Neue Hoffnung für Britanniens Eschen im Kampf gegen tödlichen Pilz
Die britischen Eschenwälder durchleben eine bemerkenswerte Entwicklung im Kampf gegen das Eschentriebsterben. Der aus Asien stammende Pilz Hymenoscyphus fraxineus, der seit 2012 die heimischen Eschen bedroht, sollte ursprünglich bis zu 85% des Bestands vernichten. Doch aktuelle Forschungen aus dem Jahr 2025 zeigen einen Hoffnungsschimmer.
Die Studie im Marden Park Wood in Surrey, bei der Wissenschaftler die Genome von 128 ausgewachsenen und 458 jungen Eschen verglichen, offenbart eine natürliche Resistenzentwicklung. Junge Bäume weisen vermehrt genetische Varianten auf, die Widerstandsfähigkeit gegen den Pilz verleihen. Dies deutet darauf hin, dass die natürliche Selektion anfällige Bäume aussortiert.
Um diese positive Entwicklung zu unterstützen, sind mehrere Maßnahmen wichtig:
- Gezielte Züchtungsprogramme mit resistenten Bäumen
- Förderung der natürlichen Waldverjüngung
- Schutz der genetischen Vielfalt
- Vernetzung verschiedener Eschenbestände
Professor Richard Buggs zeigt sich optimistisch, dass die Eschen nicht das gleiche Schicksal wie die britischen Ulmen erleiden werden. Dennoch betont er, dass die vollständige Resistenzentwicklung Zeit braucht und aktive menschliche Unterstützung notwendig ist