Schlachtfeld Darm

Ein Durchbruch im Kampf gegen Morbus Crohn

Forscher der University of California San Diego (UCSD) haben eine 25 Jahre alte Frage zur Entstehung von Morbus Crohn gelöst. Diese chronisch-entzündliche Darmerkrankung (eine Form von IBD, „Inflammatory Bowel Disease“) entsteht durch ein Ungleichgewicht zweier Arten von Makrophagen, spezialisierte Immunzellen im Darm.

Makrophagen: Die Wächter des Darms

Makrophagen sind weiße Blutkörperchen, die entweder Entzündungen bekämpfen oder Gewebe heilen. Bei Morbus Crohn wird dieses Gleichgewicht gestört, was zu chronischer Entzündung und Gewebeschäden führt.

Der Schlüssel: Das NOD2-Gen

Das NOD2-Gen, 2001 als Risikofaktor für Morbus Crohn entdeckt, spielt eine zentrale Rolle. Es reguliert, ob Makrophagen als „Kämpfer“ oder „Heiler“ agieren. Eine Mutation verhindert die Bindung des Proteins Girdin an NOD2, was Entzündungen fördert.

Künstliche Intelligenz und Biologie vereint

Dank künstlicher Intelligenz (KI) und molekularer Biologie identifizierten die Forscher 53 Gene, die Makrophagen-Typen unterscheiden. In Mausmodellen bestätigten sie, dass das Fehlen von Girdin zu Entzündungen und schweren Komplikationen führt.

Dieser Durchbruch könnte innovative Therapien ermöglichen, um das Gleichgewicht im Darm wiederherzustellen und Betroffenen Hoffnung zu geben.

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