Teil2: Was können wir aus der Verhaltensforschung lernen. Sind Menschen einzigartig

Prof. Robert Sapolsky  an der  Stanford University in den USA, hat viele Vorlesungen und Vorträge auf youtube veröffentlicht, die wir nach und nach alle hier besprechen werden.

Als Einstieg stellen wir hier seinen Vortrag über die Frage kurz vor, ob Menschen einzigartig sind.

The Uniqueness of Humans | Dr. Robert Sapolsky Class Day Lecture 2009

Als erstes stellt Prof. Sapolsky fest, dass Menschen Säugetiere sind, die viele körperliche Merkmale mit anderen Säugetieren gemeinsam haben. Sie haben aber auch viele ähnliche Verhaltensweisen:

  • Beobachtungen und Versuche in den letzten Jahrzehnten belegen, dass nicht nur der Mensch Werkzeuge gebraucht, sondern dass auch Schimpansen und Bonobos Werkzeuge gebrauchen und anderen ihren Gebrauch zeigen.
  • Andere Primaten können auch gleichartiges ethisches Verhalten wie Menschen zeigen, aber auch kriminelle Aktionen durchführen und ihre Artgenossen ermorden.
  • Andere Primaten können sich auch in ihre Artgenossen hineinversetzen und ihr Verhalten vorhersehen, sie sind aber nicht dazu imstande, das sekundäre Verhalten durchzuspielen, wie es zum Beispiel Schachspieler tun.

Ein besonders interssantes Ergebnis sind die Versuche mit Primaten, wie sie sich verhalten, wenn sie eine Aufgabe lösen und dafür belohnt werden.

  • Der Dopamingehalt im Gehirn steigt bereits, sobald das Signal gegeben wird, dass eine Aufgabe gelöst werden soll.
  • Wenn die Belohnung nur in 50% der Fälle erfolgt, steigt der Dopamingehalt enorm an.
  • Wenn die Belohnung nur in 25% der Fälle erfolgt, wird nicht damit begonnen, die Aufgabe zu lösen.

Soweit wir bisher wissen, unterscheiden sich Menschen von allen anderen Primaten dadurch, dass sie sich sehr lange Zeit einer Aufgabenlösung widmen können ( manchmal viele Jahre oder sogar Jahrzehnte ).

———————————————————————————————————-

Kommentar:

Es könnte sein, daß Menschen sich viele kurze Etappenziele stellen und sich auch nach kürzeren Zeiträumen belohnen.

Zumindest wird immer wieder empfohlen, den Lernprozeß in kürzere Lernziele zu unterteilen und sich nach Erreichen eines Teilzieles zu belohnen.

Dieser Beitrag wurde unter Verhaltensforschung abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s