Staatsgeheimnisse, Geheimdienste, Whistleblower und freie Presse

Machthaber versuchen immer, das Volk zu täuschen. Können sie ihre Entscheidungen nicht gut begründen, wird schnell etwas zum Staatsgeheimnis erklärt.

Geheimdienste

Die Geheimdienste werden nicht nur eingesetzt, um Informationen über potentielle Gegner zu erhalten, sondern auch, um das eigene Volk auszukundschaften. Da Geheimdienste nicht von den Bürgern kontrolliert werden können und Politiker oft zu unfähig sind oder persönliche Schwächen haben, die die Geheimdienste kennen und nutzen, um den Politiker in ihrem Sinne zu beeinflussen, sind Geheimdienste immer eine Gefahr in einer Demokratie.

Ein Bürger kann sich auch nicht vor Gericht gegen einen Geheimdienst wehren. Der Bürger macht sich also selbst wehrlos, indem er mit seiner Stimmenabgabe Politiker in ihre Ämter wählt, die ihnen die Macht geben, den Bürger wehrlos zu machen.
Solche Struktruen sind also ein Widerspruch in einer Demokratie und sollten deshalb nicht existieren. Wir erleben aber zur Zeit, dass Geheimdienste immer mächtiger werden.

Die USA sind ein abschreckendes Beispiel. Wie Barton Gelman ausführlich in seinem Buch „Der dunkle Spiegel“ darstellt, hat der NSA und andere Geheimdienste in den USA Fähigkeiten entwickelt, wie sie für jeden Bürger der USA ein Informationsnetzwerk erstellen können.

Sobald Quantencomputer verfügbar sind, werden sie für jeden Menschen auf der Erde solch ein Informationsnetzwerk erstellen, dass jede Sekunde auf den neuesten Stand gebracht wird und beliebig lang in Computersystemen gespeichert wird.

Egon Musk und andere arbeiten daran, das menschiche Gehirn direkt mit Computern zu verbinden. Wie jede Technologie, so hat diese viele Vorteile aber auch viele Nachteile. Sie kann behinderten Menschen helfen, trotz ihrer Behinderung besser leben zu können. Querschnittsgelähmte werden wieder gehen können, Blinde wieder etwas sehen können, Schwerhörige wieder etwas hören können.

Die negativen Seiten sind aber, dass diese Technologie missbraucht werden kann und da das möglich ist, wird es auch geschehen. Ein autoritärer Staat wie China etwa, kann jedem Baby bereits einen Computerchip in dem Kopf installieren, mit dem seine Gedanken und Gefühle sein ganzes Leben lang gemessen, aber auch kontrolliert werden können. Die Schreckensvision von George Orwell „1984“ wird nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen werden. Der Wunschtraum von jedem Diktator wird in Erfüllung gehen: Vollständige Kontrolle von jedem Bürger.

Die Gefahr, nicht alles über einen potentiellen Gegner zu wissen, ist meist geringer, als die Gefahr, dass ein Geheimdienst einen autoritären Herrscher an der Macht erhält oder selbst die Macht in einem Staat übernimmt. Deshalb sollte es in einer Demokratie keine Geheimdienste geben. Die Polizei kann diese Aufgaben mit übernehmen.

Deutsche Demokratie

In der deutschen Demokratie ist die Gewaltenteilung und die Machtbegrenzung der Regierenden bereits ein erster Schritt, um die Demokratie zu schützen.

Das reicht aber noch nicht, sondern muss ergänzt werden.

Die Justiz muss völlig unabhängig von den Regierenden sein. Dazu gehört, dass nicht die Regierung über die Besetzung von Ämtern in der Jusitz entscheidet und
dass die Justiz unabhängig von der Regierung finanziert wird.

Wie die Regierung selbst, sollten auch Richter und oppositionelle Richter gewählt werden, um die Zahl von Fehlurteilen deutlich zu verringern.

Alle Bürger müssen per Internet an Referenden teilnehmen können. Das Abstimmungsergebnis muss einen Einfluss auf Regierungsentscheidungen haben.

Regierung 50%, Parlament 25%, Justiz 10%, Bürgerreferendum 15%. Da dieses Verfahren sehr schwerfällig sein könnte, muss es ergänzt werden durch ein verkürztes Schnellverfahren, das aber später überprüft werden muss.

Whistleblower und freie Presse, Rundfunk und Fernsehen

Da hierarschische Strukturen immer anfällig für Machtnmissbrauch sind, müssen Whistleblower geschützt werden, wenn sie Machtmissbrauch offenlegen. Sie sollten
eher wie Tyrannenmörder im antiken Griechenland hoch angesehen werden, da sie die Demokratie verteidigen. Jeder Bürger muss ein potentieller Whistleblower sein, da jeder Bürger auch seine Demokratie verteidigen sollte.

Da wir in Zukunft erleben werden, dass die Geheimdienste von jedem Menschen auf der Erde Informationsnetzwerke anlegen und für immer speichern und jede Sekunde auf den neuesten Stand bringen, müssen wir bereits jetzt Schutzmethoden dagegen entwickeln. Weltweit werden Quantencomputer entwickelt, mit denen Berechnungen so schnell durchgeführt werden können dass eine Nadel in einem Heuhaufen, der so gross wie die Erde ist, in einer Millisekunde gefunden werden kann.

Alle intelligenten elektronischen Geräte, die wir verwenden, wie Computer, smart phones, smart watches werden von Geheimdiensten verwendet, um jeden unserer Schritte zu überwachen und den Abstand und die Aufenthaltsdauer zu Menschen in unserer Nähe zu messen und zu speichern.

Diese Informationen können jederzeit missbraucht werden, um einen Menschen zu schädigen.

Beispiel:
Ein katholischer Priester geht häufig in ein Cafe, um einen Kaffe zu trinken. Zur selben Zeit besuchen eine Prostituierte und ein Pädophiler dieses Cafe. Besuchen diese 3 Personen häufiger zur selben Zeit dieses Cafe, so lässt sich leicht ein Verdacht gegen den Priester konstruieren. Natürlich wird kein Geheimdienst dies tun, solange dieser Priester unbedeutend ist. Aber wenn er nach ein paar Jahren Bischof wird, kann der Geheimdienst diese Informationen, die vielleicht viele Jahre zurückliegen, auskramen und einem Journalisten in die Hände spielen oder Menschen, die die katholische Kirche hassen und in den sozialen Medien sehr aktiv sind.

Staatsmobbing

Die Regierenden können und werden alle verfügbaren Informationen missbrauchen und es wird sich ein ausgedehntes und nicht kontrollierbares Staatsmobbing entwickeln. Datenschutz ist jetzt schon unwirksam und wird in Zukunft unmöglich sein. Mit Gesetzen lässt sich dieses Problem nicht lösen.

Wie wir in den USA sehen, gibt es viele Anwälte, die als Mithelfer für Machthabende dienen, um Gesetze zu umgehen oder Lücken in Gesetzen auszunutzen. Und viele Bürger können geschickt so beeinflusst werden, dass sie nicht selber kritisch denken, sondern willig jeden Unsinn glauben, den Machthaber ihnen erzählen. Siehe Spendenaufkommen für Trump in den letzten Wochen.

Da Deutschland mit einer Zeitverzögerung immer die USA kopiert, müssen wir davon ausgehen, dass wir dieselben Probleme in Deutschland erleben werden, wenn wir uns nicht rechtzeitig dagegen wehren.

Die freie Presse, Rundfunk und Fernsehen müssen in einer Demokratie nicht nur erhalten werden, sondern ausreichend subventioniert werden, da in ihnen Profis arbeiten, die verstehen, wie Fakten überprüft werden können und wie komplizierte Zusammenhänge verständlich dargestellt werden können. Sie alle sind ein wichtiger Teil der Gewaltenteilung im Staat.

An den Beispielen von Trump und Erdogan können wir studieren, wie eine Demokratie systematisch geschwächt und zerstört werden kann.

Bisher hat die Demokratie in den USA noch überlebt, weil die Justiz in den USA stark genug ist und auch die freie Presse noch funktioniert. Trump diffamiert sie seit Jahren als fake News und seine Anhänger glauben ihm.

Populisten und Demagogen können leider Menschenmassen so beeinflussen, dass sie nicht mehr selbständig denken.

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Wie können wir Wahrheit und Lüge unterscheiden ?

Philosophie

Philosophen diskutieren seit Jahrtausenden, was die Wahrheit ist und welche Kriterien erfüllt sein müssen, um die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden.

Sokrates lehrte: „Ich weiss, dass ich nichts weiss.“

Yoga

In den Yogalehren wird dargelegt, dass wir die Welt nicht erkennen wie sie ist, sondern nur ein Scheinbild von ihr, das als Maya bezeichnet wird.

Der Yogi Sri Ramana Maharshi lehrte im letzten Jahrhundert, dass es kein „ich“ gibt und wir die wahre Erkenntnis erlangen können, wenn wir uns immerfort fragen, was diese Ich-Empfindung verursacht.

Biologie

Aus der Biologie wissen wir, dass unsere Sinne nur einen Ausschnitt unserer Umwelt wahrnehmen können und dass in unserem Gehirn daraus ein Abbild unserer Umwelt konstruriert wird.

Spekulationen und Religionen

Es gibt Spekulationen, wie in dem Film „Die Matrix“ dargestellt, dass das ganze Universum nur eine Art Computersimulaton ist und wir das grundsätzlich nicht erkennen können.

In vielen Religionen wird gelehrt, dass es neben der von uns erfahrenen Umwelt noch eine andere Wirklichkeit existiert, die wir aber mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen können.

Im den monotheistischen Religionen ( Juden, Christen und Muslime ) wird gelehrt, dass es nur einen Gott gibt, der sich den Menschen offenbart hat und den Menschen einige Verhaltensregeln auferlegt hat.

Seit ca. 3000 Jahren gibt es immer wieder Menschen, die behaupten, dass sie diesen Gott selbst kennengelernt haben. Diese Erfahrung hat viele von ihnen so stark beeindruckt, dass sie ihr Leben rakikal geändert haben und vollkommen in den Dienst dieses Gottes gestellt haben oder sogar bereit waren, für ihn zu leiden und zu sterben.

Da wir diesen Gott nicht mit unseren Sinnen erfahren können, können wir auch nicht mehr über ihn aussagen, als er uns selbst offenbart hat. Alle Aussagen, die über diese Offenbarungen hinausgehen sind also reine Spekulationen.


Menschen ( Atheisten), die behaupten beweisen zu können, dass es diesen Gott nicht gibt, sind nur Spekulanten. Denn wenn wir logische Schlussfolgerungen ziehen wollen, müssen wir uns auf einige Fakten stützen, die wir als wahr annehmen. Da wir nur Dinge kennen, die existieren, können wir auch nur annehemen, dass etwas existiert. Von dieser Annahme ausgehend können wir aber nicht logisch schliessen, dass etwas nicht existiert.

Physik

In der Wissenschaft wird oft jahrhundelang geforscht, bis eine Erkenntnis als wahr anerkannt wird.

In der Physik ist die Erkenntnis, was Licht ist, ein gutes Beispiel und ein zweites, was Gravitation ist.

In den Naturwissenschaften können Erkenntnisse meistens durch Experimente überprüft werden. Und in der Physik gilt der Grundsatz, dass in einer Theorie nur messbare Größen verwendet werden dürfen und dass eine gute Theorie nicht nur die bereits bekannten Fakten richtig erklären muss, sondern sie muss auch Voraussagen machen, welche Ergebnisse zukünftige Experimente haben.

In den Geisteswissenschaften gibt es keine Experimente und deshalb gibt es oft erbitterte Streitereien zwischen Geisteswissenschaftlern. Siehe zum Beispiel, wie Schopenhauer über Hegel lästert.

Erkenntnisschranken

Wir wissen ausserdem, dass der Bereich, was wir erkennen können, beschränkt ist:


In der Mathematik sind wir nie sicher, dass sich 2 mathematische Sätze nicht widersprechen können, wie Gödel gezeigt hat. Bisher wurde noch kein Widersspruch in der Mathematik gefunden.Da aber viele Beweise in der Mathematik so umfangreich sind, dass sie nur noch ein paar Spezialisten überprüfen können, wird es immer schwieriger zu prüfen, ob die bisherige Mathematik widerspruchsfrei ist.


In der Physik können wir nie den Ort und den Impuls eines Elementartelchens gleichzeitig genau messen ( Heisenbergsche Unschärferelation ). Das ist sehr gut durch alle Experimente belegt und ist die Ausgangsbasis der Quantenphysik.


Kant hat in der Philosophie gezeigt, dass unser Denken zu Widersprüchen führt, wenn unsere Aussagen zu allumfassend sind. Das ist ähnlich wie in der Mathematik in der Mengenlehre. Die naive Mengenlehre von Cantor mit der Hierarchie von Unendlichkeiten wurde durch die enger begrenzte axiomatische Mengenlehre von Russel und Whitehead abgelöst, auf der auch das umfangreiche Grundlagenwerk Bourbaki in der Mathematik aufbaut.

Wir können also grundsätzlich nicht wissen, was wahr und was falsch ist.

Wir müssen deshalb bescheidener sein und nicht nach der grundsätzlichen Wahrheit fragen, sondern nur, ob ein Ereignis richtig dargestellt wird und ob daraus richtige Schlussfolgerungen gezogen werden.

Wie jeder gute Journalist müssen wir die Fragen nach einer Tatsache beantworten: Wer, Was, Wann Wo


Die Schlussfolgergungsfragen aus einer Tatsache: Wie,Warum, Wozu, können oft nur sehr unsicher beantwortet werden.

Heute können wir zwar leicht viele Informationen über Ereignisse mit Hilfe des Internets erhalten, aber es wird immer schwieriger zu entscheiden, ob diese Informationen richtig sind, ob sie relativ richtig, aber mit ein paar Fehlern behaftet sind oder ob sie völlig falsch sind. Wahre und falsche Informatonen werden oft beliebig gemischt, um Menschen in die Irre zu führen.

Wir beobachten das zur Zeit im Wahlkampf in den USA und bei der Bewegung der Coronagegner und der Querdenker in Deutschland.

Und in Zukunft wird es noch schwieriger werden, wenn mit Hilfe der künstlichen Intelligenz Netzwerke mit wahren und falschen Informatonen gewoben werden.

Wir müssen unser eigenes Infromatonsnetzwerk bilden und jede Information darin bewerten, wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass sie richtig ist. Bei der Bewertung
verwenden wir unser Wissen über die Informatonsquelle, Plausibilitätsbetrachtungen, Berechnungen und andere vertrauenswürdige Informationsquellen.

Die Güte unseres Informationsnetzewerkes können wir bewerten, indem wir berechnen, wie viele Pfade in diesem Netzwerk eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, dass sie richtig sind. Viel Arbeit, aber wir sind nicht mehr den Lügen anderer hilflos ausgeliefert.

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Wissensbaum: Mit Anki Wissen im Langzeitgedächtnis verankern

Bis jetzt ist die Künstliche Intelligenz noch nicht so weit, dass sie kreative Lösungen für Probleme vorschlagen kann,.

Darin ist das menschliche Gehirn immer noch jedem Computer überlegen. Aber das Gehirn muss alle Fakten und Methoden in seinem Langzeitgedächtnis gespeichert haben, damit es damit Tag und Nacht arbeiten kann.

Mein Freund Friedrich Weide hat ein Ebook mit dem Titel:

Wissensbaum: Mit Anki Wissen im Langzeitgedächtnis verankern.

geschrieben und bei Amazon veröffentlicht. Er beschreibt darin, wie der Wissensstoff so aufbereitet werden sollte, dass er mit der Hilfe von Anki im Langezeitgedächtnis gespeichert werden kann

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Klavierspielen und Gesundheit

Schlaganfall

Untersuchungen an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und der Otto von Guericke Unitversität Magdebuurg zeigen, dass Patienten nach einem Schlaganfall nach 2 Wochen, in denen sie jeden Tag 35 Minuten Klavier gespielt hatten, deutlich die Feinmotorik beider Hände verbessert hatten und auch die Gehirnstruktur, die für die Feinmotorik  zuständig ist, wurde verbessert.

Bewegungstraining

Die musikalische Stimulation während eines Bewegungstrainings verbessert die motori-

sche Leistungsfähigkeit und die Alltagskompetenz.

 

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Klavierschulen

Empfehlenswerte Klavierschulen

Lernt man das Klavierspielen ohne einen Lehrerk  ist eine Klavierschule als Ergänzung zur Russischen Klavierschule hilfreich, die in sehr kleinen Schritten fortschreitet und die nötige Musiktheorie in kleinen Portionen erklärt.

Die Serie von John W. Schaum erfüllt diese Kriterien.

Sie wird aber nur in Englisch angeboten. Das Englisch ist aber leicht zu lesen.

Die Serie umfasst :

Pre A For the Earliest Beginner und Heft A bis Heft H

Technische Übungen

Für technische Übungen gibt es von John W. Schaum noch:

Fingerkraft Heft 1 bis Heft 6

Die technischen Übungen gehen auch in kleinen Schrtten vorwärts,

so dass man nie überfordert wird und sie sind eine gute Ergänzun zu jeder Klavierschule.

Musikstücke

Ergänzend gibt es von  John W. Schaum   auch Hefte mit Auswahl von Muskstücken aus allen Jahrhunderten.

Eine ähnliche Serie mit Heften von Muskstücken aus allen Jahrhunderten ist

The Joy Books

Wie ich in meinem Blogbeitrag   „Wie kann man als Senior Klavierspielen“ lernen, geschrieben  habe, sollte das Lernen von Musikstücken das wichtigste Ziel sein und die technischen Übungen als Unterstützung dazu ausgewählt werden.

In beiden Serien wird der Fingersatz angegeben, den man eventuell etwas abändert, so dass man ein Stück leichter spielen kann.

Aus diesen Heften sollte man sich Musikstücke zum Auswendigleren aussuchen und andere, bei denen man das Spielen vom Blatt übt.

Beherrscht man das Spielen vom Blatt schrittweise immer besser, kann man jeden Tag viele wohlklingende Musikstücke spielen, so das man stark motiviert wird, immer mehr zu lernen.

Das motiviert mehr, als jeden Tag viel Zeit auf rein technische Übungen zu verwenden.

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Wie kann man als Senior Klavierspielen lernen ?

Die beste Methode ist, Einzelunterricht bei einem guten Klaivierlehrer zu nehmen.

Wenn das ausscheidet, weil kein guter Lehrer verfügbar ist, kann man online-Kurse nehmen oder man arbeitet selbständig eine gute Anleitung für das Klavierspiel durch und schaut sich begleitend dazu verschiedene Anleitungen auf youtube an.

Auf youfube sind folgende Anleitungen besonders zu empfehlen:

Klavier spielen für Anfänger

Für etwas Fortgeschrtittene

Spielend Klavier lernen

Die russische Kalvierschule ist als systematisches Lehrbuch für das Klavierspiel sehr zu empfehlen, vor allem, weil sie großen Wert darauft legt, musikalisch richtig zu spielen und nicht nur die Technik des Klavierspiels zu trainieren.

Als Senior im Rentenalter hat man  mehr Zeit,  jeden Tag zu üben und kann damit leicht ausgleichen, dass man im Alter länger braucht, um etwas Neues zu lernen und etwas auswendig zu lernen.

 

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Als Senior aktiv Musik spielen

Musikinstrumente kann man in jedem Lebensalter spielen lernen. Fängt man erst mit  über 65  damit an, wird man kein Virtuose mehr werden können, aber für gute Hausmusik mit der Familie oder Freunden wird es reichen.

Man sollte sich nicht zu sehr von  Musikvirtusoen einschüchtern lassen.  Ein Muskstück muss nicht technisch perfekt und absolut fehlerfrei gespielt werden, um gut zu klingen. Viele Virtursoen spielen  die Musikstücke viel zu schnell.

Die  aktive Musikausübung hat gerade für Senioren viele Vorteile:

– Stimmung wird verbessert
– Zusammenspiel in der Familie und im Freundeskreis verhindert Vereinsamung
– Gehirn, insbesondere das Gedächtnis und die Feinmotorik werden verbessert

1. Was ist das beste Trainingsinstrument ?

Ein Digitalpiano, das ein akustisches möglichst gut nachahmt, ist am besten geeignet, um die Musiktheorie praktisch zu lernen und Musikstücke auswendig zu lernen, da man sie mit Kopfhörer spielen kann, so dass die Mitbewohner nicht durch die häufigen Wiederholungen bei technischen Übungen und beim Auswendiglernen eines Musikstückes genervt werden und man zu jeder Tages- und Nachtzeit üben.

Ein Digitalpiano  sieht aus wie ein keyboard, aber die Lautstärke kann bei jeder Taste durch die Anschlagstärke sehr feinfühlig wie bei einem akustischen Klavier beeinflußt werden, so dass ein Musikstück ausdrucksstärker gespielt werden kann.

3. Was sind die wichtigen Auswahlkriterien für ein passendes Digitalpiano ?

  •  88 Tasten, damit man alle Musikstücke richtig spielen kann
  • dynamischer Anschlag wie beim akustischen Piano
  • gute Pianoklänge und je nach bevorzugter Musikrichtung andere Musikinstrumentenklänge, wie zum Beispiel Clavichord, Cembalo und Orgel für klassische Musik.
  • gutes Preis/Leistungsverhältnis. Digitalpianos kosten einige hundert bis einige tausend Euros.

Wünschenswert sind außerdem:
• Aufteilung der Tastatur in zwei Teile mit gleichem Tonumfang und 2 Kopfhörern, damit vierhändig gespielt werden kann
• Anschluss eines Pedals mit 3 Pedalen, damit die Spielmöglichkeiten eines akustischen Pianos besser nachgeahmt werden können
• Ein- und Ausgänge für Computer, Verstärker und Verbindung mit anderen elektronischen Muskinstrumenten ( Midi-Schnittstelle ), auch gut für virtuelle Internet-Spielgruppen.

4. Welche Digitalpianos erfüllen die obigen Kriterien ?

Casio, Kawai, Korg, Roland und Yamaha bieten vergleichbare Digitalpianos an, die ohne Gehäuse leichter und preiswerter sind. Man verwendet sie mit einem keyoard-Ständer.

Ich habe lange zwischen dem Roland fp30 und dem Kawai 110 geschwankt, mich dann aber für das Korg SP 280 entschieden, weil die Bedienung mit Knöpfen direkter ist und das Korg einen Ständer integriert hat, so dass man nicht einen Ständer getennt transportieren muss.
Außerdem verwendet die Musikhochschule Köln seit vielen Jahren Digitalpianos von Korg, was für meine Trainingsanwendungen eine sehr gute Referenz ist.

Bei Amazon kostet  das Korg   SP280 zur Zeit  555 Euros. Ich bevorzuge Amazon, da ich dort einen schnellen, sicheren Versand und guten Käuferschutz habe. Da ich auf dem Lande lebe, ist es auch viel zeitsparender, als in mehreren Musikgeschäften die Instrumente zu vergleichen.

5. Mein täglicher Trainingsablauf

Ich möchte vor allem Musik vom Blatt spielen und meine Lieblingsmusik auch auswendig spielen können, so dass ich sie relativ leicht auch auf anderen Musikinstrumenten spielen kann.
Deshalb trainiere ich vor allem Musikstücke.  Musiktheorie und technische Übungen sind dabei Hilfen, aber dem Hauptziel untergeordnet.

1. • Improvisationen passend zum Musikstück, um mich in Übungsstimmung zu bringen ( ca. 10 Minuten )
2. Musikstück auswendig lernen
• analysieren, Fingersatz passend eintragen, Abschnitte mental auswendig lernen und auswendig am Klavier spielen ( ca 30 Minuten )
3. Technische Übungen passend zum Musikstück:
• Tonleitern, Akkorde und Arpeggien
• Variationen zu Abschnitten des Musikstückes mit dem Musik-Softwareprogramm Capella erstellen und üben, um das Klangpotential des Musikstückes besser kennenzulernen und das Spielen zusätzlich zu trainieren. ( 30 Minuten )
4. Andere Musikstücke, die ich technisch bereits zufriedenstellend spielen kann, vom Blatt spielen, wenn ich sie nicht auswendig lernen möchte.
5. Das Musikstück mit anderen Musikinstrumenten ( Knopfgriffakkordeon, mein Hauptinstrument ) und Blockflöte spielen. Bietet Abwechslung und man lernt, das Musikstück musikalisch besser zu gestalten. ( 30 Minuten ). Mit den anderen Instrumenten muss ich immer auch einige technische Übungen machen.

Über den Tag verteilt das Musikstück immer wieder einmal mental auswendig lernen und mit dem Notentext überprüfen. ( Ca.. alle 2 Stunden, also 3 bis 4 mal pro Tag )

Übrigens: Mit 76 Jahren betrachte ich mich noch als Jungsenior.

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Kurzfassung: Der Weg zur Meisterschaft

Kurzfassung von:
George Leonard
Mastery. The Keys to Success and Long Term Fulfillment

George Leonard ist ein Aikidomeister ( moderne japanischhe Kampfkunst ) und hat die Erkenntnisse aus seinem jahrzehntelangem Training und seiner Lehrtätigkeit auf alle Bereiche des Lebens übertragen und dafür viele moderne Erkenntnisse aus der psychologischen Forschung verwendet.

Seine wichtigste Erkenntnis ist dass der Lehrsatz des Zen-Buddhismus für alle Gebiete gilt, auf denen man den Weg zur Meisterschaft betreten will:

Der Weg ist das Ziel

Jeder, der anstrebt auf irgendeinem Gebiet Meister zu werden, muss lernen, dass er das sich immer wiederholende Training in kleinen Schritten genießen muss; denn das Training kann jahrzehntelang dauern und kommt nie zu einem Abschluss, da man immer wieder daran feilen muss, sich zu verbessern.

Er beschreibt ausführlich den Trainingsverlauf im Aikido und Tennisspielen und schließt aus seinen eigenen Trainingserfahrungen und den Erfahrungen von vielen anderen, dass es immer wieder schnelle Fortschritte gibt, die von langen Plateaus abgelöst werden, bei denen anscheinend überhaupt keine Fortschritte erzielt werden.

Er erklärt das mit der Arbeitsweise unseres Gehirns, dass rationale Erkenntnisse im Großhirn relativ schnell verarbeitet werden, dass das Training der Feinmotorik in anderen Gehirnbereichen erfolgt und dass dafür viel mehr Zeit benötigt wird. Das stimmt mit den Erkenntnissen überein, dass wir 6 Wochen bis 2 Jahre benötigen, um uns eine neue gute Gewohnheit anzueignen und noch viel länger, um eine schlechte Angewohnheit abzulegen.

Professor Karl Priban ( Neurowissenschaften an der Princeton University )

Brain/Bodysystem

Bewusstes Denken

Reflexe

Die Aussage, dass 10 000 Stunden konzentriertes Training benötigt werden, um zum Beispiel ein weltweit anerkannter Profi im Geige- oder Klavierspielen zu werden ( soll auch für alle anderen Gebiete gelten ) ist aber falsch, wie neuere Forschungen zeigen.

K. Anders Ericsson und andere haben folgende Disziplinen untersucht:

Schach
Schach
Sport (Golf, Eiskunstlauf)
Musizieren
Ärztliche Tätigkeit
Lesen
Künstlerische Fertigkeit
und festgestelt, dass langjähriges, konzentriertes Üben nur folgenden Beitrag liefert:
Spiele – 26%
Musizieren – 21%
Sport – 18%
Bildung – 4%
Beruf – weniger als 1%

Dr. Jan Höpker beschäftigt sich seit vielen Jahren damit, wie wir uns persönlich verbessern können.

Für den Weg zum Experten schlägt er folgendes vor:

  • Vermeide Multitasking; . Immer nur auf eine Aufgabe konzentrieren und die nächste erst beginnen, wenn die vorhergehnde erledigt ist.
  • Achtsamkeitsmeditation üben. Auf den eigenen Atem, ein Geräusch oder ein Bild konzentrieren und diese Mediationsübungen immer wieder durchführen.
  • Ausreichend viel Schlaf haben, da sich dann der Körper regeneriert und das Gehirn unbewusst weiterarbeitet.
  • Sich nicht durch Internet, smart phone und anderes ableiten lassen, wenn man konzentriert arbeiten möchte.
  • Dem Rauschen lauschen. Auf youtube concentration noise eingeben und das Rauschen mit einem Kopfhörer anhören.

In seinem ebook: Die 8 Säulen zum Erfolg gibt er folgende Ratschläge, die das Ergebnis von hunderten von Interviews sind, die Richard St. John mit erfolgreichen Experten durchgeführt hat.

  • Liebe was Du tust, denn das Gehirn arbeitet wesentlich besser, wenn man glücklich ist.
  • Arbeite hart und smart, denn langfristig schlägt harte Arbeit Talent und Intelligenz.
  • Konzentriere Dich und fokussiere Dich auf ein Gebiet, nachdem Du eine ausreichend gute Allgemeinbildung erworben hast und beurteilen kannst, in welchem Gebiet Du ein Experte werden möchtest. Also nicht bereits in der frühen Kindheit beginnen, sich zu stark auf nur ein Gebiet einzuschränken.
  • Motiere Dich, indem Du Dir ein motivierendes Umfeld schafftst.
  • Sei kreativ und erzeuge neue Ideen. Füttere das Gehirn zuerst mit dem Rohmaterial und lass ihm dann ausreichend viel Zeit, unbewusst an einer Idee zu arbeiten. Schreibe jede gute Idee sofort auf.
  • Entwickle Deine Meisterschaft durch ausdauerndes konzentriertes Üben immer weiter.
  • Hilf aufrichtig anderen Menschen.
  • Halte Durch und rechne mit etwa 5 bis 10 Jahren ( ca. 10 000 Stunden konzentrieter Arbeit mit ca je 4 Stunden pro Tag und einem Tag Pause pro Woche. Lass Dich nicht durch Rückschläge beirren. Sie gehören zum Lernprozess dazu und sind wichtig als Sprungbett für weiteren Erfolg.

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Warum und wie sollte man Chinesich lernen

Warum und wie sollte man Chinesisch lernen

Lernt man eine Fremdsprache, muss man sich von den Denkgewohnheiten der Muttersprache lösen und sich ganz auf die Fremdsprache einlassen. Das ist besonders schwierig, wenn man seine erste Fremdsprache lernt.

In einigen Fremdsprachen sind die Wörter schwierig richtig auszusprechen (zum Beispiel Russisch), andere haben eine komplizierte Grammatik (Latein, Griechisch, Sanskrit) und bei anderen muss man ein oft schwieriges Alphabet lernen (Altgriechisch und Russisch sind dabei noch relativ einfach)

in Chinesisch ist die Aussprache und die Grammatik relativ einfach, dafür ist die Schrift sehr umfangreich, da  für jedes Wort eine einzigartige Kombination von Silbensymbolen verwendet wird. Dazu kommt, dass die Silben in vier verschiedenen Tonhöhen ausgesprochen werden können und dann immer eine andere Bedeutung haben.

In der Chinesichen Sprache gibt es etwa 400 Silben, aber da sie mit verschiedenen Tonhöhen ausgesprochen werden können haben sie etwa 1600 verschiedene Bedeutungen.

Im Sumerischen, das auch eine Silbenschrift hat, gibt es etwa 1000 verschiedene Silbenzeichen. Insofern wurde für Chinesich und für Sumerisch dieselbe Denkweise angewendet, um die Schrift zu entwickeln.Aus der unterschiedlichen Zeichenanzahl kann man schließen, dass die Silben im Sumerischen nicht mit verschiedenen Tonhöhen ausgesprochen wurden bzw ihre Bedeutung sich nicht änderte und dass deshalb mehr Silben und Zeichen dafür benötigt wurden.

Wenn man Chinesisch lernt, sollte man nicht nur die Wörter und ihre Aussprache lernen, sondern unbedingt auch die Schriftzeichen und ihre Darstellung in der pin-yin Lautschrift. Lernt man nur das Sprechen, verzichtet man auf das wichtigste Element der chinesischen Sprache, da man sich nur damit das reichhaltige kulturelle chinesische Erbe aneignen kann.

Warum sollte man Chinesisch lernen?

  • Über 1 Milliarde Menschen sprechen Chinesisch
  • China ist bereits jetzt eine der wichtigsten Volkswirtschaften
  • China besitzt eine reichhaltige zum Teil jahrtausende Jahre alte Literatur
  • das Lernen der chinesischen Sprache ist ein ausgezeichnetes Gehirntraining und fördert vor allem das assoziative Denken.

Für mich persönlich sind die beiden letzten Punkte am wichtigsten, da ich gerne das Tao Te King von Laotse im Original lesen möchte und auch die Schriften der vielen anderen alten chinesischen Weisen.

Wie kann man als Autodidakt Chinesisch lernen?

  • Training der Schriftzeichen und ihre Aussprache mit der Apps vom Konfuzius Institut, da damit die Schriftzeichen, die Lautausspracheschrift pin-yin und die Aussprache in allen Kombinationen gelernt wird.

Jeden Tag kann man etwa neun Schriftzeichen lernen und so die 400 wichtigsten Schriftzeichen in etwa 40 Tagen lernen.

  • Langenscheidt Intensiv Sprachkurs Chinesisch mit System.

Er enthält wichtige Erklärungen zur pin-yin Schrift und die Aussprache aller Texte auf CDs

In dem Buch Langenscheidt Schreibübungsbuch Chinesisch wird die richtige Abfolge der Striche für 570 Schriftzeichen gezeigt.

youtube

Auf youtube gibt es mehrere Videos, die sich mit der Chinesichen Sprache beschäftigen.

Ergänzend sollte man sich auch die Videos mit der Chinesichen Musik ansehen, da ihre Melodien an die Aussprache der Chinesichen Sprache erinnern.

Konversation und Schriftverkehr mit Muttersprachlern

Das ist heute mit Hilfe des Internet kein Problem und man sollte es versuchen, sobald man etwas Chienesich gelernt hat.

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Gehirntraining mit Fremdsprachenlernen

Fremdsprachenlernen ist ein ausgezeichnetes Training für unser Gehirn, da es  damit neue Denkweisen trainieren kann

Ausserdem können wir die Lebensweise anderer Menschen besser verstehen und damit viele Vorurteile abbauen,  die wir in dem eigenen Sprachraum erworben haben. In jeder Sprache sind viele Vorurteile verankert, die uns blind machen und unser Urteilsvermögen in die Irre führen.

Welche Fremdsprachen sollten wir  lernen?

Für einige Berufe müssen bestimmte Fremdsprachen gelernt werden, wie zum Beispiel:

  • Latein, Altgriechisch und Hebräisch für katholische Pfarrer
  • für Mediziner und Biologen ist Latein und Altgriechisch hilfreich, da viele Fachwörter in diesen Fächern von diesen Sprachen abgeleitet wurden.
  • Für die meisten anderen Berufe  ist Englisch nützlich, da es die global verwendete Sprache ist

Alle diese Sprachen ( außer Hebräisch ) gehören zu der indogermanischen Sprachfamilie und besitzen deshalb eine sehr ähnliche Grundstruktur.

Damit unser Gehirn richtig herausgefordert wird, ist es gut auch Sprachen aus anderen Sprachfamilien zu lernen, wie

Chinesisch

Arabisch

In allen oben genannten Sprachen gibt es eine reichhaltige Literatur.

Für Chinesisch und Arabisch müssen auch noch andere Schriftsysteme gelernt werden, was noch stärker motivierend für das Lernen ist, nach dem Motto Je schwerer, je lieber.

Wie können wir alle diese Sprachen in einem überschaubaren Zeitraum lernen?

Als erstes Ziel sollten ca. 2000 Wörter und die wichtigste Grammatik gelernt werden, so dass man beginnen kann zu lesen und ein Gespräch in der Fremdsprache zu führen

Das zweite Ziel ist die Beherrschung von ca. 5000 Wörtern und ein umfassenderes Verständnis der Grammatik, so dass man auch ohne Wörterbuch fast jede Literatur lesen kann.

Das erste Ziel kann in etwa einem Jahr erreicht werden und das zweite Ziel in etwa 2-3 Jahren

Für Chinesisch und Arabisch wird wohl mehr Zeit benötigt, da die Struktur beider Sprachen von den indogermanischen Sprachen sehr verschieden ist und die mühelose Beherrschung der Schriften mehr Zeit benötigt.

Welche Hilfsmittel gibt es, um diese Sprachen im Selbststudium zu lernen?

Die online Babelkurse sind sehr zu empfehlen, die Sprachkurse von Langenscheidt und die Sprachkurse von Sprachenlernen 24

Bei Babbel wird auch die Aussprache kontrolliert, was sehr hilfreich ist, um eine gute Aussprache zu trainieren.

Für Chinesisch und Arabisch sind vor allem die Kurse von Langenscheidt zu empfehlen da sie auch die Schriftsysteme lehren. Sprachenlernen 24 behandelt nicht die chinesischen Schriftzeichen und ist deshalb relativ nutzlos.

Bei Sprachenlernen24  wird die arabische Schrift nicht trainiert, was im Vergleich zu Langenscheidt ein deutlicher Nachteil ist.

Die Kurve  von Fremdsprachen24 sind  nur auf  DVD oder MP3. Es gibt kein gedrucktes Begleitbuch, was ich als Nachteil empfinde.

Für das Lernen der wichtigsten 300 chinesischen Schriftzeichen ist die Apps vom Konfuzius – Institut in Frankfurt zu empfehlen, da damit die Schriftzeichen im Wechsel mit ihrer Pin-yin darstellung und der Aussprache trainiert werden. Mit ca. 300 Schriftzeichen kann man bereits einfache chinesische Literatur lesen.

Pro Tag kann man damit ca. neun Schriftzeichen lernen, so dass man ca. 40 Tage benötigt. Das ist natürlich ein großer Motivationsschub. Wenn man danach ca. 10 neue Schriftzeichen pro Tag lernt, beherrscht man die 5000 Schriftzeichen in 500 Tagen.

Anki ist ein hervorragendes kostenloses Softwareprogramm, mit dem man nach der Karteikartenmethode von Leitner Fakten dauerhaft im Langzeitgedächtnis verankern kann.

Auf jeder Kareteikarte sollte man eintragen:

  • fremdes Wort
  • deutssche Übersetzung
  • Aussparhe
  • Beispielsatz
  • Bild

Gelernt wird in allen Kombinationen.

Diese Mnemorierungsmethode wird auch von Babbel, Sprachenlernen 24 und Langenscheidt angewendet.

Langenscheidt verkauft auch ein Schrifttrainingsbuch für Chinesisch. Damit kann man 570 Zeichen lernen. In diesem Buch wird gezeigt, in welcher Abfolge die Striche gezogen werden sollen, aus denen sich ein chinesisches Schriftzeichen zusammensetzt.

Natürlich ist es Ehrensache, dass man das Schreiben mit Pinsel und Tusche trainiert, denn das Schreiben ist ein meditativer Vorgang, der sehr gut die Feinmotorik trainiert. In der Schule habe ich mir eine miserable Handschrift angeignet, da ich gezungen wurde, mit der rechten Hand zu schreiben.

Das hat mich allerdings motiviert, in den Schulferien Schreibmaschine mit 10 Fingern zu schreiben.

Sollte man jede Sprache getrennt von den anderen lernen oder kann man mehrere Sprachen parallel lernen?

Nach meiner Erfahrung genießt es das Gehirn, wenn man völlig verschiedene Dinge parallel lernt. Wenn man keine Kontrolle ausübt, geschieht das von alleine, indem man nach einiger Zeit die Lust verliert sich mit einem Gegenstand zu beschäftigen und sich auf etwas anderes konzentriert. Das lässt sich aber auch bewusst nutzen, indem man mehrere Dinge parallel lernt und sich dazu einen Plan macht, damit man die Übersicht behält, wie oft und wie lange man jedes Gebiet lernt.

Beim Sprachenlernen ist es zu empfehlen jeweils eine der einfacher zu lernenden europäischen Sprachen zu lernen und dazu entweder eine alte Sprache wie Latein, Griechisch, Hebräisch oder Sanskrit oder eine der beiden schwieriger zu lernenden Sprachen wie Chinesisch oder Arabisch. 3 Sprachen parallel zu lernen ist kein Problem.

Wie lange sollte man jeden Tag jede Sprache lernen ?

Das hängt etwas von dem Konzentrationsvermögen ab. Aber nach meiner Erfahrung ist es gut, ca. 30 Minuten für jede Sprache aufzubringen, damit man nicht nur das bereits gelernte wiederholt sondern auch ausreichend viele neue Wörter, Grammatik oder Texte lernt.

Wenn man eine Sprache bereits so gut beherrscht, dass man Literatur lesen kann sollte man das Sprachenlernen durch tägliches Lesen von fremdsprachiger Literatur ergänzen, da das sehr gut ist, neue Wörter und grammatische Strukturen zu trainieren.

Ergänzen sollte man das durch Ansehen von Filmen und Fernsehsendungen in der Fremdsprache. Es ist wichtig, dass man  längere Zeit in die Fremdsprache eintaucht, weil wir dann anfangen, direkt in der Fremdsprache zu denken und nicht versuchen, mühsam aus der Muttersprache in die Fremdsprache zu übersetzen.

Im Internet können wir auch via Skype mit anderen Menschen in ihrer Muttersprache sprechen.  Auch  Babbel und Lernsprachen24 bieten dafür Plattformen an.

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