Buddha und die Wiedergeburtslehre

Hinduismus und Buddha

Im Hindusismus wird gelehrt, dass Menschen mehrfach wiedergeboren werden, bis sie die Erleuchtung erlangen.

Buddha bestätigt das in seinen Lehrreden.

Er  stellt es als allgemeine Tatsache hin, dass Asketen einen geistigen Versenkungszustand erreichen können, in dem sie alle ihre Wiedergeburten erfahren können.

Bisher gibt es keinen einzigen Fall einer Wiedergeburt, die wissenschaftlich anerkannt wurde.

Wie lässt sich also dieser Widerspruch lösen, denn es ist klar, dass Buddha kein Lügner war.

Wir müssen wohl annehmen, dass Yogis und Buddha wirklich in tiefen Versenkungszuständen ihre vielfachen Wiedergeburten erfahren haben und deshalb überzeugt waren, dass sie selbst vielfach wiedergeboren wurden.

Lamarck

Die plausibelste Annahme wäre, dass wichtige Lebenserfahrungen in der DNA gespeichert und an die Nachfahren vererbt werden. Lamarck hat diese Annahme bereits am Anfang des 19. Jahrhunderts beschrieben. Sie wurde später aber immer wieder von anderen Wissenschaftlern abgelehnt.

Wir wissen heute, dass in der DNA riesige Informationsmengen gespeichert werden können und warum sollte in der Evolution nicht die Fähigkeit entwickelt worden sein, wichtige Lebenserfahrungen weiterzuvererben ?

Wie könnte man das wissenschaftlich überprüfen ?

  • am besten wahrscheinich mit buddhistischen Meditationsmeistern.
  • Meister miteinander vergleichen, deren Vorfahren dieselben Erfahrungen gemacht haben, mit solchen, deren Vorfahren andere Lebenserfahrungen gemacht haben.

Buddhisten sind geistig sehr flexibel und aufgeschlossen und der Dalai Lama hat mehrfach erklärt,  dass die Buddhisten ihre Lehren ändern müssen, falls die Wissenschaften sie als fehlerhaft oder ergänzungsbedürftig finden.

Natürlich gäbe es anfangs ein großes Problem für Hinduisten und Buddhisten, weil sie auf der Wiedergeburtslehre aufbauen.

Vielleicht müssen wir aber auch anerkennen, dass nicht nur unser Körper durch die DNA geprägt wird, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben, sondern auch unsere Persönlichkeitsstruktur mit von den Lebenserfahrungen all unserer Vorfahren geprägt wird.

Buddha argumentiert, dass Asketen sich  an bis  zu 100 000 Wiedergeburten erinnern können. Rechnet man mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 30 Jahren, wären das 3 Millionen Jahre. Der erste Mensch soll vor ca. 5 Millionen Jahren entstanden sein.

Also ist dies eine sehr erstaunliche Zeitangabe von Buddha. Hat sich die Fähigkeit, Lebenserfahrungen zu vererben etwa erst vor 3 Millionen Jahren entwickelt oder ist die angenommene durchschnittliche Lebensdauer einer Generation falsch oder wurden früher die meisten Kinder  viel früher gezeugt ?

Das könnte man herausfinden, wenn man untersucht,  an was sich die Versuchsteilnehmer erinnern.  Sie dürften sich nur an ein Leben als Kinder oder junge Erwachsene erinnern.

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