Ein unlösbarer Konflikt ?

Koalitionskrise in Israel: Shas-Partei verlässt Netanyahu-Regierung

Die ultra-orthodoxe Shas-Partei hat am 15. Juli 2025 die Regierungskoalition von Premierminister Benjamin Netanyahu verlassen. Dieser dramatische Schritt erfolgte, nachdem die Koalition keine Gesetzgebung zur Befreiung ultra-orthodoxer Männer vom Militärdienst sicherstellen konnte – ein seit langem umstrittenes Thema in der israelischen Gesellschaft.

Mit dem Austritt der Shas-Partei verfügt Netanyahus Regierung nur noch über 50 von 120 Sitzen in der Knesset, was seine Position erheblich schwächt. Diese Entwicklung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da Israel sich seit 21 Monaten im Gaza-Krieg befindet und mit Truppenmangel kämpft.

Die politischen Folgen sind weitreichend: Netanyahu wird nun noch abhängiger von seinen rechtsextremen Koalitionspartnern, die einen Waffenstillstand mit der Hamas kategorisch ablehnen. Während die laufenden Gaza-Waffenstillstandsgespräche wahrscheinlich fortgesetzt werden, dürfte der innenpolitische Druck auf Netanyahu weiter zunehmen. Eine Regierungsumbildung oder sogar Neuwahlen können nicht ausgeschlossen werden.

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