Ozeane in Gefahr: Die tickende Zeitbombe der Versauerung
Eine neue Studie von Forschern der NOAA, der Oregon State University und des Plymouth Marine Laboratory zeigt alarmierende Ergebnisse: Bereits im Jahr 2020 überschritt die globale Ozeanversauerung eine kritische Schwelle. Dieser Meilenstein ist Teil eines besorgniserregenden Trends, bei dem bereits sechs planetarische Grenzen überschritten wurden. Die zunehmende Versauerung der Meere bedroht nicht nur marine Lebensräume, sondern auch globale Ökosysteme und Wirtschaftszweige wie die Fischerei.
Die Studie weist darauf hin, dass bis zu 60 % der Ozeane unterhalb der Oberfläche betroffen sind, wobei die Polarregionen die größten Veränderungen an der Oberfläche verzeichnen. Besonders gefährdet sind Korallenriffe, deren Lebensraum um 43 % geschrumpft ist, sowie polare Pteropoden, deren Rückgang bis zu 61 % beträgt. Diese Entwicklungen stellen eine massive Bedrohung für die Artenvielfalt dar und gefährden die Existenzgrundlage vieler Küstengemeinden.
Die Ergebnisse dieser Forschung wurden auf der UN-Ozeankonferenz 2025 vorgestellt und unterstreichen die Dringlichkeit globaler Maßnahmen. Ohne ein entschlossenes Handeln könnten die ökologischen und wirtschaftlichen Folgen katastrophal sein. Es bedarf gemeinsamer internationaler Anstrengungen, um die Versauerung der Ozeane zu stoppen, die marinen Lebensräume zu schützen und nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu finden.
Die Zeit drängt, und die Weltgemeinschaft steht vor der Herausforderung, den Kurs zu ändern – bevor die tickende Zeitbombe der Ozeanversauerung unkontrollierbar wird.