Wahlpgrogramme und ihr Wahrheitsgehalt

Die politschen Parteien neigen dazu, vor einer Wahl  Wahlprogramme zu verabschieden, die schwer verständlich sind, so dass sie kaum ein Wähler lesen möchte und nach den Wahlen finden sie immer Entschuldigungsgründe, warum sie  die Versprechungen in ihren Wahlprogrammen nie erfüllen.

Besonders einfach fällt ihnen das, wenn sie Koalitionen bilden müssen, weil sie dann die Schuld immer auf ihren Koalitionspartner schieben können.

Macht es also überhaupt Sinn, ein Wahlprogramm zu lesen und wie hoch mag sein Wahrheitsgehalt sein ?

Wie der Name Partei bereits aussagt,  vertritt jede Partei nur einen Ausschnitt  der Meinungsvielfalt in einer Gesellschaft. Deshalb sollten in einer starken Demokratie auch mehrere Parteien existieren, die gemeinsam  das gesamte Meinungsspektrum einer  Gesellschaft abdecken, so dass jeder Bürger das Gefühl hat, dass seine Anliegen von einer Partei vertreten werden.

Damit das funktioniert, müssen die Parteien und die Bürger sich gegenseitig respektieren und  tolerant gegenüber anderen Meinungen sein.

Gibt es nur eine Partei, wie häufig in Diktaturen,  wird auch nur ein kleiner Teil der Meinungsvielfalt in dieser Gesellschaft  vertreten und  diese Gesellschaft verarmt, da es keine Regulationsmechanismen gibt, Fehler zu erkennen und zu beheben.

Das erklärt auch den allgemeinen Niedergang der kommunistischen und faschistischen Ideologien.

Solange in kapitalistisch geprägten Ländern noch die Meinungsvielfalt  geduldet und durch Parteien öffentlich verteten wird,   können  Fehler erkannt und behoben werden.

Aber auch der  Kapitalismus ist nur eine Ideologie unter vielen anderen und hat seine Schwächen.

Er  muss zwangsläufig  immer wieder katastrophale Zusammenbrüche erleben, da  das Finanzsystem, das auf Krediten mit Zins und Zinseszins beruht  immer wieder dazu führt, dass  mehr Geld im Umlauf ist, als durch Waren und Dienstleistungen gedeckt werden kann.

Die Regierungen können also nach einigen Jahrzehnten ihr  Versprechen nicht mehr einhalten, dass man für sein Geld als Gegenwert  Waren und Dienstleistungen kaufen kann.

Außerdem wird dadurch  die Kluft zwischen sehr reichen und sehr armen Menschen immer größer, da die Reichen immer mehr Reichtum anhäufen, von dem sie ohne Arbeit sehr gut leben können und die Armen  immer ärmer werden, aber immer mehr arbeiten müssen.

Langfristig  führt das  zu sozialen Unruhen, wodurch die kapitalistischen Gesellschaften sich selbst zerstören. Wenn zuviel Reichtum in wenigen Händen gebündelt wird, führt das auch dazu, dass die Reichen sich durch Bestechungen noch mehr Vorteile ergaunern und sich in der Gesellschaft  Korruption ausbreitet, was ebenfalls auf Dauer die Gesellschaft zerstört. Auch Deutschland ist nicht gegen Korruption gefeit. Es gibt allerdings sehr ausgefeilte Methoden der Korruption, die gegen kein geltendes Recht verstoßen.

Wenn zum Beispiel ein Politiker seine politische Karriere beendet und danach einen etrem gut bezahlten Job in der Industrie annimmt, mag wohl der Verdacht bestehen, dass er bereits während seiner Amtszeit nicht wirklich unabhängig war. Aber wer will ihm das nachweisen ?  Parteispendenskandale gab es in den letzten Jahrzehnten mehrere. Die FDP wurde von den Wählern wegen der 1 Millionespende des Hotelgewerbes vom Wähler zu Recht abgestraft und kann sich erst nach mehreren Jahren langsam davon erholen.

Und die SPD hat sich bis heute noch nicht davon erholt, dass sie sich die sogenannten Hartz 4 Reformen von einem Industrieboss hat schreiben lassen. Und wie wir heute wissen, nimmt es der VW Konzern mit der Wahrheit nicht so genau.

Die Bosse des VW Konzerns geben auch ein wiederliches Beispiel dafür, dass die Industriebosse sich mit mehreren Millionen pro Jahr bezahlen lassen, auch wenn sie völlig versagt haben.

Das sind also einige weitere Beispiele für die Schwächen des kapitalistischen Systems, die langfristig dazu führen werden, dass es auch zerstört wird. Ungezügelte Gier  und Bereitwilligkeit zu bestechen und selbst bestochen zu werden führen zu Ungerechtigkeit und die wird eine Gesellschaft  langfristig nicht  dulden.

Wie ein  fest verankertes Gesellschaftssystem sich selbst zerstört, können wir am antiken Römischen Reich und an dem  Feudalsystem in Europa studieren.  Das Feudalsystem  konnte in Europa fast 1000 Jahre  überleben, weil die Reichen in Zusammenarbeit mit den Kirchen  die Armen ausbeuteten und versklavten.

  • Leibeigenschaft war weit verbreitet
  • und das Rechtssystem war unfair, da es immer die Reichen bevorzugte.

Aber die Völker wehrten sich dagegen:

  • Zuerst wurden die Kirchen entmachtet und danach die ausbeuterische und kriminelle Oberschicht.
  • Mit der Zerstörung der alten Gesellschaftsordnungen entstand ein Machtvakuum, das Populisten und Demagogen nutzen, um die  Völker erneut zu unterjochen.
    • Es enstanden die kommunistischen und faschistischen Ideologien, die beide die Völker in Europa in verheerende  Kriege trieben  und die Völker jahrzehntelang noch schlimmer ausbeuteten und unterdrückten als zuvor im Feudalsystem.

Heute erleben wir einen neuen Unterdrückungsmechismus, der sich unbemerkt entwickelt und die Bürger immer stärker unterdrückt und ihnen ihre Freiheit raubt.

  • Es ist die zunehmende Zahl von Gesetzen und Verordnungen. Mit jeder verlieren wir ein Stück Freiheit.
  • Deshalb müssen wir die gewählten Volksvertreter dazu zwingen, dass sie diesen Wildwuchs beenden und für jedes neue Gestz und jede neue Verordnung mehrere andere aufghoben werden.
  • Nur so können wir verhindern, dass sich eine neue Form der Diktatur entwickelt: Die Behördendiktatur, wozu ich auch das Rechtssystem rechne.

Was haben die Wahlprogramme der Parteien damit zu tun ?  Die Parteien stellen die gewählten Volksvertreter.

  • Wir müssen deshalb rechtzeitig wissen, was sie denken und beabsichtigen zu realieren. Wir müssen auch genau wissen, was die zu wählenden Volksvertreter denken und vorhaben.

Wir sollten deshalb  das Opfer auf uns nehmen, die Wahlprogramme der Parteien sorgfältig zu lesen und sie miteinander  zu vergleichen  und nach den Wahlen die Parteien immer wieder daran erinnern, was sie vor den Wahlen versprochen haben.

Die Universität Hohenheim hat eine Langzeitstudie veröffentlicht, in der sie die Wahlprogramme 2016 miteinander vergleicht.

Wahlprogramm Check 2016

In dieser Studie geht es aber nur um 3  Punkte:

  • Verständlichkeitsanalye der Wahlprogramme
  • Begriffs-Analyse
  • Hintergrund: Wahlprogramme

Das sind zwar wichtige Punkte, aber mehr formal als inhaltlich.

  • Wichtiger  ist, ob  die politischen und gesellschaftlichen Probleme  sorgfältig untersucht und ausgewogen  beurteilt werden und ob realistische Lösungkonzepte vorgeschlagen werden.

Die etablierten Parteien können wir relativ gut beurteilen, weil sie an Regierungen beteiligt waren und wir ihre Handlungsmuster kennen.

Schwierig sind aber neue Parteien, wie die AfD zum Beispiel zu beurteilen.

  • Die AfD  scheint eine populistische Partei zu sein, die die Frustrationen der Bürger aufgreift und verspricht, alle Probleme zu lösen, sie ist aber zu faul,  Lösungskonzepte zu entwickeln, die auf Fakten und nachvollziehbaren Schlußfolgerungen beruhen,
    • Deshalb ist sie als gefährlich einzustufen, da sie gleichzeitig ein Sammelbecken für rückwärts gerichtete faschistisch gesinnte Bürger ist.

Wenn Frau Petri öffenltlich sagt, dass man auch auf Kinder schiessen müsse, um die Grenzen Europas gegen Flüchtlinge zu verteidigen und  dass das Wort völkisch doch auch heute noch gebraucht werden könne, dann  zeigt das, dass sie nichts aus der Nazidiktatur gelernt hat. Entweder ist sie einfach zu dumm oder sie denkt selbst wie die Nazis.

Wenn die AfD   das Gespräch mit dem Rat der Muslime nach 2 Stunden abbricht, frage ich mich, ob die AfD überhaupt etwas vom Islam verstanden hat  und ausreichend vorbereitet war, um ein  intelligentes Gespräch führen zu können.

  • Ein Kopftuchverbot finde ich  lächerlich.  Unsere Großmütter haben oft Kopftücher getragen, weil es ein sehr praktisches Kleidungsstück ist  und es vor Sonne, Wind und Regen schützt.
    • Und der Staat sollte nicht versuchen, uns Bürger zu gängeln. Wir leben nicht mehr im Mittelalter,  in dem es Kleidervorschriften für jeden Stand gab.
  • ein Burkaverbot ist etwas schwieriger zu beurteilen, weil unter einer Burka leicht Waffen und Sprenggürtel versteckt werden können und die islamischen, fundamentalistischen Terroristen zunehmend Frauen für Selbstmordattentate misbrauchen. Aber wie viele Frauen tragen eine Burka in Deutschland ? Ich habe noch nicht eine einzige gesehen.  Also zumindest bisher noch kein Problem. Die AfD erzeugt also Scheinprobleme und drückt sich vor der harten Arbeit, die vorhandenen Probleme zu anlysieren und Lösungskonzepte dafür zu entwickeln.

Die AfD sucht einfach einen Sündenbock und glaubt, ihn in den Muslimen gefunden zu haben,  so,  wie die Nazis ihn in den Juden fanden.

Die geistige Grundhaltung ist dieselbe:

  • Andere für die eigene  Unfähigkeit verantwortlich machen.

Hätten die Nazis den 2. Welt- Krieg nicht  begonnen, hätte sich ihre Unfähigkeit innerhalb von nur ein paar Jahren  für alle klar gezeigt.

  • Die Nazis vermehrten die Geldmenge, indem sie immer mehr Geld druckten, also die Bürger enteigneten, da das Geld an Wert verlor und das hätte in den finaziellen Bankrott geführt.
  • Die Naziführer lebten ihre kriminellen Neigungen aus:
    • Göring war einer der größten Kunsträuber
    • Goebbels misbrauchte seine Stellung, um sich Frauen gefügig zu machen.
    • Hitler lebte seinen Bauwahn aus und glaubte, ein großer Feldherr zu sein, obwohl er immer wieder katastrophale Fehler machte und insgeamt kläglich scheiterte und Kinder in den Krieg trieb. Er selber war zu feige, Deutschland persönlich zu verteidigen. Deutschland und sein Schicksal war ihm egal.
      • Den Zweifrontenkrieg, den er mit Recht als großen Fehler  Kaiser Wilhelm II vorwarf, übertraf er, indem er einen 4 Frontenkrieg führte. Er und die anderen Nazimachthaber waren Schwerstverbrecher, die nur das Volk ausbeuteten und in die Katastrophe trieben und das Volk war leider zu dumm, das rechtzeitig zu erkennen.
        • Hoffentlich sind wir etwas klüger als unsere Vorfahren und lernen rechtzeitig aus ihren Fehlern und fallen nicht wieder auf populistische Rattenfänger rein.

Und alle Naziführer waren  abergläubisch. Hitler selbst glaubte an eine ominöse Vorsehung. Mit Aberglauben kann man aber kein Problem analysieren und lösen.

Ähnliches Verhalten können wir bei allen Diktaturen beobachten. Anscheinend sind alle Diktatoren  Menschen mit stark ausgeprägten kriminellen Neigungen und großen psychologischen Problemen, womit sie  Anhänger mit ähnlicher Persönlichkeitsstruktur leicht gewinnen können.

Da die AfD als neue Partei bereits recht erfolgreich ist und wir erkennen können, dass sie ein Sammelbecken für Nazianhänger ist und deshalb als potentiell sehr geführlich einzustufen ist und wir deshalb verhindern müssen, dass sie an die Macht kommt, müssen wir uns als erstes mit ihrem Wahlprogramm beschäftigen.

Die AfD  hat ein Grundsatzprogramm für Deutschland veröffentlicht, in dem sie 14 Punkte anspricht.

Diesen Text müssen wir erst einmal sorgfältig lesen und beurteilen, ob er auf wahren Fakten beruht und ob die Schlussfolgerungen logisch richtig sind und dann mit den Schriften der Nazis vergleichen, insbesondere mit Mein Kampf von Hitler.

Das ist ein großes, aber notwendiges Opfer, denn Hitler war ein erbärmlicher Schriftsteller und politisch und militärisch der größte Versager in der Deutschen Geschichte, nur vergleichbar  mit Kaiser Wilhelm II.

Eine themenvergleichende  Studie  ist:

Vergleich von Wahlprogrammen und Grundstatzprogrammen.

Ein programmatischer  Verlgeich der Parteien, die im Bundestag sind, mit dem  Grundsatzprogramm der AfD ist hilfreich,  um zu erkennen, ob die AfD zukunftsweisendes zu sagen hat oder nur einen Aufguss kleinbürgerlicher Geisteshaltungen des 19. Jahrhunderst und  der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts  liefert.

Jede demokratische Gesellschaft  muss immer wieder diskutieren,  ob sie Fehler macht und wie sie sich so weiterentwickeln kann, dass sie ihre Grundwerte bewahren und trotzdem die auftretenden Probleme lösen kann.

Dafür muss der Zustand der Gesellschaft analysiert und Lösungskozepte entwickelt werden. Für beides ist langandauernde harte Arbeit nötig.

Beides  vermisse ich bisher bei der AfD.

Damit das Ganze etwas Spaß macht, sollten wir die Vision einer virtuellen Partei, virtueller Parlamente und virtueller Regierungen entwickeln. Das könnten wir mit Hilfe des Internets auch als eine Simulation durchspielen. Viel interessanter als die vielen Kriegsspiele im Internet. Statt Sciencefiction wäre das PoliticsFiction. Warum nicht einmal eine idealisierte virtuelle Welt erfinden ?

  • welche Grundsätze würden wir für eine eigene, virtuelle Partei wählen und wie würden wir Parteimiglieder auswählen und gewinnen.
  • Wie beurteilen wir  die gegenwärtige Situation in Deutschland, in Europa und weltweit
  • was ist schlecht und was würden wir ändern wollen
  • In welcher Reihenfolge würden wir die Probleme zu lösen versuchen und wieviel Zeit und Geldmittel planen wir dafür ein.
  • wie gehen wir mit Kritik um
  • welche Kommunikationsmethoden verwenden wir

Wenn wir solch eine idealisierte virtuelle Welt erschaffen haben, können wir sie mit der Realität vergleichen und versuchen, die Realität schrittweise zu verbessern, aber es wird uns auch leichter fallen, die Wahlprogramme der Parteien zu verstehen, da wir einen idealisierten Vergleichsmaßstab für sie entwickelt haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wie kann eine globale Ethik entwickelt werden ?

Die Religionen waren lange Zeit die Hüter der Ethik, auch wenn  ihre Vertreter häufig ihre größten Feinde waren.

  • Heute sind viele Menschen nicht mehr gläubig und mit ihrem Glauben haben viele auch   ihre Ethik über Bord geworfen.

Die Resultate können wir  weltweit beobachten:

  • die Gier der Menschen ist zügellos.
    • Manager haben kein schlechtes Gewissen, wenn sie jedes Jahr viele Millionen Dollar erhalten, einige ihrer Mitarbeiter aber unter dem Armutslimit leben müssen.
    • Weltfirmen betrügen bewußt ihre Kunden ( VW)
    • Weltfirmen zahlen Bestechungsgelder, um Aufträge zu erhalten ( Siemens)
    • Bankiers zocken mit dem Geld ihrer Kunden
  • Politiker sind dafür bekannt, dass sie häufig lügen, insbesondere vor den  Wahlen, wenn sie erfolgreich auf Dummenfang sind. Siehe Trump und AfD
  • Ehen werden häufig geschieden und Partnerschaften immer wieder aufgelöst.
  • Viele Menschen verwenden wohl die Begriffe aus früheren Zeiten, als es noch eine Ethik in den Gesellschaften gab, aber sie misbrauchen  sie bewußt, um andere fehlzuleiten.
    • Die Nazis haben  dieses miese Spiel virtuos gehandhabt und sie haben auch heute wieder viele Nachahmer.

Die Frage ist, ob Gesellschaften,  die eine allgemein anerkannte Ethik respektieren, besser leben als solche, die keine haben oder sie misbrauchen.

  • das einzige Land, das mir spontan einfällt, ist Bhutan, in dem das Glück der Bürger das höchste Staatsziel ist.

Kein zivilisierter Mensch käme wohl auf die Idee, seinen Nachbarn  plötzlich zu überfallen und ihm einen Teil seines Grundstücks wegzunehmen. Völker machen das aber regelmäßig.( Siehe Russland und die Okkupation der  Krim )

All die Herrscher, die christlich erzogen worden waren und sich über die selbstverständlichsten Gebote christlicher Ethik hinweggesetzt haben, sind Beispiele dafür,  dass Religion und Ethik Machthaber nicht hindert, die schlimmsten Verbrechen zu begehen.

Im Namen  der Religion oder anderer Scheingründe wurden immer wieder Verbrechen durchgeführt, auch von Demokratien:

  • Kinder ihren Eltern rauben, sie in Heime zu pferchen, in denen sie misbraucht  werden und sie später als billige Arbeitssklaven zu halten ( Australien und Kanada, bis vor einigen Jahrzehnten )
  • Queen Viktoria zwingt im 19. Jahrhundert  China, seine Häfen zu öffnen und den Opiumhandel zuzulassen, damit England das Opium verkaufen kann, das es in Indien anbaute. Das Englische Empire war wohl der größte Rauschgifthändler in der Weltgeschichte. Queen Viktoria wußte sehr wohl, welchen Schaden Opium anrichtet und dass es viele Familien zerstört. Das war ihr aber egal. Ihre persönliche Machtentfaltung war ihr wichtiger und die Oberschicht in England hatte anscheinend auch keine  Probleme damit, denn sie profitierte davon, auch wenn sie in ihrem Müßiggang sinnlos dahinvegetierte.
  • Die Liste verlogener  christlicher Herrscher, die die christliche Ethik  bewußt mit Füßen getreten haben, ist fast endlos.
    • In Deutschland reicht sie fast lückenlos von Karl dem Großen bis Kaiser Wilhelm II. Historiker liebten es, den Herrschern den Beinamen der Große, beizulegen, die besonders viele Kriege geführt haben. Obwohl das ein sicheres Zeichen für eine  psychologisch kranke Person ist. Krieg ist Matsch und Blut und erzeugt Tote und   Krüppel. Nichts, das bewundernswert ist.
    • Der Hurrapatriotismus früherer Zeiten ist heute auch kaum nachvollziebar,  mit dem Menschen sich freiwillig für sinnlose Kriege meldeten. Anscheinend wird die Intelligenz dabei ausgeschaltet, denn selbst sehr intelligente Menschen, verspürten  die Lust, am Krieg teilzunehmen. Wie zum Beispiel Nietsche  im Kriege 187o/71

Es erscheint also fast hoffnungslos, dass eine globale Ethik entwickelt werden  kann, wenn die  Geschichte immer wieder zeigt, dass sie selbst im Rahmen von Religionen nie allgemein und konsequent über längere Zeit  angwendet wurde.

Es sollte deshalb untersucht werden, warum Menschen immer wieder andere Menschen ausgrenzen  und dann selbst die einfachsten Regeln  des Anstands  für einen zivilisierten Umgang nicht mehr anwenden, sondern im  Gegenteil, sich zu Monstern entwickeln.

  • Wie ist das möglich ?

Wir können den Beginn   dieses  Vorgangs  in Deutschland  heute an der AfD beobachten:

  • Ausgrenzen anderer Menschen und Hass gegen sie predigen
    • Furcht vor anderen Menschen erzeugen (Muslime )
  • behaupten, dass man selbst einfache Lösungen weiss  und der politische Gegener die Gesellschaft verrät und auch nicht davor zurückschrecken, zu Gealttaten gegen Andersdenkende aufzurufen.
    • bewußt immer wieder gegen die allgemeinen Regeln des  einfachen Anstands in einer Gesellschaft verstoßen, um schrittweise die Ethik in dieser Gesellschaft zu zerstören, so dass sie immer gewaltbereiter wird.
  • den freien Informationsaustausch unterbinden, damit die platten Lügen nicht aufgedeckt werden. ( Pegida mit dem dummen Slogan von der Lügenpresse. )

Was können wir dagegen tun und helfen, eine globale Ethik zu entwickeln ?

  • Die Populisten und Demagogen müssen entlarvt  werden, damit ihre häßliche Fratze hinter ihrer Biederman-Maske für jeden  rechtzeitig  deutlich sichtbar wird.
    • Der hasserfüllte Goebbels  und  der Präsident  des Volksgerichtshofs Freisler   sahen  mit ihren  vom Hass verzerrten Gesichtern ja schon häßlich genug aus. Das schreckte aber niemanden mehr, weil die Menschen bereits abgestumpft waren.
  • am Anfang  geben sich künftige Gewaltherrscher und ihre Gefolgsleute noch einigermaßen zivilisiert und  verbergen teilweise ihre Absichten oder die allgemeine Öffentlichkeit ist zu  faul  und  zu dumm,  um sie rechtzeitig zu verstehen  und sich dagegen zu wehren.
    • Wer von den deutschen Wählern  von Hitler hat wohl  Mein Kampf von Hitler gelesen ?
  • Heute  beginnen die Demokratien wieder, sich selbst zu zerstören. Siehe Polen, Ungarn  und die immer stärker werdenden  Populisten in Österreich, Frankreich und auch in Deutschland. Und auch die USA  sind in Gefahr, ihre Demokratie selbst zu zerstören, wenn Trump zum Präsidenten gewählt werden sollte.
    • Wieso fallen die Menschen wieder auf dieselben primitiven Parolen rein, mit denen die Völker  in Europa bereits in den 1. und den  2. Weltkrieg getrieben wurden ?
  • Wir haben heute aber bessere Kommunikationstechniken,  mit denen wir weltweit Informationen und Meinungen austauschen können.
    • Das fürchten Gewaltherrscher deshalb auch mit gutem Grund ( siehe China ), weil damit ihr Lügengebäude sehr leicht  zu Fall gebracht werden kann.
      • Früher war die erste Tat eines Gewaltherrschers, den freien Informationsfluß zu unterbinden und zu bestrafen, was Erdogan in der Türkei auch getan hat. Heute wird das immer schwerer, denn über das Internet  können die Menschen immer noch Informationen aus anderen Ländern erhalten und die Lügen der Machthaber in ihrem Land erkennen.
  • Daraus können wir die nötigen Maßnahmen ableiten.
    • Jeder muß ein Smartphone mit Internetzugang erhalten, mit dem er über Satelliten kommunieren kann, so dass Regierungen keine Kontrolle mehr ausüben können. ( siehe, wie China den Zugang zum Internet kontrolliert )
      • natürlich wird das von Kriminellen ( zu denen ich auch alle Fanatiker zähle ) misbraucht werden. Die Internetnutzer müssen deshalb selber Kontrollmechanismen entwickeln  und dürfen das nicht den Regierungen überlassen.
    • wir müssen eine globale Sprache und Schrift entwickeln und anwenden, damit alle Menschen problemlos miteinander kommunizieren können und das globale Bildungsniveau steigt.
      • Esperanto und Bliss-Symbolics sind zum Beispiel gute Kandidaten dafür
      • damit können wir vielleicht  ein globales Gemeinschaftsgefühl entwickeln und  globale Verhaltensregeln, die in dieser Gemeinschaft beachtet werden, wie:
        • Wahrheitsliebe:  Nur geprüfte, wahre Fakten verwenden. Keine Verleumdungen.
        • Logisches Denken anwenden und unkontrollierte  Emotionen vermeiden.
        • Hilfsbereitschaft  entwickeln, die sich gerade im Internet bereits  beispielhaft und  global entwickelt hat
        • Eine globale Identität entwickeln, für die es auch ein Zertifikat, ähnlich wie ein  Pass gibt, damit man weiß, dass der Kommunikations-Partner vertrauenswürdig ist und keine kriminellen Absichten hat.

Vermutlich müssen wir viel Geduld und zähe Ausdauer aufbringen, um eine globale Ethik zu entwickeln,  weil diese Entwicklung immer wieder von negativ gesinnten Menschen untergraben werden wird,  die ihren Vorteil daraus ziehen, dass  sie andere Menschen versklaven können. Und dafür müssen sie diese Menschen dumm und hilflos halten, wozu ihnen jedes Mittel, wie bereits jetzt  und auch in Zukunft,   recht sein wird.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dalai Lama und globale Ethik

Der Dalai Lama hat eine kleine Schrift veröffentlicht, in der er darlegt, dass es wichtiger ist eine globale Ethik zu entwickeln, als sich auf die Religionen zu verlassen.

Der Appell des Dalai Lamas an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion

Er stellt darin  fest, dass alle Religionen ihre eigene Glaubenslehre als die einzig wahre darstellen und  dass sie selbst  ihre Macht misbrauchen oder dass sie  von anderen für deren Machtgier misbraucht werden.

Er geht von der Annahme aus, dass die Menschen  ein natürliches Bedürfnis haben,  Gutes zu tun und anderen Menschen zu helfen  und dass sich auf diesem  gemeinsamen Nenner eine globale Ethik aufbauen läßt.

Anmerkung von mir:  Ich zweifle daran, dass diese Annahme stimmt,  denn die abscheulichen Verbrechen all der Diktatoren  sind nur verständlich,  wenn man annimmt, dass diese Menschen  diese Anlagen nicht besitzen und das gilt auch für einige der Religionsführer über die Jahrhunderte.  Denn Inquisition, Hexenverbrennung und Selbstmordattentate lassen sich nicht mit  den Religionen erklären, die genau das Gegenteil davon lehren.

Es ist  erstaunlich,   dass die fanatischen Anhänger  von Religionen und Ideolgien   diesen alten und überholten  Ideen  immer noch sklavisch folgen, ohne selbständig und kritisch zu denken.

Etstaunlich ist der  Satz des Dalai Lamas, dass man am meisten von seinen Feinden lernen kann, den  er auch  auf die Chinesichen Regierungen  anwendet, die im Laufe der letzten Jahrzehnte  ca. 800000 Tibeter  gefoltert und ermordet haben  und große Teile der Tibetischen Kultur zerstört haben.

Anscheinend haben die Machthaber in China immer noch nicht verstanden,  dass die hohle kommunistische Ideologie nicht ausreicht,  um Menschen  einen Sinn in ihrem Leben finden zu lassen.

Dabei  würden die Chinesen selbst am meisten davon profitieren, wenn sie ein friedliches Abkommen mit dem Dalai Lama schließen würden, denn nur er hat die Autorität dazu  und nach seinem Tode könnte sich auch eine Guerillabewegung in Tibet entwickeln, die nach dem Vorbild von Mao tätig wird und da es in China viele  unterdrückte Minderheiten gibt, könnte das leicht zu einem Flächenbrand in China führen und die Chinesische Gesellschaft zerstören. Wir haben in Yugoslawien beobachten können,  wie selbst längst vergangene  historische Ereignisse die Menschen aufputschen können, die dann ihre eigene Gesellschaft  bedenkenlos zerstören.

Anscheinend spekulieren die Chinesen aber darauf, dass sie die Tradition der Wiedergeburt des Dalai Lamas misbrauchen können, um nach dem Tod des Dalai Lamas eine Marionette nach ihrem Gutdünken einzusetzen.

Dabei übersehen sie aber, dass sie sich damit selbst lächerlich machen, denn sie würden damit die Lehren des Tibetischen Buddhismus anerkennen und dazu kommt, dass der Dalai Lama diese Tradition beenden nöchte, damit sie nicht von den Chinesen für ihre Machtgier misbraucht werden kann.

Mich wundert ohnehin, dass die Chinesen  einer,  ihnen eigentlich wesensfremden Ideologie,   sklavisch folgen und nicht  aus ihrer  eigenen Kultur schöpfen.

Taoismus, Konfuzianismus und Buddhismus  haben sich jahrhundelang in China bewährt. Sie müsten wahrscheinlich nur etwas  an  das technische Zeitalter angepasst werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Welche Computersprachen soll man lernen ?

Klassifikation  der Computersprachen

Seit Mitte von 1950 wurden sehr viele verschiedene Computersprachen entwickelt, die das Programmieren  vereinfachen und die Dokumentation der Programme verbessern sollten.

Folgende Klassen  von Computersprachen gibt es:

  • Assemblersprachen: Diese Programmiersprachen sind bereits komfortabler als die direkte Eingabe von Maschinenbefehlen.
    • Eingabe von direkten Maschinenbefehlen erfordern  eine sehr gute Kenntnis  des jeweiligen Computers  und einen sehr hohen Programmieraufwand. Sie sind nur für Computerspezialisten geeignet, die die Abarbeitung eines Programms stark beschleunigen wollen. Bis Ende der 80er Jahre im letzen Jahrhundert wurden sie aber auch noch von vielen Amateuren verwendet, weil die Computer noch nicht sehr leistungsfähig waren.
  • Höhere Programmiersprachen:   Alle Programmiersprachen, die einen deutlich geringeren Programmieraufwand erfordern, um ein  Anwendungsproblem zu lösen. Hier nur eine kurze repräsentative Auswahl:
    • Lisp:   Listen orientierte Programmiersprache. Für Lisp setzt nur unsere Phantasie Grenzen, da man in ihr Symbole beliebig manipulieren kann.
      • Zum Lernen ist Scheme zu empfehlen, da es eine klar strukturierte Programmiersprache mit hervorragender Dokumentation ist und kostenlos verfügbar ist.
    • Fortran: Immer noch der Klassiker, um wirtschaftliche, technische oder wissenschaftliche Probleme numerisch zu lösen. Dafür gibt es viele kostenlose und kommerzielle Compiler ( Programme, die den Programmiercode in Assembler übersetzen oder direkt in Maschinenbefehle )
      • Simply Fortran 2: Relativ preiswert und was sehr wichtig für numerische Berechnungen ist,  die Intervallarithmetik ist verfügbar, mit der die numerischen Fehler exakt berechnet werden können.  Denn bei jeder numerischen Berechnung treten zwangsläufig numerische Fehler auf und deshalb kann jede numerische Berechnung falsche Ergebnisse liefern, wenn man nicht genau weiß, wie groß der numerische Gesamtfehler ist.
  • Cobol: Wurde für kommerzielle Anwendungen entwickelt. Da ich damit keine Erfahrungen habe, kann ich dazu nichts sagen.
  • Computer-Algebra Systeme:  Das ist wohl zur Zeit die höchste Entwicklungstufe der Computersprachen . Mathematica von Wolfram Research ist der herausragendste Repräsentant dafür. Mathematica  vereinigt die symbolische Lösung und die numerische Lösung von mathematischen Problemen und ihre graphische Darstellung.

 

Warum sollte man eine Computersprache lernen  ?

In fast allen Lebensbereichen ist die Unterstützung durch Computer hilfreich und deshalb ist es nützlich, wenn man weiß, wie Computer programmiert werden:

  • man entwickelt  keine diffusen Ängste vor Computern.
  • man kann seine eigenen Probleme programmieren, wenn es dafür noch kein Computerprogramm geben sollte.
  • unser Denken wird gezwungen, sehr präzise zu arbeiten, da Computersprachen  oft die kleinsten Fehler nicht verzeihen.
  • Geeignete Computerprogramme ermögichen uns, Probleme zu lösen, die wir nie auf andere Weise lösen könnten, wie zum Beispiel:
    • Simulation des Weltalls
    • Aufbau von Proteinen.
    • Wechselwirkungen in Wirtschaftsmärkten
    • komplexe Strukturen in der Mathematik
    • Komposition von Musik oder visuellen Kunstwerken.
    • mit vielen anderen praktischen Anwendungen, wie Textverarbeitung, Bildbearbeitung, emails und Informationssuche im Internet dürften alle, die diese Blogpost lesen, ohnehin vertraut sein 🙂
  • Einige faszinierende Anwendungen in der Zukunft werden sein:
    • intelligente Roboter  im alltäglichen Leben
    • Hologramme, die Fernseher ersetzen und mit denen wir jede Umgebung simulieren können.
    • Riesige, hyperverlinkte Büchereien und Datenbanken, die den Anwender auf intelligente Weise unterstützen,  alle benötigten Informationen zu finden, sie zu bewerten und neu zu kombinieren, um damit neue Erkenntnisse zu finden oder neue Anwendungen zu entwickeln.

 

Fanatiker und autoritäre Politiker

Fanatiker und autoritäre Herrscher  werden zu faul sein, sich  neue Denkweisen anzueignen,  weil es bequemer ist, die Denkmuster wie seit der  Steinzeit üblich  oder noch davor, einfach beizubehalten und sich einzubilden, dass man allen anderen Menschen haushoch überlegen ist.

Das  Entwickeln von Computerprogrammen ist ein ausgezeichnetes Training,  bescheidener zu werden und zu erkennen, dass man fortwährend eine Vielzahl von Denkfehlern macht.

Und das hilft, auch viele der anderen,  seit der Kindheit eingeprägten Vorurteile zu erkennen und zu überwinden, die uns durch unser Elternhaus und durch die  Gesellschaft, in der wir aufgewachsen sind,  eintrainiert wurden.

Aber es macht Spaß, selbst das Ruder wieder  in die Hand zu nehmen !

Hinweise:

Auf unsererem anderen Blog  „Experimentelle Mathematik„,  beschreiben wir, welche mathematischen Hilfsmittel angewendet werden können, um Probleme zu lösen, die sich mathematisch formulieren lassen.

Zwangsläufig müssen wir dabei eine Auwahl treffen und wir haben uns  entschieden, die mathematischen Hilfsmittel zu verwenden,  wie sie im Laufe von ca. 3000 Jahren entwickelt wurden.

Das zeigt, dass auch unsere Vorfahren bereits hoch intelligent  und erfindungsreich waren und mehr Probleme lösen konnten, als wir ihnen zutrauen, weil das meiste ihrer Errungenschaften zerstört wurde und wir nur noch spärliche Informationen darüber haben.

 

 

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Gedächtnis trainieren

Arbeitsweise des Gedächtnisses

Über die Arbeitsweise des Gedächtnisses  wurde durch Versuche  folgendes belegt:

  • Das Kurzzzeitgedächtnis arbeitet im Bereich von Sekunden
    • es können maximal 7 verschiedene Fakten gespeichert werden
  • Das Langzeitgedächtnis arbeitet im Bereich von Stunden, Tagen und Jahren
    • das Verankern der Fakten im Langzeitgedächtnis muss durch mehrere Wiederholungen und  Assoziationen zu anderen Gedächtnisinhalten verstärkt werden

 

Methoden, um das Gedächtnis zu unterstützen

Es gibt verschiedene Methoden, die das Gedächtnis unterstützen:

  • Motivation:  Eine starke Motivation ist am besten. Dann saugt das Gedächtnis wie ein trockener Schwamm alle Fakten und ihre Vernetzungen auf.
  • Mnemotechniken:  Es wird eine Assoziation von den neu zu erinnernden  Fakten zu bereits eingeprägten Fakten  erzeugt.
    • Diese Methoden erfordern  teilweise viel  Training und werden oft nur von Gedächtniskünstlern angewendet.
  • Lernbook:  Diese Methode wurde in den USA  in ca. 20 Jahren von Wissenschaftlern entwickelt und ständig weiterverbessert.   Bei dieser Methode wird der Lernstoff in jeweils 12  Fakten unterteilt, die innerhalb von Sekunden und Minuten mehrmals auf verschiedene Weise wiederholt werden, bis die Fakten sicher im Gedächtnis verankert sind.
    • Diese Methode habe ich bisher nur in einem kurzen Test angewendet, der aber sehr erfolgreich war. Deshalb werde ich diese Methode einmal längere Zeit testen und mit den Karteikartenmethoden nach Leitner vergleichen.
    • Auf der Webseite gibt es sehr viele Detailinformationen zum Lernprozess und zum Erinnern. Also einmal alles ansehen.

Bei allen Gedächtsnismethoden  ist es sehr hilfreich, wenn man sich mit dem Lernstoff intensiv beschäftigt und selber die Fakten und Methoden  auswählt, an die man sich unbedingt erinnern will.

Das signalisiert dem Gehirn, dass man Wert darauf legt, sich daran zu erinnern und das Gehirn arbeitet auch im Schlaf daran weiter.

Deshalb ist die Lebensweisheit:

„Erst einmal darüber schlafen, bevor man eine Entscheidung trifft. “

sehr sinnvoll.

 

Zitat aus der Webseite von Lernbook:

Mit dem Lernbook lernst du schneller auswendig
(bis zu 150 Vokabeln pro Stunde), aber vor allem sichererer, weil die Software Dich auf dem Weg dahin ständig testet. Dadurch weißt Du immer genau, wie sicher Du Deine Vokabeln kannst!

  • Deine Lektionen und Ergebnisse speichert das Lernbook in der Cloud. Dadurch kannst Du von überall weiterlernen – mit dem Smartphone oder dem Tablet…
  • Das Lernbook-Tool spart dir enorm viel Zeit und sorgt dafür, dass du deine Vokabeln 100% parat hast fürden nächsten Test.
  • Die Technologie hinter dem Lernbook wurde in über 20 Jahren mit Tausenden von Schülern entwickelt und verfeinert. Bis sich die Ergebnisse nicht mehr verbessern ließen.
  • Vokabeltrainer zeigen dir was du lernen sollst. Aber nicht wie. Das Lernbook führt dich durch den einmaligen Ablauf zu 100% Erfolg. Das Lernbook IST der Lernprozess und macht Spaß.

Mein Kommentar dazu:

  • Diese Behauptung glaube ich erst einmal nicht. Nach meinen Erfahrungen benötigt man sehr viel mehr Zeit, um sich die Wörter einer Fremdsprache dauerhaft einzuprägen.
  • Aber ich werde einmal einen Versuch dazu machen.
    • In jeder Sprache  werden ca. nur 3000 Wörter benötigt, um eine  gute Unterhaltung zu führen und die meiste Literatur lesen zu können. Wenn die Behauptung stimmt, könnte man also in 20 Stunden ( natürlich verteilt auf viele Tage )  zumindest den Grundwortschatz  lernen.
    • nimmt man noch einmal  20 Stunden für die Grammatik dazu, wären das 40 Stunden, die man benötigt, um eine Fremdsprache relativ gut zu beherrschen.

 

Versuch 1:

Als erstes werde ich einmal meinen französischen Wortschatz aktivieren.

  • Wenn ich jeden Tag 30 Minuten trainiere, sollte ich in 40 Tagen  die wichtigsten französischen Wörter aktiv beherrschen.

Und bei Langenscheidt kann ich sicher sein, dass die Wörter sorgfältig nach ihrer Häufigkeit in Konversationen und in der Literatur ausgesucht wurden.

  • natürlich tritt das übliche Problem auf, dass man deutsche und französische Buchstaben mit den Sonderzeichen eingeben muss und wenn man daran gewöhnt ist, mit 10 Fingern viel auf einer deutschen Tastatur zu schreiben, wird man kaum die Zeit investieren wollen, auf einer französischen Tastatur zu trainieren.
    • Auf der  Webseite  ( computertastatur.de )   gibt es Anleitungen, wie man die französischen Sonderzeichen mit einer deutschen Tastatur eingeben kann. Etwas umständlich zwar, aber  ein  guter Kompromiss.   Am besten die Anleitung kopieren und als Vorlage in ein Textprogram einfügen und ausdrucken.
    • Auf dieser Webseite gibt es auch noch Anleitungen für die Eingabe von mathematischen Sonderzeichen.
    • Benötigt man andere Sonderzeichen, muss man sich den Code dafür aus dem erweiterten ASCII Zeichensatz heraussuchen und dann eine Tabelle aufstellen, wie man  sie  mit der Alt-Taste aktivieren kann. ( rechte Alt-Taste verwenden )
  • Die Eingabe der Wörter erfordert zwar Zeit, aber das ist bereits ein gutes  Training für das Gedächtnis und sollte deshalb nicht als lästige Pflichtübung betrachtet werden, denn das mindert die Motivation und damit den Lernerfolg.
    • Während der Eingabe  des Wortes seine Bedeutung  visualisieren und mit allen Sinnen verknüpfen, also das Wort nicht nur abstrakt lernen.

 

 

 

 

 

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Mentales Training für Musik

PETTLEP

Noa Kageyaman hat einen Artikel veröffentlicht, wie man am besten das mentale Training durchführen sollte, um ein Musikinstrument zu lernen. ( siehe seinen Blog )

Diese Methode wurde ursprünglich für Hochleistungssportler entwickelt. Kageyaman wendet sie auf das Lernen von Musikinstrumenten an.

Diese Methode wird  mit PETTLEP abgekürzt, wobei jeder Buchstabe für eine der  7 Anwendungsregeln steht, wie das mentale Training durchgeführt werden soll:

1.   Physisch: ( physical ) Die visuelle Vorstellung soll die Körperempfindungen beim Spielen des Musikinstruments so gut wie möglich  nachahmen.

2. Umgebung ( environment )   Wenn man vor Zuhörern spielt, sollte der Raum in möglichst vielen Einzelheiten visualisiert werden.

3. Aufgabe  ( task )  Die Gedanken während einer Vorstellung sollten auch simuliert werden, wie die Konzentration auf die Finger oder den Klang.

4. Zeit ( timing ) Das Musikstück in dem gewünschten Tempo mental spielen.

5. Lernen ( learning ) Während des fortwährenden Lernprozesses  sich immer mehr Details vorstellen, wie das  Spiel nicht nur technisch richtig gespielt sondern musikalsich klangvoll gespielt wird.

6. Emotion: Die Emotionen vorstellen, die man auch während einer Vorstellung hat.

7.  Gesichtspunkt ( perspective ) Interne Perspektive und externe Perspektive.

  • bei der internen Perspektive beobachtet man sich durch seine eigenen Augen
  • bei der externen Perspektive beobachtet man sich aus der Zuhörerperspektive

Beim Einüben dieser Punkte sollte man sich jeweils immer nur auf einen Punkt konzentrieren, bis alle 7 Punkte automatisch beachtet werden.

Veröffentlichung  von S. Holmes und  David J. Collins:

The PETTLEP Approach to Motor Imagery: A Functional Equivalence Model for Sport Psychologists

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Tips zum Lernen von Fremdsprachen Teil 1

Warum sollten wir eine oder mehrere Fremdsprachen lernen ?

  • Es gibt einige praktische Gründe dafür:
    • in andere Länder reisen
    • mit  fremdsprachigen Menschen in ihrer Muttersprache  kommunizieren oder eine Fremdsprache wie Englisch verwenden, die jeder Partner kennt.
  • Wir  können die  Denkweise von Menschen anderer Kulturen  besser verstehen
    • Jede Sprache hat eine eigene Struktur und bildet die Denkweise  der Menschen ab, die sie verwenden.
    • Deshalb ist es auch schwierig, eine Fremdsprache zu lernen, da  wir eine neue Denkweise lernen müssen.
    • Wie das Lernen eines Musikinstrumentes ist das Lernen einer Fremdsprache ein hervorragendes Training für unser Gehirn.

Während wir eine Fremdsprache lernen, bilden sich neue Gehirnstrukturen und sehr viele neue Assoziationen, wodurch unser Denken flexibler wird.

Beherrschen wir eine Fremdsprache, wie zum Beispiel Englisch, so gut, dass wir problemlos synchron übersetzen können und direkt englische Texte schreiben können, ohne erst in Deutsch zu denken und dann die Sätze ins Englische  zu übersetzen, werden wir bemerken, dass wir anders in  Englisch als in Deutsch denken.

Wenn wir das erstemal beginnen,  eine Fremdsprache zu lernen, werden wir auf viele Probleme  stoßen:

  • wir haben Schwierigkeiten, die Aussprache der Wörter zu verstehen
  • wir können keine Assoziationen zu den fremden Wörtern bilden und deshalb fällt es uns sehr schwer, uns an sie zu erinnern.
  • in der Struktur der Sätze finden wir  keinerlei Logik und können deshalb keine korrekten Sätze in der Fremdsprache bilden.

Ein Trost sollte uns sein, dass Wissenschaftler herausgefunden haben, dass Babies jede Fremdsprache erlernen können,  bis sie  ca. 3 bis 5 Jahre alt sind.

Was können wir daraus folgern ?

  • oft wird daraus gefolgert, dass sich  nach etwa 3 bis 5 Jahren eine feste Gehirnstruktur für eine Sprache ausgebildet hat, die die Ausbildung einer weiteren Gehirnstruktur für eine Fremdsprache behindert.
    • Diese Folgerung ist wahrscheinlich aber falsch: Ein Kleinkind lebt 3 bis 5 Jahre in einer Sprachumgebung, hört und  benutzt diese Sprache. Das heißt, es lernt diese Sprache  ca.  5 Jahre x 300 Tage x 5 Stunden = 7500 Stunden. ( grobe Abschätzung )
  • ein Erwachsener kann eine Fremdsprache viel schneller lernen.
    • es werden ca. 3000 Wörter benötigt, um mehr als 80% einer Fremdsprache zu verstehen; zusätzlich natürlich auch die wichtigste Grammatik.
    • 5 fremde Wörter pro Tag kann man leicht lernen, wenn man sich jeden Tag ca. 30 Minuten mit der Fremdsprache beschäftigt.  Also kann man jede Fremdsprache in ca. 2 Jahren so gut beherrschen , dass man darin eine Unterhaltung führen und  Texte schreiben kann.
    • Also liegt der Zeitaufwand um 200 bis 300 Stunden.
      • Menschen, die anscheinend so für Fremdsprachen begabt sind, dass sie sie in wenigen Wochen lernen können, sind  einfach so stark motiviert, dass sie sich jeden Tag 10 Stunden oder mehr intensiv  mit der Fremdsprache beschäftigen.
        • dann können sie eine Fremdsprache in 20 bis 30 Tagen so gut oder sogar besser lernen  als jemand, der sich  jeden Tag nur 30 Minuten für 2 Jahre damit beschäftigt.
        • eine sehr starke Motivation läßt unser Gehirn wie einen  trockenen  Schwamm arbeiten, der sich begierig mit Wasser vollsaugt.

Wie sollten wir eine Fremdsprache lernen ?

  • wir müssen  als erstes versuchen, uns von unserer Muttersprache zu lösen und uns für die Fremdsprache  zu öffnen. Nicht versuchen,  die Muttersprache als Krücke zu verwenden, um die fremde  Sprache zu lernen  und nicht  Assoziationen zu  Wörtern der Muttersprache  bilden. Auf die für uns ungewohnte Denkweise voll einlassen.
  • eine fremdsprachige Umgebung schaffen, so dass wir jeden Tag die Fremdsprache längere Zeit hören, auch wenn wir noch nichts verstehen.
    • fremdsprachige Hörbücher und Filme sind dafür ideal geeignet.
    • auf den Amazon Fire Geräten kann man fremdsprachige Texte  auch langsamer vorlesen  lassen, ohne dass sich dadurch die Tonhöhe der vorlesenden Stimme  ändert. Das ist sehr hilfreich, um sich an den Klang einer fremden Sprache zu gewöhnen und im Laufe der Zeit immer mehr zu verstehen.
  • Vokabeln,   eingebettet in Sätze,  lernen. Dafür die Karteikartenmethode nach Leitner verwenden.  In beide Sprachrichtungen trainieren. Auch Skizzen oder Bilder einfügen.
    • eine andere Trainingsmethode für Vokabeln oder Fakten wendet Lernbook an, das ich zur Zeit eingehender teste.
    • Wörter visuell vorstellen und mit allen Sinnen verknüpfen.
  • Sobald möglich, fremdsprachige Bücher lesen; möglichst umfangreiche von demselben Schriftsteller, da dann dieselben Wörter und Satzstrukturen häufiger auftreten, was sich besser im Gedächtnis einprägt.
    • jeweils zu einem Hörbuch auch das gedruckte Buch  lesen  ( oder  das  Ebook ).
    • Amazon bietet sehr viele Hörbücher in verschiedenen Fremdsprachen an,  zu denen man auch die Texte als ebooks für die Kindle Lesegeräte kaufen kann.  ( viele sind auch kostenlos erhältlich,  aber dann nicht so gut für die Kindle Lesegeräte formatiert )
    • Sehr gut sind auch die Kindle Fire   Geräte von Amazon geeignet, da man damit die Hörbücher hören und die Ebooks lesen kann, aber auch Filme sich ansehen kann.
      • Fire  im  7″ Zoll Format ( 17,7 cm ) mit 16 Gbyte und WLan kostet zur Zeit  ca. 70 euro   bei Amazon.  Dieses Gerät kann man gut in eine Jackentasche stecken.
      • Fire HD im 10″ Zoll Format ( 25 cm )  ist sehr gut geeignet, um  pdf – Dokumente im DIN A 4 Format zu lesen.  Es kostet mit 16 Gbyte und WLAN zur Zeit ca. 200 euro. ,   mit 32 Gbyte kostet es 229 euro und mit 64 GByte ca. 260 euro.   Zum Ansehen von Filmen oder für Spiele sind die 32 Gbyte wohl vorteilhaft, zum Lesen von pdf-Dokumenten werden sie nicht benötigt.

 

Links

  • Amazon Fire,  auf den Hörbücher von  Amazon runtergeladen werden können. Die Vorlesegeschwindigkeit kann  kontinuierlich von langsam über normal bis schnell eingestellt werden.
    • die schnelle Einstellung kann auch viel Zeit sparen, wenn man sich deutsche Texte vorlesen läßt. Unser Gehirn kann schneller arbeiten, als jemand vorlesen kann.

 

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