert.
General Motors ist der erste Automobilhersteller, der diese Technologie einsetzt. Weitere Branchengrößen wie Stellantis, Ford und Toyota nutzen bereits Inbolts Technologie in verschiedenen Anwendungen. Die Integration wird auf der Automate 2025 in Detroit vom 12. bis 15. Mai der Öffentlichkeit vorgestellt.
Der Zeitpunkt könnte kaum besser gewählt sein: Nach Angaben der International Federation of Robotics (IFR) wächst der Markt für Industrieroboter jährlich um durchschnittlich 8%. Die Reshoring-Bewegung in der Automobilindustrie verstärkt den Bedarf an flexiblen Automatisierungslösungen zusätzlich.
Die neue Technologie verspricht nicht nur erhebliche Kosteneinsparungen durch den Wegfall teurer Indexierungssysteme und aufwendiger Wartung, sondern markiert auch einen wichtigen Schritt in Richtung Industrie 5.0, wo Mensch und Maschine noch enger zusammenarbeiten. Experten schätzen, dass diese Innovation die Automatisierungsrate in Endmontagebereichen von derzeit etwa 30% auf über 50% in den nächsten fünf Jahren steigern könnte.