Chinas Fusionsdurchbruch: Ein Meilenstein für die Energiewende
Revolution im Tokamak: Das EAST-Experiment
Am 1. Januar 2026 veröffentlichte die Chinese Academy of Sciences einen Durchbruch in der Fusionsforschung: Im Experimentellen Advanced Superconducting Tokamak (EAST) gelang es, das sogenannte „density-free regime“ zu erreichen. Dabei blieb das Fusionsplasma auch bei extrem hohen Dichten stabil – ein Zustand, der bislang als unerreichbar galt.
Was bedeutet das für die Fusionsenergie?
Die Stabilität des Plasmas bei hoher Dichte ist entscheidend für die Energieausbeute von Fusionsreaktoren. Je höher die Dichte, desto mehr Fusionsreaktionen können stattfinden. Bisher scheiterten Tokamaks wie JET (Großbritannien) oder ITER (international) oft an plötzlichen Instabilitäten, sobald die Dichte erhöht wurde. Chinas EAST-Team, angeführt von Prof. Ping Zhu und Assoc. Prof. Ning Yan, nutzte eine innovative Startmethode mit gezielter Gasdruckkontrolle und Elektronenheizung. Das Ergebnis: Weniger Verunreinigungen und Energieverluste, mehr Stabilität.
Vergleich mit anderen Fusionsprojekten
Während der deutsche Stellarator Wendelstein 7-X mit besonders langer Plasmahaltedauer glänzt, zeigt Chinas EAST, wie die Dichtebarriere überwunden werden kann. ITER, das größte internationale Fusionsprojekt, kämpft weiter mit der Kontrolle von Hochleistungsplasmen. Der US-SPARC-Reaktor setzt auf kompakte Designs, ist aber noch nicht so weit wie EAST.
Fazit: Ein Schritt Richtung Zündung
Chinas Durchbruch ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Fusionszündung – dem Punkt, an dem mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Die neuen Erkenntnisse könnten die Entwicklung künftiger Fusionskraftwerke entscheidend beschleunigen und den Traum von sauberer, unbegrenzter Energie greifbar machen.