Gute Vorsätze und Jahresrückblick

Gute Vorsätze

Zu Beginn eines neuen Jahres  fassen viele Menschen gute Vorsätze, was sie im neuen Jahr alles erreichen wollen. Sie setzen sich aber meist nur Ziele ohne den Weg genau zu planen, wie sie sie erreichen wollen. Sie handeln also wie jemand, der in der Ferne eine hohe Bergspitze sieht und wünscht sie zu besteigen, aber noch nicht einmal den Weg kennt, wie er zu dem Berg gelangt  oder abschätzen kann, wie viel Zeit er dafür braucht.

Er wird also die Bergspitze wahrscheinlich nie betreten.

Jahresrückblick

Im Fernsehen sind Jahresrückblicke sehr beliebt, da es preiswert ist, aus verschiedenen Sendungen Ausschnitte zusammenzustellen. Besonders störend finde ich es, wenn bei einem Rückblick auf Schlager die Schlager nicht bis zu Ende dargeboten werden, sondern durch seichte Kommentare abgeschnitten werden.

Menschen neigen wohl seltener dazu, ihren persönlichen Jahresrückblick zu machen, wahrscheinlich, weil es frustrierend ist, zu erkennen, wie wenig man von den vielen guten Vorsätzen zu Jahresanfang erreicht hat.

Wie können wir also erreichen, dass wir in Zukunft gerne einen Jahresrückblich durchführen, weil wir sicher sind, dass wir unsere guten Vorsätze erreicht haben ?

Das Geheimnis Methode der winzigen Schritte.

Wir müssen uns gute Gewohnheiten aneignen, so dass es uns leicht fällt, unser Ziel in kleinen, aber stetig aufeinenader aufbauenden Schritten  zu erreichen.

Das Ziel muss in ein langfristiges,  mehrere mittelfristige und viele kurzfristige Ziele unterteilt werden.

Das Lernen einer Fremsprache ist ein gutes Beispiel:

langfristiges Ziel:  Fremsprache in Wort und Schrift so gut beherrschen, dass man mit Fremdsprachlern in iher Sprache sich flüssig unterhalten und schriftlich kommunizieren kann.  Zeit dafür  2 Jahre.

Dafür muss man ca. 3000 Vokabeln und die wichtigste Grammatik beherrschen und mehrere fremspachige Bücher lesen und  sich öfters mit Fremdsprachlern unterhalten.

mittelfristiges Ziele:  In einem Jahr 1500 Vokabeln und die einfachste Grammatik lernen und  nehrere  leicht zu lesende  fremdsprachige Bücher   lesen.

kurzfristige Ziele im 1. Jahr:    Jede Woche 30 Vokabeln lernen und 1 Kapitel Grammatik lesen und sich soviel wie möglich einprägen.

Methoden, um diese Ziele zu erreichen:

  • Zeitplan  in einer Kalkulationstabelle erstellen, mit allen Zielen
  • Sprachkurs belegen, wie online Babbel ( eines der besten Sprachprogramme, die ich kenne. Siehe meine Blogpost onine-Kurse: mit Babbel Fremdsprachen lernen).
  • Karteikastenmethode nach Leitner anlegen, in dem alle Wörter, die man bei der Lektüre neu findet,  eingefügt werden.  Entweder Kasten mit Karteikarten anlegen oder ein Softwareprogramm verwenden oder besser noch beide Methoden, da sie sich ergänzen.

2.  Jahr.  als Grundlage dasselbe wie im ersten Jahr, aber mehr Wert auf Lektüre und Diskussionen mit Fremdsprachlern lernen.

Das Ziel ist, direkt in der Fremdsprache zu denken und nicht immer erst von der eigenen Sprache in die Framdsprache zu übersetzen.

Keine Scheu haben, Fehler zu machen. Die gehören zum Lernprozess und amüsieren wahrscheinlich den Fremdsprachler.

Belohnung nach Zielerreichung:  Urlaub in einem Land, in dem die Fremsprache gesprochen wird. ( man sollte sich natürlich vorher gut überlegen, welche Fremdsprache man lernen will und ob man dann auch das Land besuchen möchte )

Meine Tochter lernt Fremdspachen, weil sie die Länder besuchen möchte. Ich lerne Fremdsprachen, weil das ein ausgezeichnetes Gehirntraining ist und ich sehr neugierig bin, die Kultur anderer Länder zu verstehen. Und das geht am besten, wenn man die Fremdsprache so gut beherrscht, dass man die Literatur dieser Kultur relativ leicht lesen kann. ( also ohne Wörterbuch )

Meine Tochter belohnt sich also, indem sie das Land besucht, ich, indem ich mir eine kleine Bibliothek mit fremdssprachigen Büchern zulege ( Ebooks und schön gedruckte und gebundene Bücher )

Zum Abschluss noch 2 lesenswerte Bücher (Ebooks) , wie man sich gute Gewohnheiten aneignen kann.

Mare Green

Gewohnheiten. Diese Gewohnheiten verschaffen Ihnen mehr Disziplin, Motivation und Erfolg im Leben.

Dieses Buch ist eine  gut lesbare Einführung in das Thema. Besonders wichtig ist Kapitel 5: Die Schritte, um negative Gewohnheiten in Positive umzuwandeln

In diesem Kapitel wird der Begriff Gewohnheitsschleife eingeführt und beschrieben, dass eine Gewohnheitsschleife aus Reiz, Routine und Belohnung besteht.  Aus dieser Erkenntnis wird abgeleitet, wie man schlechte Gewohnheiten ablegen kann.

Stephen Guise

Mini Habits. Smaller Habits, Bigger Results

Diese Buch beschreibt, dass man mit kleinsten Schritten beginnen soll, die jeden Tag wiederholt werden sollen, bis sich eine Gewohnheit entwickelt hat, was nach Forschungsergebnissen  60 Tage bis 250 Tage dauern kann.

Stephen Guise legt den Erfolg dieser Methode an vielen Beispielen dar und ergänzt sie durch Zeugnisse von Menschen, die sie erfolgreich angewendet haben.

Leider ist das Buch etwas langatmig, da häufig dieselben Aussagen wiederholt werden.

Aber die Methode ist erfolgreich, wie ich selber ausprobiert habe.

Sie wird praktisch durch die kurzfristigen Ziele eingeübt. Jeden Tag zum Beispiel  5 neue Vokabeln lernen.

Sie kann aber für alle Gewohnheiten angewendet werden, die man sich aneignen möchte.

 

 

 

 

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