Welche Computersprachen soll man lernen ?

Klassifikation  der Computersprachen

Seit Mitte von 1950 wurden sehr viele verschiedene Computersprachen entwickelt, die das Programmieren  vereinfachen und die Dokumentation der Programme verbessern sollten.

Folgende Klassen  von Computersprachen gibt es:

  • Assemblersprachen: Diese Programmiersprachen sind bereits komfortabler als die direkte Eingabe von Maschinenbefehlen.
    • Eingabe von direkten Maschinenbefehlen erfordern  eine sehr gute Kenntnis  des jeweiligen Computers  und einen sehr hohen Programmieraufwand. Sie sind nur für Computerspezialisten geeignet, die die Abarbeitung eines Programms stark beschleunigen wollen. Bis Ende der 80er Jahre im letzen Jahrhundert wurden sie aber auch noch von vielen Amateuren verwendet, weil die Computer noch nicht sehr leistungsfähig waren.
  • Höhere Programmiersprachen:   Alle Programmiersprachen, die einen deutlich geringeren Programmieraufwand erfordern, um ein  Anwendungsproblem zu lösen. Hier nur eine kurze repräsentative Auswahl:
    • Lisp:   Listen orientierte Programmiersprache. Für Lisp setzt nur unsere Phantasie Grenzen, da man in ihr Symbole beliebig manipulieren kann.
      • Zum Lernen ist Scheme zu empfehlen, da es eine klar strukturierte Programmiersprache mit hervorragender Dokumentation ist und kostenlos verfügbar ist.
    • Fortran: Immer noch der Klassiker, um wirtschaftliche, technische oder wissenschaftliche Probleme numerisch zu lösen. Dafür gibt es viele kostenlose und kommerzielle Compiler ( Programme, die den Programmiercode in Assembler übersetzen oder direkt in Maschinenbefehle )
      • Simply Fortran 2: Relativ preiswert und was sehr wichtig für numerische Berechnungen ist,  die Intervallarithmetik ist verfügbar, mit der die numerischen Fehler exakt berechnet werden können.  Denn bei jeder numerischen Berechnung treten zwangsläufig numerische Fehler auf und deshalb kann jede numerische Berechnung falsche Ergebnisse liefern, wenn man nicht genau weiß, wie groß der numerische Gesamtfehler ist.
  • Cobol: Wurde für kommerzielle Anwendungen entwickelt. Da ich damit keine Erfahrungen habe, kann ich dazu nichts sagen.
  • Computer-Algebra Systeme:  Das ist wohl zur Zeit die höchste Entwicklungstufe der Computersprachen . Mathematica von Wolfram Research ist der herausragendste Repräsentant dafür. Mathematica  vereinigt die symbolische Lösung und die numerische Lösung von mathematischen Problemen und ihre graphische Darstellung.

 

Warum sollte man eine Computersprache lernen  ?

In fast allen Lebensbereichen ist die Unterstützung durch Computer hilfreich und deshalb ist es nützlich, wenn man weiß, wie Computer programmiert werden:

  • man entwickelt  keine diffusen Ängste vor Computern.
  • man kann seine eigenen Probleme programmieren, wenn es dafür noch kein Computerprogramm geben sollte.
  • unser Denken wird gezwungen, sehr präzise zu arbeiten, da Computersprachen  oft die kleinsten Fehler nicht verzeihen.
  • Geeignete Computerprogramme ermögichen uns, Probleme zu lösen, die wir nie auf andere Weise lösen könnten, wie zum Beispiel:
    • Simulation des Weltalls
    • Aufbau von Proteinen.
    • Wechselwirkungen in Wirtschaftsmärkten
    • komplexe Strukturen in der Mathematik
    • Komposition von Musik oder visuellen Kunstwerken.
    • mit vielen anderen praktischen Anwendungen, wie Textverarbeitung, Bildbearbeitung, emails und Informationssuche im Internet dürften alle, die diese Blogpost lesen, ohnehin vertraut sein 🙂
  • Einige faszinierende Anwendungen in der Zukunft werden sein:
    • intelligente Roboter  im alltäglichen Leben
    • Hologramme, die Fernseher ersetzen und mit denen wir jede Umgebung simulieren können.
    • Riesige, hyperverlinkte Büchereien und Datenbanken, die den Anwender auf intelligente Weise unterstützen,  alle benötigten Informationen zu finden, sie zu bewerten und neu zu kombinieren, um damit neue Erkenntnisse zu finden oder neue Anwendungen zu entwickeln.

 

Fanatiker und autoritäre Politiker

Fanatiker und autoritäre Herrscher  werden zu faul sein, sich  neue Denkweisen anzueignen,  weil es bequemer ist, die Denkmuster wie seit der  Steinzeit üblich  oder noch davor, einfach beizubehalten und sich einzubilden, dass man allen anderen Menschen haushoch überlegen ist.

Das  Entwickeln von Computerprogrammen ist ein ausgezeichnetes Training,  bescheidener zu werden und zu erkennen, dass man fortwährend eine Vielzahl von Denkfehlern macht.

Und das hilft, auch viele der anderen,  seit der Kindheit eingeprägten Vorurteile zu erkennen und zu überwinden, die uns durch unser Elternhaus und durch die  Gesellschaft, in der wir aufgewachsen sind,  eintrainiert wurden.

Aber es macht Spaß, selbst das Ruder wieder  in die Hand zu nehmen !

Hinweise:

Auf unsererem anderen Blog  „Experimentelle Mathematik„,  beschreiben wir, welche mathematischen Hilfsmittel angewendet werden können, um Probleme zu lösen, die sich mathematisch formulieren lassen.

Zwangsläufig müssen wir dabei eine Auwahl treffen und wir haben uns  entschieden, die mathematischen Hilfsmittel zu verwenden,  wie sie im Laufe von ca. 3000 Jahren entwickelt wurden.

Das zeigt, dass auch unsere Vorfahren bereits hoch intelligent  und erfindungsreich waren und mehr Probleme lösen konnten, als wir ihnen zutrauen, weil das meiste ihrer Errungenschaften zerstört wurde und wir nur noch spärliche Informationen darüber haben.

 

 

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Gedächtnis trainieren

Arbeitsweise des Gedächtnisses

Über die Arbeitsweise des Gedächtnisses  wurde durch Versuche  folgendes belegt:

  • Das Kurzzzeitgedächtnis arbeitet im Bereich von Sekunden
    • es können maximal 7 verschiedene Fakten gespeichert werden
  • Das Langzeitgedächtnis arbeitet im Bereich von Stunden, Tagen und Jahren
    • das Verankern der Fakten im Langzeitgedächtnis muss durch mehrere Wiederholungen und  Assoziationen zu anderen Gedächtnisinhalten verstärkt werden

 

Methoden, um das Gedächtnis zu unterstützen

Es gibt verschiedene Methoden, die das Gedächtnis unterstützen:

  • Motivation:  Eine starke Motivation ist am besten. Dann saugt das Gedächtnis wie ein trockener Schwamm alle Fakten und ihre Vernetzungen auf.
  • Mnemotechniken:  Es wird eine Assoziation von den neu zu erinnernden  Fakten zu bereits eingeprägten Fakten  erzeugt.
    • Diese Methoden erfordern  teilweise viel  Training und werden oft nur von Gedächtniskünstlern angewendet.
  • Lernbook:  Diese Methode wurde in den USA  in ca. 20 Jahren von Wissenschaftlern entwickelt und ständig weiterverbessert.   Bei dieser Methode wird der Lernstoff in jeweils 12  Fakten unterteilt, die innerhalb von Sekunden und Minuten mehrmals auf verschiedene Weise wiederholt werden, bis die Fakten sicher im Gedächtnis verankert sind.
    • Diese Methode habe ich bisher nur in einem kurzen Test angewendet, der aber sehr erfolgreich war. Deshalb werde ich diese Methode einmal längere Zeit testen und mit den Karteikartenmethoden nach Leitner vergleichen.
    • Auf der Webseite gibt es sehr viele Detailinformationen zum Lernprozess und zum Erinnern. Also einmal alles ansehen.

Bei allen Gedächtsnismethoden  ist es sehr hilfreich, wenn man sich mit dem Lernstoff intensiv beschäftigt und selber die Fakten und Methoden  auswählt, an die man sich unbedingt erinnern will.

Das signalisiert dem Gehirn, dass man Wert darauf legt, sich daran zu erinnern und das Gehirn arbeitet auch im Schlaf daran weiter.

Deshalb ist die Lebensweisheit:

„Erst einmal darüber schlafen, bevor man eine Entscheidung trifft. “

sehr sinnvoll.

 

Zitat aus der Webseite von Lernbook:

Mit dem Lernbook lernst du schneller auswendig
(bis zu 150 Vokabeln pro Stunde), aber vor allem sichererer, weil die Software Dich auf dem Weg dahin ständig testet. Dadurch weißt Du immer genau, wie sicher Du Deine Vokabeln kannst!

  • Deine Lektionen und Ergebnisse speichert das Lernbook in der Cloud. Dadurch kannst Du von überall weiterlernen – mit dem Smartphone oder dem Tablet…
  • Das Lernbook-Tool spart dir enorm viel Zeit und sorgt dafür, dass du deine Vokabeln 100% parat hast fürden nächsten Test.
  • Die Technologie hinter dem Lernbook wurde in über 20 Jahren mit Tausenden von Schülern entwickelt und verfeinert. Bis sich die Ergebnisse nicht mehr verbessern ließen.
  • Vokabeltrainer zeigen dir was du lernen sollst. Aber nicht wie. Das Lernbook führt dich durch den einmaligen Ablauf zu 100% Erfolg. Das Lernbook IST der Lernprozess und macht Spaß.

Mein Kommentar dazu:

  • Diese Behauptung glaube ich erst einmal nicht. Nach meinen Erfahrungen benötigt man sehr viel mehr Zeit, um sich die Wörter einer Fremdsprache dauerhaft einzuprägen.
  • Aber ich werde einmal einen Versuch dazu machen.
    • In jeder Sprache  werden ca. nur 3000 Wörter benötigt, um eine  gute Unterhaltung zu führen und die meiste Literatur lesen zu können. Wenn die Behauptung stimmt, könnte man also in 20 Stunden ( natürlich verteilt auf viele Tage )  zumindest den Grundwortschatz  lernen.
    • nimmt man noch einmal  20 Stunden für die Grammatik dazu, wären das 40 Stunden, die man benötigt, um eine Fremdsprache relativ gut zu beherrschen.

 

Versuch 1:

Als erstes werde ich einmal meinen französischen Wortschatz aktivieren.

  • Wenn ich jeden Tag 30 Minuten trainiere, sollte ich in 40 Tagen  die wichtigsten französischen Wörter aktiv beherrschen.

Und bei Langenscheidt kann ich sicher sein, dass die Wörter sorgfältig nach ihrer Häufigkeit in Konversationen und in der Literatur ausgesucht wurden.

  • natürlich tritt das übliche Problem auf, dass man deutsche und französische Buchstaben mit den Sonderzeichen eingeben muss und wenn man daran gewöhnt ist, mit 10 Fingern viel auf einer deutschen Tastatur zu schreiben, wird man kaum die Zeit investieren wollen, auf einer französischen Tastatur zu trainieren.
    • Auf der  Webseite  ( computertastatur.de )   gibt es Anleitungen, wie man die französischen Sonderzeichen mit einer deutschen Tastatur eingeben kann. Etwas umständlich zwar, aber  ein  guter Kompromiss.   Am besten die Anleitung kopieren und als Vorlage in ein Textprogram einfügen und ausdrucken.
    • Auf dieser Webseite gibt es auch noch Anleitungen für die Eingabe von mathematischen Sonderzeichen.
    • Benötigt man andere Sonderzeichen, muss man sich den Code dafür aus dem erweiterten ASCII Zeichensatz heraussuchen und dann eine Tabelle aufstellen, wie man  sie  mit der Alt-Taste aktivieren kann. ( rechte Alt-Taste verwenden )
  • Die Eingabe der Wörter erfordert zwar Zeit, aber das ist bereits ein gutes  Training für das Gedächtnis und sollte deshalb nicht als lästige Pflichtübung betrachtet werden, denn das mindert die Motivation und damit den Lernerfolg.
    • Während der Eingabe  des Wortes seine Bedeutung  visualisieren und mit allen Sinnen verknüpfen, also das Wort nicht nur abstrakt lernen.

 

 

 

 

 

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Mentales Training für Musik

PETTLEP

Noa Kageyaman hat einen Artikel veröffentlicht, wie man am besten das mentale Training durchführen sollte, um ein Musikinstrument zu lernen. ( siehe seinen Blog )

Diese Methode wurde ursprünglich für Hochleistungssportler entwickelt. Kageyaman wendet sie auf das Lernen von Musikinstrumenten an.

Diese Methode wird  mit PETTLEP abgekürzt, wobei jeder Buchstabe für eine der  7 Anwendungsregeln steht, wie das mentale Training durchgeführt werden soll:

1.   Physisch: ( physical ) Die visuelle Vorstellung soll die Körperempfindungen beim Spielen des Musikinstruments so gut wie möglich  nachahmen.

2. Umgebung ( environment )   Wenn man vor Zuhörern spielt, sollte der Raum in möglichst vielen Einzelheiten visualisiert werden.

3. Aufgabe  ( task )  Die Gedanken während einer Vorstellung sollten auch simuliert werden, wie die Konzentration auf die Finger oder den Klang.

4. Zeit ( timing ) Das Musikstück in dem gewünschten Tempo mental spielen.

5. Lernen ( learning ) Während des fortwährenden Lernprozesses  sich immer mehr Details vorstellen, wie das  Spiel nicht nur technisch richtig gespielt sondern musikalsich klangvoll gespielt wird.

6. Emotion: Die Emotionen vorstellen, die man auch während einer Vorstellung hat.

7.  Gesichtspunkt ( perspective ) Interne Perspektive und externe Perspektive.

  • bei der internen Perspektive beobachtet man sich durch seine eigenen Augen
  • bei der externen Perspektive beobachtet man sich aus der Zuhörerperspektive

Beim Einüben dieser Punkte sollte man sich jeweils immer nur auf einen Punkt konzentrieren, bis alle 7 Punkte automatisch beachtet werden.

Veröffentlichung  von S. Holmes und  David J. Collins:

The PETTLEP Approach to Motor Imagery: A Functional Equivalence Model for Sport Psychologists

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Tips zum Lernen von Fremdsprachen Teil 1

Warum sollten wir eine oder mehrere Fremdsprachen lernen ?

  • Es gibt einige praktische Gründe dafür:
    • in andere Länder reisen
    • mit  fremdsprachigen Menschen in ihrer Muttersprache  kommunizieren oder eine Fremdsprache wie Englisch verwenden, die jeder Partner kennt.
  • Wir  können die  Denkweise von Menschen anderer Kulturen  besser verstehen
    • Jede Sprache hat eine eigene Struktur und bildet die Denkweise  der Menschen ab, die sie verwenden.
    • Deshalb ist es auch schwierig, eine Fremdsprache zu lernen, da  wir eine neue Denkweise lernen müssen.
    • Wie das Lernen eines Musikinstrumentes ist das Lernen einer Fremdsprache ein hervorragendes Training für unser Gehirn.

Während wir eine Fremdsprache lernen, bilden sich neue Gehirnstrukturen und sehr viele neue Assoziationen, wodurch unser Denken flexibler wird.

Beherrschen wir eine Fremdsprache, wie zum Beispiel Englisch, so gut, dass wir problemlos synchron übersetzen können und direkt englische Texte schreiben können, ohne erst in Deutsch zu denken und dann die Sätze ins Englische  zu übersetzen, werden wir bemerken, dass wir anders in  Englisch als in Deutsch denken.

Wenn wir das erstemal beginnen,  eine Fremdsprache zu lernen, werden wir auf viele Probleme  stoßen:

  • wir haben Schwierigkeiten, die Aussprache der Wörter zu verstehen
  • wir können keine Assoziationen zu den fremden Wörtern bilden und deshalb fällt es uns sehr schwer, uns an sie zu erinnern.
  • in der Struktur der Sätze finden wir  keinerlei Logik und können deshalb keine korrekten Sätze in der Fremdsprache bilden.

Ein Trost sollte uns sein, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Babies jede Fremdsprache erlernen können,  bis sie  ca. 3 bis 5 Jahre alt sind.

Was können wir daraus folgern ?

  • oft wird daraus gefolgert, dass sich  nach etwa 3 bis 5 Jahren eine feste Gehirnstruktur für eine Sprache ausgebildet hat, die die Ausbildung einer weiteren Gehirnstruktur für eine Fremdsprache behindert.
    • Diese Folgerung ist wahrscheinlich aber falsch: Ein Kleinkind lebt 3 bis 5 Jahre in einer Sprachumgebung, hört und  benutzt diese Sprache. Das heißt, es lernt diese Sprache  ca.  5 Jahre x 300 Tage x 5 Stunden = 7500 Stunden. ( grobe Abschätzung )
  • ein Erwachsener kann eine Fremdsprache viel schneller lernen.
    • es werden ca. 3000 Wörter benötigt, um mehr als 80% einer Fremdsprache zu verstehen; zusätzlich natürlich auch die wichtigste Grammatik.
    • 5 fremde Wörter pro Tag kann man leicht lernen, wenn man sich jeden Tag ca. 30 Minuten mit der Fremdsprache beschäftigt.  Also kann man jede Fremdsprache in ca. 2 Jahren so gut beherrschen , dass man darin eine Unterhaltung führen und  Texte schreiben kann.
    • Also liegt der Zeitaufwand um 200 bis 300 Stunden.
      • Menschen, die anscheinend so für Fremdsprachen begabt sind, dass sie sie in wenigen Wochen lernen können, sind  einfach so stark motiviert, dass sie sich jeden Tag 10 Stunden oder mehr intensiv  mit der Fremdsprache beschäftigen.
        • dann können sie eine Fremdsprache in 20 bis 30 Tagen so gut oder sogar besser lernen  als jemand, der sich  jeden Tag nur 30 Minuten für 2 Jahre damit beschäftigt.
        • eine sehr starke Motivation läßt unser Gehirn wie einen  trockenen  Schwamm arbeiten, der sich begierig mit Wasser vollsaugt.

Wie sollten wir eine Fremdsprache lernen ?

  • wir müssen  als erstes versuchen, uns von unserer Muttersprache zu lösen und uns für die Fremdsprache  zu öffnen. Nicht versuchen,  die Muttersprache als Krücke zu verwenden, um die fremde  Sprache zu lernen  und nicht  Assoziationen zu  Wörtern der Muttersprache  bilden. Auf die für uns ungewohnte Denkweise voll einlassen.
  • eine fremdsprachige Umgebung schaffen, so dass wir jeden Tag die Fremdsprache längere Zeit hören, auch wenn wir noch nichts verstehen.
    • fremdsprachige Hörbücher und Filme sind dafür ideal geeignet.
    • auf den Amazon Fire Geräten kann man fremdsprachige Texte  auch langsamer vorlesen  lassen, ohne dass sich dadurch die Tonhöhe der vorlesenden Stimme  ändert. Das ist sehr hilfreich, um sich an den Klang einer fremden Sprache zu gewöhnen und im Laufe der Zeit immer mehr zu verstehen.
  • Vokabeln,   eingebettet in Sätze,  lernen. Dafür die Karteikartenmethode nach Leitner verwenden.  In beide Sprachrichtungen trainieren. Auch Skizzen oder Bilder einfügen.
    • eine andere Trainingsmethode für Vokabeln oder Fakten wendet Lernbook an, das ich zur Zeit eingehender teste.
    • Wörter visuell vorstellen und mit allen Sinnen verknüpfen.
  • Sobald möglich, fremdsprachige Bücher lesen; möglichst umfangreiche von demselben Schriftsteller, da dann dieselben Wörter und Satzstrukturen häufiger auftreten, was sich besser im Gedächtnis einprägt.
    • jeweils zu einem Hörbuch auch das gedruckte Buch  lesen  ( oder  das  Ebook ).
    • Amazon bietet sehr viele Hörbücher in verschiedenen Fremdsprachen an,  zu denen man auch die Texte als ebooks für die Kindle Lesegeräte kaufen kann.  ( viele sind auch kostenlos erhältlich,  aber dann nicht so gut für die Kindle Lesegeräte formatiert )
    • Sehr gut sind auch die Kindle Fire   Geräte von Amazon geeignet, da man damit die Hörbücher hören und die Ebooks lesen kann, aber auch Filme sich ansehen kann.
      • Fire  im  7″ Zoll Format ( 17,7 cm ) mit 16 Gbyte und WLan kostet zur Zeit  ca. 70 euro   bei Amazon.  Dieses Gerät kann man gut in eine Jackentasche stecken.
      • Fire HD im 10″ Zoll Format ( 25 cm )  ist sehr gut geeignet, um  pdf – Dokumente im DIN A 4 Format zu lesen.  Es kostet mit 16 Gbyte und WLAN zur Zeit ca. 200 euro. ,   mit 32 Gbyte kostet es 229 euro und mit 64 GByte ca. 260 euro.   Zum Ansehen von Filmen oder für Spiele sind die 32 Gbyte wohl vorteilhaft, zum Lesen von pdf-Dokumenten werden sie nicht benötigt.

 

Links

  • Amazon Fire,  auf den Hörbücher von  Amazon runtergeladen werden können. Die Vorlesegeschwindigkeit kann  kontinuierlich von langsam über normal bis schnell eingestellt werden.
    • die schnelle Einstellung kann auch viel Zeit sparen, wenn man sich deutsche Texte vorlesen läßt. Unser Gehirn kann schneller arbeiten, als jemand vorlesen kann.

 

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Gibt es emotionale Dummheit ?

Der Begriff der emotionalen Intelligenz

Auszug aus der Wikipedia:

1990  wurde von John D. Mayer und Peter Salovey  der Begriff  emotionale Intelligenz  in die Diskussion über die Intelligenz   des Menschen  eingeführt.

Damit soll die Fähigkeit charackterisiert werden, eigene und fremde Gefühle wahrzunehmen,  sie  zu verstehen und zu beeinflussen.


 

Warum sind Populisten und Demagogen heute in den Demokratien wieder so erfolgreich ?

Wenn wir den Erfolg von heutigen Populisten und von Demagogen in der Geschichte uns ansehen, ist es immer wieder erstaunlich, dass auch sehr intelligente und   gebildete Menschen   auf die einfachen und oft hasserfüllten Parolen reinfallen.

  • Woran liegt das ?

Anscheinend wird durch das erzeugte Gemeinschaftsgefühl bei Massenveranstaltungen  das Großhirn ausgeschaltet und damit auch die Kritikfähigkeit und wenn das einmal geschehen ist, sind die Betroffenen anscheinend hilflos ihrem Kleinhirn ausgeliefert.

  • Schon der spanische Philosoph und Soziologe  Ortega Y Gasset  stellte in seinen Schriften zur Massenpsychologie fest,  dass in einer Massenansammlung von Menschen jeder so intelligent wie der Dümmste in der Masse ist.
  • und eine andere wichtige Erkenntnis von ihm:

„Anderssein ist unanständig. Die Masse vernichtet alles, was anders, was ausgezeichnet, persönlich, eigenbegabt und erlesen ist. Wer nicht ‚wie alle‘ ist, wer nicht ‚wie alle‘ denkt, läuft Gefahr, ausgeschaltet zu werden.“

José Ortega y Gasset: Der Aufstand der Massen, Hamburg 1956, S. 12

Flüchtlingsdebatte in Deutschland  2015 und 2016

Wenn wir uns ansehen, was in den letzten 12 Monaten in Deutschland passierte:
  •  viele Flüchtlinge kommen nach Deutschland
  • als die große Anzahl der Flüchtlinge in Ungarn und Österreich dort extreme Probleme  verursacht,  öffnet Angela Merkel aus einem christlichen und humanistischen Antrieb heraus die deutschen Grenzen
  • viele Deutsche engagieren sich bis zur totalen Erschöpfung, um den Flüchtlingen zu helfen
    • gleichzeitig  fällt ihnen die CSU in den Rücken und  Herr Seehofer beginnt gegen den Zustrom von Flüchtlingen zu agieren und Angela Merkel scharf zu kritisieren
      • diese  öffentlich  geführte Schlammschlacht  treibt  feige und heimtückische Attentäter  dazu an,  über 1000 Brandanschläge auf Flüchtlingsheime zu verüben  ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass sie damit Kinder und hilflose Menschen ermorden können.
      • viele Europäische  Regierungen drücken sich davor, das  Flüchtlingsproblem  konstruktiv und schnell zu lösen, teilweise, weil sie Angst vor dem Einfluß der Populisten in ihrem Land haben, teils, weil sie selbst populistisch sind (  polnische und ungarische Regierung )
  • in Dresden führt die Pegida Demonstrationen durch und missbraucht dabei den Schlachtruf der Bürgerrechtler in der damaligen DDR  „Wir sind das Volk“, der damals sehr mutig war,  aber  in unserer Demokratie heute  keinen Mut erfordert und nur beweist, wie einfallslos die Pegida ist.
  • Die AfD  ( geistige  Armut für Deutschland ), die noch nicht einmal ein Wahlprogramm ausgearbeitet hat, gewinnt  bei  einigen Wahlen viele Wählerstimmen.

 

Warum können  Populisten so erfolgreich ihr infames Spiel treiben ?

  • gibt es nicht nur Dummheit als Gegensatz zur Intelligenz sondern auch eine emotionale Dummheit, die die Populisten erfolgreich bedienen können, da sie genau so dumm oder noch dümmer  sind   als  ihre Anhänger ?

 

Was können wir machen, damit die Populisten und ihre Anhänger emotional klüger werden ?

  • es  hilft nicht, einfach nur gegen diese Menschen zu sein, denn das entzweit unsere Gesellschaft und am Ende wiederholen wir alle Fehler, die bereits in der Geschichte gemacht wurden, bis hin zu Kriegen, die es  in Westeuropa  seit Ende des 2. Weltkrieges nicht gegeben hat.
  • in Yugoslawien, Georgien und der Ukraine können wir sehen, wie schnell auch heute noch die Emotionen von Menschen angefacht werden können, so dass sie sich gegenseitig bestialisch umbringen. Wir können alle Länder hinzufügen, in denen nach dem 2. Weltkrieg Diktatoren herrschten  oder Bürgerkriege tobten.
  • die Populisten sollten von der Öffentlichkeit gezwungen werden, einmal 1 Jahr unter denselben Verhältnissen wie die Flüchtlinge zu leben, eine gefährliche Flucht zu machen und dann auf die hasserfüllte Feindschaft von Populisten zu treffen.  Vielleicht würde ihnen das helfen, ihre Verhaltensweise  zu ändern und Mitleid mit leidenden Menschen zu empfinden und ihnen konstruktiv zu helfen.

 

Sind Populisten mutig genug für einen Selbstversuch ?

Zur Zeit des US-Präsidenten Johnson hat eine weiße Journalistin sich als Negerin  zurechtgemacht und dann als Dienstmädchen in den Haushalten reicher Amerikaner gearbeitet.

  • Sie erlebte dort die schlimmsten Rassenvorurteile und die demütigenste  Behandlung.

Wenn die Populisten nicht zu feige sind, sollten sie sich bereit erklären,  einen ähnlichen Selbstversuch durchzuführen.

 

 

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Auswahlkriterien für eine Blockflöte

Geschichte der Blockflöte

 

Viele, die als Kind einmal Blockflöte gelernt haben, hörten  nach ein paar Jahren auf, sie zu spielen.

  • Die Blockflöte wird häufig als  einfach zu lernendes Musikinstrument betrachtet, das etwas für kleine Kinder ist und mit dem man keine anspruchsvolleren Musikstücke spielen kann.
    • Das ist aber ein Vorurteil.

Die Blockflöte war von der Renaissance im 16. Jahrhundert bis zum Ende der Barockzeit im 18. Jahrhundert ein wichtiges Musikinstrument und insbesondere die Altblockflöte wurde von vielen Virtuosen gespielt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Blockflöte vergessen und als sie im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde, wußte niemand mehr,  wie die noch erhaltenen , einige Jahrhunderte alten  Blockflöten, richtig zu spielen sind.

Insbesondere verstand man nicht, wozu die beiden unteren Löcher eine Doppelbohrung hatten und ließ sie deshalb bei Neuanfertigungen von Blockflöten einfach weg.

Für diese vereinfachten Blockflöten wurde dann eine Griffweise entwickelt, die als „Deutsche Griffweise“ bekannt ist.

Damit wurde aber verhindert, dass viele virtuose Musik, die von ca. 1500 bis Ende 1800 für die Blockflöte komponiert wurde, noch richtig gespielt werden konnte.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts  wurden die noch erhaltenen alten Blockflöten genau vermessen, originalgetreu nachgebaut und Virtusoen entwickelten die richtige Spielweise dafür.

Diese Blockflöten werden heute als Blockflöten mit barocker Griffweise bezeichnet.

Es gibt eine ganze Blockflötenfamilie:

  • Sopranino
  • Sopran
  • Alt
  • Tenor
  • Bass
  • Großbass
  • Kontrabass

Für alle diese Blockflöten gibt es zwar dieselben Griffe, aber jeweils für unterschiedliche Töne.

  • Sopranino und Alt haben dieselbe Griffweise
  • Sopran und Tenor haben dieselbe Griffweise
  • wie geht es weiter ?  für  Alt und Bass usw ?

 

Blockflötenmusik auf youtube

Auf youtube gibt es viele Videos, in denen Virtuosen  oder Ensembles  Blockflötenmusik spielen.

Hier eine kleine Auswahl:

  • Für die Suche    Blockflötenmusik    oder das Englische Wort für die Blockflötenmusik recorder music        eingeben.

Ensembles

Hier sieht man einige sehr  lange  Blockflöten  und wie sie im Ensemble klingen:

The Royal Wind Music

Virtuosen

Dorothee Oberlinger

Giardino Armonico

Denis de La Rochefordiere

Junge Blockflötenspieler

Mu-Chien Chen spielt Czardas – Monti

Chen zeigt, dass mit der Blockföte auch modernere Musik ausdrucksstark und klangvoll gespielt werden kann, die Blockföte also ein vollwertiges Musikinstrument ist.

Lucie Horsch spielt Ungarische Tänze von Brahms


Nach diesen Appetithappen die Frage:

Welche Blockflöte soll man spielen ?

  • nur Blockflöten mit barocker Griffweise kaufen
  • Traditonell  gilt die Altblockflöte als das Virtuoseninstrument und dafür dürfte es die meiste Solomusik geben. Da der Klang voller ist, klingt sie auch als Einzelinstrument sehr gut.
    • Beherrscht man die Griffweise dafür, ist es auch nicht schwer, die Bass-Blockflöte zu spielen.
    • sind die Hände zu klein, eine Altblockflöte mit Klappen wählen.
  • Blockföten werden traditionell aus Holz gefertigt, aber es gibt heute auch Blockflöten aus Kunststoff
    • für Anfänger gut geeignet, aber auch als Zweitinstrument zum Üben
  • ein umfangreiches Angebot  von Markenhersteller- Blockflöten   ist auf der Webseite von Margret Löbner   Blockflötenzentrum Bremen
    • Aulos
    • Küng
    • Moeck
    • Mollenhauer
    • Yamaha

Spielt man intensiv Blockflöte, sollte man sich im Laufe der Zeit mehrere kaufen, damit die Flöten  zwischendurch   immer wieder gut trocknen können. ( Vermeiden von Schimmelpilzen  ).

Nach Gebrauch gut trocken wischen, trocknen lassen und ab und zu mit Öl für Blockflöten einölen.  Die Kork-Dichtungsringe  mit Hirschtalg einreiben, wenn die Blockflöte aus mehreren Teilen besteht.

Eine Kunststoff-Blockflöte  kann man mit lauwarmem Wasser waschen und dann trocknen lassen.   ( aber nur, wenn der Block nicht aus Holz ist )

Blockflötenschulen

Nur Blockflöten und Blockflötenschulen für barocke Griffweise wählen.

Einige Blockflötenschulen suggerieren, dass man die Blockflöte spielend leicht erlernen kann.

Das ist falsch.

Als vollwertiges Musikinstrument  benötigt sie auch einen längeren Lernprozess und möglichst tägliches Spiel, damit  ihre Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden können.

 

Zusammenspiel mit anderen Instrumenten und Singstimmen

 

Blockflöten können wahrscheinlich mit allen Musikinstrumenten und Singstimmen kombiniert werden.

Sehr reizvoll ist zum Beispiel Sopranblockflöte und Melodiebass-Akkordeon.

Das Akkordeon spielt dann die 2. und die 3. Stimme

 

 

 

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Auswahlkriterien für ein Akkordeon

 Entwicklungsgeschichte des Akkordeons

Die ältesten Ursprünge für die Mundharmonika gehen bis ins alte China zurück.

Aus der Mundharmonika wurde im 19. Jahrhundert das Akkordeon entwickelt.

Es ist also noch ein sehr junges Musikinstrument und deshalb wurde in den über  100 Jahren seit seiner Erfindung auch viel experimentiert.

Es gibt 2 Hauptklassen von Akkordeons:

  • diatonische
  • chromatische

Mit den diatonischen   ( verschiedene Töne auf Zug und Druck ) können nur Musikstücke in einigen wenigen Tonleitern gespielt werden.

Mit den chromatischen Akkordeons können alle Tonleitern und deshalb auch  fast alle Musikstücke gespielt werden.  ( sakrale Orgelmusik, für die ein vollständiges Pedal benötigt wird, kann nicht gespielt werden )

Im folgenden konzentriere ich mich deshalb nur auf die chromatischen Akkordeons.

Hier gibt es  Unterschiede, wie die  linke  Seite ( Bass-Seite )  und die rechte Seite ( Diskantseite ) des Akkordeons ausgelegt sind:

  • auf der Diskantseite gibt es Tasten wie bei einem Klavier oder Knöpfe, die meist in 5 Reihen angeordnet sind.   (   3 Reihen sind verschieden, 2 der 3 Reihen werden wiederholt )

Spielt man auch Klavier, Keyboard oder Orgel, so empfiehlt sich  mit großen Vorbehalten das Piano-Akkordeon ( siehe hier weiter unten )

Ist das Akkordeon das Hauptinstrument, sollte ein Knopfgriff-Akkordeon gewählt werden, da es folgende Vorteile bietet:

  • man kann fast 2 Oktaven mit einer Hand greifen
  • für das Spielen aller C-Dur-Tonleitern benötigt man nur 3 verschiedene Griff-Folgen, ähnlich für die Moll – Tonleitern )
  • der wichtigste Vorteil  gegenüber einem Piano-Akkordeon zeigt sich bei einem Melodiebass-Akkordeon  ( oder Converter-Akkordeon )
    • Hier sind die Griff-Folgen im Diskant und im Bass fast identisch für Tonleiterfolgen.
      • sind auf der Bass-Seite nur die typischen kleinen Bassknöpfe, kann man mit dem Daumen nicht in der 2. und 3. Reihe spielen wie auf der Diskantseite und dadurch ergeben sich doch einige Unterschiede.
      • bei einem Melodiebass-Akkordeon mit Pianotastatur auf der Diskantseite muss man aber 2 völlig  verschiedene   Griffarten auf beiden Seiten üben und das ist ein sehr großer Zustatzaufwand.
        • deshalt würde ich für ein  Melodiebass- oder Converter-Akkordeon nie eine Pianotastatur auf der Diskantseite wählen.
  • wegen der Wiederholung der 2 Knopfreihen auf der Diskantseite,  gibt es sehr viele Griffmöglichkeiten, so dass  Musik, die auf dem Klavier sehr schwer zu spielen ist, sich leichter auf dem Knopfgriff-Akkordeon spielen läßt.
    • natürlich gibt es Klavierstücke, deren Charakter von der Tonerzeugung und der Spielweise des Klaviers abhängen und sich deshalb nicht für das Akkoredon eignen. ( digitale Roland Akkordeons haben einen dynamischen Tastendruck und ahmen damit auch ein Klavier schon etwas besser  nach )

Ein Nachteil ist, dass alle Knöpfe gleich sind, was die Orientierung auf der Tastatur erschwert. Man sollte  deshalb einige Knöpfe mit einer fühlbaren Markierung ausstatten lassen.  (  beim  C-Griff- Akkordeon   zum Beispiel     c , g, d .

  • Rationaler wäre beim C-Griff Akkordeon allerdings, folgende Knöpfe zu markieren:
    •   fis,  cis, h ,  denn wenn man diese Knöpfe unter dem Mittelfinger hat,  gilt.
      • Daumen auf c  –  Mittelfinger auf fis  –  kleiner Finger  auf c, aber eine Oktave höher
      • Daumen auf g –  Mittelfinger auf cis  – kleiner Finger auf  g, aber eine Oktave höher
      • Daumen auf  d – Mittelfinger auf h  – kleiner Finger auf d, aber eine Oktave höher
    • c, g, und d liegen bei dieser Markierung also immer unter dem Daumen oder unter dem kleinen Finger, wenn man die Markierung mit dem Mittelfinger  spürt. Und bei einem chromatischen Akkordeon sollte man den alten Hut aufgeben, irgendeine Tonleiter zu bevorzugen.

Die Knopfgriff-Akkordeons  unterscheiden sich auch noch, wie die Diskant-Knöpfe angeordnet sind  ( ist historisch  bedingt und schwer zu ändern )

  • man unterscheidet  C-Griff  ( in Deutschland verbreitet )  und B-Griff  ( in Osteuropa verbreitet  und in einigen anderen Ländern )

Auf der linken Seite sind beim chromatischen Akkordeon die Standardbass-Akkorde für    die verschiedenen Dur- und Mollakkorde angeordnet , von denen sich auch der Name „Akkordeon“  herleitet.

Bei den sogenannten  Melodie-Bassakkordeons   (   Converter- Akkordeons   ), kann man  in 3 Reihen die Akkorde ausschalten, so dass mit diesen Knöpfen nur noch Einzeltöne gespielt werden können  ( es gibt auch noch einige alte Akkordeons mit sogenanntem vorgelagerten Melodiebass. Dann kann man Melodiebass und Standardbass kombinieren. Musikalisch und spieltechnisch sehr reizvoll, aber diese Akkordeons sind sehr teuer. )

  • damit kann man auf einem  Converter-Akkordeon  polyphone Musik  in der sogeannten „engen Lage“  spielen. ( bis zu 4 Stimmen, erfordert allerdings schon viel Training  )
  • es gibt auch Akkordeons, bei denen die Knöpfe auf der Bass-Seite nur Einzeltöne spielen können.
    • Der richtige Vorteil ergibt sich aber erst, wenn dann die Bass-Knöpfe größer als bei Akkordeons mit Standardbass  sind, so dass man auch auf der linken Seite mit dem Daumen  in der 2. und 3. Reihe spielen kann. Diese Akkordeons gibt es meines Wissens nicht als neue Akkordeons  zu kaufen.  Pigini hat vor vielen Jahren eines hergestellt. ( ich besitze eines, aber leider mit B-Griff. Das muß ich erst einmal auf C-Griff umbauen lassen. Der Aufwand, auch B-Griff zu  lernen ist einfach untragbar hoch, wenn man C-Griff beherrscht  )

 

Welches Akkordeon soll man wählen ?

  • soll das Akkordeon das Hauptinstrument sein, empfiehlt sich ein Knopf-Griffakkordeon  mit C-Griff  und mit Standard- und Melodiebass. ( sogenanntes Converter-Akkordeon ). Damit kann man fast jede Musik spielen. ( Ausnahmen sind die Musikstücke, die auf den Klang und die Spielweise eines Musikinstrumentes hin komponiert wurden. Aber selbst virtuose Violinstücke werden von Akkordeonvirtuosen überzeugend vorgetragen. Und würde man die Violin-Interpretation nicht kennen, würde man die Akkordeon-Interpretation wahrscheinlich lieben.
  • der Nachteil ist, dass neue Instrumente extrem teuer sind.
  • deshalb ist zu überlegen,  ob man direkt ein elektronisches  Knopfgriffakkordeon von Roland kauft, das folgende Vorteile bietet:
    • es kann zwischen C- und B-Griff gewählt werden
    • es ist ein Converter-Instrument
    • es ist mit den Stimmen vieler anderer Musikinstrumente ausgestattet.
    • es gibt Akkordeons  mit 2 Oktaven Tonumfang ( für Anfänger oder für Reisen ), 4  und 6 Oktaven.
  • Für Kinder und Anfänger ist das Instrument mit 2 Oktaven für lange Zeit ausreichend. Später kann ein Instrument mit 4 oder 6 Oktaven gekauft werden oder ein klassisches Knopfgriff-Akkordeon.

Auf youtube gibt es viele Videos, auf denen Virtuosen auf klassischen Akkordeons und auch auf Roland – Akkordeons,  klassische  Musik, aber auch Volksmusik und Popmusik spielen.

  • Das zeigt, wie vielfältig das Akkordeon heute verwendet werden kann und dass es sich zu einem vollwertigen Orchesterinstrument entwickelt hat.

Es fehlen nur noch überragende Komponisten für dieses noch recht junge Instrument, die seine Möglichkeiten voll nutzen.

  • Vielleicht werden Sie es  ?

Links zu Akkordeonmusik auf youtube

klassische Akkordeons:

  1.  Klassische Musik
  2.  Klassische Musik

elektronische, digitale Akkordeons von Roland

FR 1 X

FR3 Xb

FR 8x

 

Von welcher Firma sollte man ein klassisches Akkordeon kaufen ?

Wählt man ein klassisches Akkordeon, sollte man sich als erstes die Instrumente der führenden Markenfirmen ansehen.

Ein gebrauchtes Instrument kauft man am besten von einer Fachwerkstatt für Akkordeons, die auch Garantie darauf gibt.

Ältere Akkordeons können in einem sehr schlechten  inneren Zustand sein, den man nicht von außen sieht und Reparaturen können dann sehr teuer werden. ( viel teurer als der Preis des gebrauchten Akkordeons )

Digitale Akkordeons

Es gibt Akkordeons mit Midi-Einbauten, mit denen man das klassische Akkordeon und zusätzlich Begleitinstrumente spielen kann.

Da man dafür aber ein klassisches Akkordeon benötigt, sind diese Akkordeons extrem teuer, wenn man sie neu kauft.

Meines Wissens stellt bisher nur Roland digitale Akkordeons her. ( Bugari stellt neuerdings ein klassisches Akkordeon mit Roland-Technologie her. Es gibt aber noch keine technischen Details darüber.  Das dürfte vom Preis her auch eher etwas für Virtuosen sein )

Die Preise sind:

FR 1Xb    ca. 1700, euro

FR 3Xb  ca. 2500,- euro

FR 8Xb  ca.  5500,- euro

Ein klassisches Converter-Akkordeon mit Midieinbau kostet neu ein Mehrfaches.

Trotzdem sollte man sich nicht davon abhalten lassen, auch ein klassisches Akkordeon auszuprobieren.

Sein Klang und seine Spielweise sind schon faszinierend und  jedes höherwertige Instrument besitzt seine eigene „Persönlichkeit“.   ( in ein paar Jahrhunderten sind die teurer als jede Stradivari. Also eine exzellente Geldanlage :-)  )

Ein Kompromiss könte sein, dass man mit dem FR1 Xb anfängt. Man kann dann auch  mit Kopfhörer spielen  und  es problemlos auf Reisen mitnehmen.

  • die Technik ist dieselbe wie bei den größeren Akkordeons von Roland. Unterschiede gibt es in den eingebauten Lautsprechern und in der Stimmenvielfalt anderer Instrumente. Die benötigt man am Anfang aber nicht.
  • die Lautsprecher sind unwichtig, wenn man eine externe Verstärkeranlage verwendet.

Und wenn man „Feuer“ gefangen hat,  ein  klassisches  Akkordeon kaufen.

Bis dahin wird man auch genau wissen, was das Wunschinstrument ist.

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