Dalai Lama und globale Ethik

Der Dalai Lama hat eine kleine Schrift veröffentlicht, in der er darlegt, dass es wichtiger ist eine globale Ethik zu entwickeln, als sich auf die Religionen zu verlassen.

Der Appell des Dalai Lamas an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion

Er stellt darin  fest, dass alle Religionen ihre eigene Glaubenslehre als die einzig wahre darstellen und  dass sie selbst  ihre Macht misbrauchen oder dass sie  von anderen für deren Machtgier misbraucht werden.

Er geht von der Annahme aus, dass die Menschen  ein natürliches Bedürfnis haben,  Gutes zu tun und anderen Menschen zu helfen  und dass sich auf diesem  gemeinsamen Nenner eine globale Ethik aufbauen läßt.

Anmerkung von mir:  Ich zweifle daran, dass diese Annahme stimmt,  denn die abscheulichen Verbrechen all der Diktatoren  sind nur verständlich,  wenn man annimmt, dass diese Menschen  diese Anlagen nicht besitzen und das gilt auch für einige der Religionsführer über die Jahrhunderte.  Denn Inquisition, Hexenverbrennung und Selbstmordattentate lassen sich nicht mit  den Religionen erklären, die genau das Gegenteil davon lehren.

Es ist  erstaunlich,   dass die fanatischen Anhänger  von Religionen und Ideolgien   diesen alten und überholten  Ideen  immer noch sklavisch folgen, ohne selbständig und kritisch zu denken.

Etstaunlich ist der  Satz des Dalai Lamas, dass man am meisten von seinen Feinden lernen kann, den  er auch  auf die Chinesichen Regierungen  anwendet, die im Laufe der letzten Jahrzehnte  ca. 800000 Tibeter  gefoltert und ermordet haben  und große Teile der Tibetischen Kultur zerstört haben.

Anscheinend haben die Machthaber in China immer noch nicht verstanden,  dass die hohle kommunistische Ideologie nicht ausreicht,  um Menschen  einen Sinn in ihrem Leben finden zu lassen.

Dabei  würden die Chinesen selbst am meisten davon profitieren, wenn sie ein friedliches Abkommen mit dem Dalai Lama schließen würden, denn nur er hat die Autorität dazu  und nach seinem Tode könnte sich auch eine Guerillabewegung in Tibet entwickeln, die nach dem Vorbild von Mao tätig wird und da es in China viele  unterdrückte Minderheiten gibt, könnte das leicht zu einem Flächenbrand in China führen und die Chinesische Gesellschaft zerstören. Wir haben in Yugoslawien beobachten können,  wie selbst längst vergangene  historische Ereignisse die Menschen aufputschen können, die dann ihre eigene Gesellschaft  bedenkenlos zerstören.

Anscheinend spekulieren die Chinesen aber darauf, dass sie die Tradition der Wiedergeburt des Dalai Lamas misbrauchen können, um nach dem Tod des Dalai Lamas eine Marionette nach ihrem Gutdünken einzusetzen.

Dabei übersehen sie aber, dass sie sich damit selbst lächerlich machen, denn sie würden damit die Lehren des Tibetischen Buddhismus anerkennen und dazu kommt, dass der Dalai Lama diese Tradition beenden nöchte, damit sie nicht von den Chinesen für ihre Machtgier misbraucht werden kann.

Mich wundert ohnehin, dass die Chinesen  einer,  ihnen eigentlich wesensfremden Ideologie,   sklavisch folgen und nicht  aus ihrer  eigenen Kultur schöpfen.

Taoismus, Konfuzianismus und Buddhismus  haben sich jahrhundelang in China bewährt. Sie müsten wahrscheinlich nur etwas  an  das technische Zeitalter angepasst werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

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