Optimal lernen, Klavier zu spielen. Teil 2

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Optimal lernen Klavier zu spielen.                    Teil 1

Tips zum Lernen eines Musikinstruments      Teil 1,    Teil 2


Chuan Chang hat sehr detailliert beschrieben, wie das Klavierspielen richtig geübt werden sollte, damit der Spieler auch schwierigere Stücke in relativ kurzer Zeit meistern kann.

Hier sind seine wichtigsten Ratschläge:

Für ein neu zu lernendes Musikstück:

  • Musikstück sorgfältig lesen
    • Tonart und Takt beachten
    • gibt es Wiederholungen
    • optimalen Fingersatz eintragen
  • Musikstück auswendig lernen
    • zuerst getrennt für rechte und für linke Hand
      • immer 2 bis 3 Takte lernen
        • wenn man sich daran erinnert, die nächsten 2 bis 3 Takte lernen
    • alle 4 bis 6 Takte wiederholen
      • so fortfahren, bis das ganze Stück auswendig für jede Hand gelernt ist ( 1 bis 2 DIN A 4 Seiten )
    • keine Angst haben, dass man etwas vergißt. Das Vergessen ist wichtig, damit sich der Stoff bei der nächsten Wiederholung dauerhafter im Langzeitgedächtnis verankert
  • Musikstück auswendig spielen. Zuerst getrennt abwechselnd die rechte und die linke Hand trainieren
    • jede Hand 5 bis 10 mal spielen, jeweils 2 bis 3 Takte, überlappend
      • Fingersatz überprüfen und wenn nötig einen anderen Fingersatz wählen
      • den Körper und insbesondere die ruhende Hand immer wieder entspannen.
    • treten technische Schwierigkeiten auf, diese Stellen zuerst trainieren
      • wenn nötig immer nur 2 Noten spielen und damit fortfahren, bis die Stelle durchgespielt ist.
      • die Stelle so oft wiederholen, bis man sie flüssig spielen kann
      • ist die Stelle immer noch zu schwierig, mit 2 Noten beginnen und jeweils eine Note hinzunehmen und die schwierige Stelle schrittweise durchspielen
      • ein oder mehrere Noten mit der anderen Hand mitspielen: Eine Hand lernt von der anderen Hand.
  • Musikstück mental, ohne Klavier üben
    • getrennt für beide Hände
      • Notenbild visualisieren
      • Fingerbewegungen vorstellen und den Bewegungsablauf fühlen
    • Musik hören
    • Musikstück aus dem Gedächtnis auf Notenpapier schreiben und mit dem gedruckten Musikstück vergleichen
  • Geschwindigkeit für beide Hände schrittweise auf das 1,2 bis 1,5 fache der geforderten Geschwindigkeit erhöhen
  • mental die Geschwindigkeit so hoch wie möglich erhöhen.
    • treten mentale Fehler auf, diese Stellen am Klavier und mental alleine üben, bis sie richtig gespielt werden.
    • Fehler werden im Gehirn erzeugt und müssen deshalb auch im Gehirn korrigiert werden. Deshalb nützen rein mechanische Wiederholungen nicht viel. Dadurch wird nur das motorische Gedächtnis trainiert, das aber versagt, wenn bei einer Vorführung ein Fehler gemacht wird.
  • kann das Musikstück getrennt für beide Hände mit den erhöhten Geschwindigkeiten fehlerfrei auswendig gespielt werden, anfangen, beidhändig zu spielen
    • einmal durchspielen und die technisch schwierigen Stellen kennzeichnen
    • diese schwierigen Stellen alleine üben
      • ab und zu wieder beide Hände getrennt üben
        • nie versuchen, das Tempo mit beidhändigem Spielen zu erhöhen,
          • wenn das noch nicht geht. Tempo und Technik immer nur separat mit jeder Hand trainieren.
      • mit Metronom prüfen, ob das Tempo richtig gespielt wird
        • Metronom nur kurzfristig verwenden. Andauernder Gebrauch hindert die Entwicklung des musikalischen Ausdrucks, der das wichtigste Ziel ist
      • ab und zu mit beiden Händen bei halbem Tempo spielen, um die Technik zu überprüfen
  • kann man das Musikstück beidhändig fehlerfrei mit dem richtigen Tempo spielen, den musikalischen Ausdruck verbessern
    • Melodiebögen beachten
    • Lautstärke beachten

Immer an mehreren Musikstücken parallel arbeiten:

  • ein Musikstück lesen und Fingersatz eintragen
  • ein Musikstück auswendig lernen
  • ein Musikstück separat mit jeder Hand trainieren, so dass Technik und Tempo stimmen
  • ein Musikstück beidhändig trainieren
  • ein Musikstück musikalisch richtig interpretieren

 

Wenn ein Musikstück zufriedenstellend gespielt werden kann, es einige Wochen ruhen lassen, bis man vieles vergessen hat.

  • danach erneut die Arbeitsschritte wie bei einem neu zu lernenden Stück durchgehen
    • man wird erfahren, dass dies jetzt sehr schnell geht.
  • dadurch wird das Langzeitgedächtnis gestärkt.
  • Fehler werden erkannt, die Technik und der musikalische Ausdruck werden verbessert.
  • das Repertoire durch mentales Training aktiv erhalten
    • jeden Tag ein Stück oder wenn es sehr umfangreich ist, einen Teil davon mental und am Klavier spielen.
    • beim mentalen Üben zufällig von einer Stelle zu einer anderen vorwärts und rückwärts springen. Hände separat und gemeinsam mental spielen.
    • fühlen, wie sich die Muskeln in den Händen bewegen und wie die Hände sich entspannen. Dieses entspannte Gefühl beim Spielen am Klavier nachempfinden.

Wenn die Konzentration nachläßt, aufhören zu lernen und eine Pause einlegen.

  • Maximal 3 bis 4 Stunden pro Tag lernen.
    • Ausreichend lange schlafen. Das Gehirn lernt im Schlaf weiter.
  • ausgewogen ernähren. Das Gehirn verbraucht bei konzentriertem Lernen viel Kalorien.
    • Körperlich bewegen

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Anmerkung:

Chuan Chan beschreibt sehr ausführlich, warum diese Abfolge von Lernschritten optimal geeignet ist, um in relativ kurzer Zeit auch schwierige Musikstücke zu meistern und sich ein umfangreiches Repertoire anzueignen.

  • Er warnt ausdrücklich davor, rein mechanische Fingerübungen zu machen, wie die von Hanon zum Beispiel.
  • Tonleiterübungen, Arpeggien und ähnliches hält er aber für wertvoll, da sie in klassischer Musik viel verwendet werden und dadurch viel Zeit gespart wird, um ein Musikstück technisch zu meistern.

 

 

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Optimal lernen, Klavier zu spielen. Teil 1

Alte Vorstellungen über das Erlernen des Klavierspiels

 

Seit  den großen Komponisten für Klaviermusik und den Klaviervirtuosen,  gibt es viele falsche Vorstellungen, wie das Klavierspielen gelernt werden sollte:

  • sehr viele technische Übungen
  • viele Stunden pro Tag üben

Diese falschen Vorstellungen werden durch die Aussage bekräftigt, dass man ca. 10 000 Stunden intensiven und konzentrierten Übens benötigt, bis man ein Topspieler wird.

Dieses Vorurteil  wurde durch die Forschungen von K.A.Ericsson etabliert,  die  er in  folgender Grafik zusammengefasst hat:

10000Stunden

Das Tückische an diesem Vorurteil ist, das es anscheinend durch wissenschaftliche Forschungen gut belegt ist.

Aber diese Forschungen belegen nur, wie groß der Aufwand ist, wenn mit veralteten oder sogar schädlichen Trainingsmethoden gearbeitet wird.

Diesen Bericht werde ich deshalb in einer  anderen Blogpost detaillierter diskutieren.

 

Moderne Methoden zum Erlernen des Klavierspiels

Chuan  C. Chang hat  – basierend auf den Lehrmethoden von Mlle. Yvonne Combe und vielen eigenen Forschungen  –   ein  detailliertes Buch geschrieben:

Chuan  C. Chang

Fundamentals of Piano Practice

Third Edition

Dieses Buch  hat 274 Seiten und kann   von seiner Webseite kostenlos runtergeladen werden

Bei Amazon gibt es dieses Buch für die Kindle-Lesegeräte und als Taschenbuch.

  • Chang kritisiert die herkömmlichen Trainingsmethoden, wie Czerny, Hanon etc., weil sie nicht wirkungsvoll sind und es viel bessere Trainingsmethoden gibt.
  • er beschreibt sehr detailliert, wie richtig geübt werden sollte und wie technische Schwierigkeiten am besten überwunden werden können
  • an Musikstücken zeigt er genau, wie die verschiedenen Trainingsmethoden angewendet werden sollten
  • er gibt einen umfangreichen Überblick der Pianoliteratur, die er teils kritisiert, teils zum ergänzenden Lesen empfiehlt

Einige der Erkenntnisse von Chang können auch auf das Erlernen anderer Musikinstrumente übertragen werden, insbesondere natürlich auf alle Instrumente mit einer Pianotastatur.

 

 

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Tips zum Lernen eines Musikinstruments. Teil 1

In den letzten Jahrzehnten wurde untersucht, wie die Trainingsmethoden verbessert werden können, um Spitzenleistungen im Sport  oder auf anderen Gebieten zu erzielen.

Diese  Erkenntnisse  wurden auch auf das Lernen von Musikinstrumenten übertragen.

Für jedes Musikinstrument muß eine  darauf abgestimmte Spieltechnik trainiert werden. Es gibt aber psychologische Methoden und Trainingsratschläge, die sich  auf das Lernen aller Musikinstrumente anwenden lassen.

Will man Spitzenleistungen erreichen, wird folgendes empfohlen:

  • jeden Tag maximal 3 bis 4 Stunden üben, unterteilt in Zeitabschnitte von ca. 40 Minuten.  Danach immer eine   Pause einlegen.
    • immer voll konzentriert üben
    • läßt die Konzentration nach, eine Pause einlegen und etwas anderes machen
  • einen Übungsplan ausarbeiten, in dem die langfristigen und die kurzfristigen   Übungsziele beschrieben werden.
    • ein Logbuch führen, in dem die Schwierigkeiten beschrieben werden, die beim Üben auftreten und die Methoden, wie sie überwunden werden sollen.
  • ohne Instrument üben: Das Üben in allen Einzelheiten visualiseren und mit allen Sinnen empfinden.
  • bei neuen Übungen zuerst in Zeitlupe üben, damit die Feinmotorik genau beobachtet werden kann.
    • schrittweise die Geschwindigkeit steigern und ab und zu mit Zeitlupenübungen ergänzen.
  • Musik vom Blatt lesen und mit allen Sinnen empfinden.
    • Fingersätze eintragen
    • Anmerkungen zur Interpretation  im Logbuch  aufschreiben
  • Musik auswendig lernen
  • Musik hören und sehen, wie  professionelle Spieler spielen.
    • auf youtube gibt es viele Vorträge  von Virtuosen, die auch jahrzehntelange Lehrerfahrungen haben.

 

Musikinstrument als Hobby lernen

Die obigen Ratschläge gelten ebenfalls, aber die Übungszeit pro Tag kann kürzer sein. Dabei sollte aber klar sein, dass  Musikstücke, die als besonders schwer zu spielen eingestuft werden,  nicht  gespielt werden können.

  • Das sollte man aber nicht unbedingt als einen Verlust empfinden, da diese Musikstücke oft extra für Virtuosen komponiert wurden, damit diese ihre überragende Spieltechnik demonstrieren können.
    • Aber das ist nicht das Wichtigste in der Musik.

Mit dem Erlernen eines Musikinstrumentes wird die Feinmotorik, das Gedächtnis, das Gehör und die Intelligenz gefördert.

Das Wichtigste aber ist die erlebte Freude, wenn sich Erfolge einstellen und man anfängt, die Musik selbst zu interpretieren.

Das ist auch ein  anschauliches Beispiel, was bei der Informationsbearbeitung geschieht:

  • Ziele vorgeben
  • Fakten suchen und bewerten
  • Fakten verknüpfen und visuell darstellen
  • Methoden entwickeln, wie die Ziele mit dem geringsten Aufwand erreicht werden können

 

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Music, played on digital accordions

 Sounds of digital accordions

For several years accordions are available, which sound are created digitally.

The sounds of  natural instruments  have been analyzed mathematically and  with that knowledge, the sounds are synthetically created.

These digital accordions can therefore create sounds from guitars, violins etc.   But because the accordion cannot simulate the playing techniques of these instruments, one can hear, that there is a difference in the sounds.

The company Roland seems to be the leading company, producing digital accordions.

What are the benefits of these instruments ?

  • compared to traditional accordions, they offer a much larger  variety of sounds.
  • the keyboard of the button accordions can be switched from C- to  B
  • melody bass ( M3 ) is included
  • compared to traditional top accordions, they are much cheaper

What are the drawbacks ?

  • a traditional accordion has sound characteristics, which make it a special instrument. Each one has its own   „personality“.
  • the feeling to play the instruments is different

What should one do ?

  • try to master a traditional accordion,   up to some degree
  • if one has the money, buy also a digital accordion and enjoy, to play also music with a lot of other instrumental  sounds

Should one use an accordion with a button key or with  a piano keyboard  ?

  • if one plays also piano, keyboard or organ, then the natural choice may be a piano keyboard
  • if one focuses on the accordion alone, then one should use a chromatic button accordion
    • much larger variety, how to play
      • much less work to master to play different musical scales
    • it is quite easy to cover more than 1 octave with the right hand. There is no difference for the left hand between piano accordion and button accordion.

Links

Here are some links to music, played with the digital accordions from Roland:

This should be compared with music, played with a classical top accordion.

 

A fair comparison depends on many factors like:

  • Player:  how good does he  master his   instrument and how good does he interpret the music
  • how good is the instrument
  • how good is the recording of the music
  • and what is also very  important:  do we like this piece of music ?

( I use  he, because of the limitation of natural languages.   Perhaps we should use in  the future   heshe,  hisher and  himher ?  :- )

 

 

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How do mantras influence our brain ?

Mantras have a tradition, which goes back many thousands of years.

In old times,  people believed, that  they  could  get help from the gods, in whom they believed, if they recited mantras  in the proper way.

But if one hears mantras,  recited in Sanskrit and in Hindi, one will experience an astounding difference.

  • For this experiment  Headphones should be used.

Just hear different recitations of the Gayatri mantra:

  1. Link
  2. Link
  3. Link 
  4. Link
  5. Link
  • Which  recitation do you love most ?
  • What do you experience, when you hear them ?

The recitation of the Sri Guru Gita mantra by Amma is especially impressive.

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Music of baroque music composer Marin Marais

I like baroque music very much and especially music, which is played on the viola da gambe.

Music from Marin Marais is fascinating to hear.

 

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Vivaldi, played on button accordion by Hrustevich Vilnius

The  four seasons from Vivaldi were composed by him for the violin. But when one hears it as played by Hrustevich, one will admit, that it sounds, as if Vivaldi had originally composed it for the accordion.

The four seasons

Here are the four seasons, played on the violin by Julia Fischer

If one compares both, one should also consider, that Julia Fischer plays together with many other instruments.

And last, but not least, the four seasons played in a combination of asian and western instruments and with throat singers.

If you have heard that fascinating music, just go on and hear also the other music, performed by Tafelmusik.

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Classical music played on Accordion by Ksenija Sidorova

Ksenija Sidorova plays on her piano accordion from Pigini,   with meldody bass,   many well known classical music, but also some modern ones, which are not so well known.

Therefore here a    link   ,  where she plays   compositions   from Alfred Schnittke,  Revis Farytale , Vladimir Zubitsky and Astor Piazzolla.

These music compositions demonstrate, what is possible with a modern accordion with melody bass.

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Accordion Music, played by Annie Gong

On  youtube are many  videoclips, in which Annie Gong plays a large variety of music on her  digital piano accordion from Roland.

It is not only rewarding to hear her play, but also, how she enjoys and performs  music.

Here is one link, to start with:

Spanish Gipsy Dance

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Informationsspeicherung auf Glasscheibe

360 Terabyte optischer Glaspeicher

  • Wissenschaftler an der Universität Southampton in England haben einen optischen Speicher entwickelt  ( „Super Man “ ) , der so groß ist wie eine 2 Euro Münze und in dem bis zu 360 Terabyte gespeichert werden können. Das entspricht   1 Million Bücher,  jedes 500 Seiten, wenn sie nur Text enthalten.
    • Enthalten sie Bilder, wird mehr  Speicherplatz dafür benötigt.
    • Deshalb setzen wir vorsichtshalber einmal  nur 100 000 Bücher an
    • Selbst die größten Büchereien der Welt passen dann in eine Aktentasche.
  • Da der Speicher aus Glas besteht,  soll er  eine Lebensdauer bis zu 13 Milliarden Jahren haben, wenn er bei Temperaturen unter 190 Grad  gelagert wird und unbegrenzt, wenn er bei Zimmertemperatur gelagert  wird.
    • bei solchen Angaben bin ich immer sehr skeptisch, da sich das nicht messen läßt. Das sind also nur Vermutungen. Aber es wäre schon beruhigend zu wissen, wenn dieses Speichermedium zumindest solange Informationen speichern kann wie die Keilschrifttafeln der Sumerer, also  ca. 5000 Jahre.

Aussicht:

Diese Technologie wird wahrscheinlich in wenigen Jahren allgemein  verfügbar sein. Die Hardware für die Speicherung riesiger Datenmengen macht also extrem schnelle Forschritte.

  • Was  uns dann noch fehlt ist die intelligente Software, damit diese Datenbestände erschlossen werden können  und eine Standardisierung für die Codierung und die Hardware.
    • diese Software muss so intelligent und kreativ sein, dass sie für uns alles liest, an dem wir interessiert sind und   diese Informationen so aufbereitet  und mit Hyperlinks ausstattet,  dass es sich wie ein sehr guter  Review-Artikel von maximal 100 Seiten lesen läßt.
      • außerdem müssen natürlich alle Fremdsprachen in eine Sprache unserer Wahl übersetzt werden und das muß besser sein, als es ein einzelner professioneller Übersetzer unserer Zeit kann.
      • einen Go-Master schlagen ist dagegen eine kleine Herausforderung für einen Supercomputer 🙂
    • Was nutzen uns diese riesigen  Datenspeicher aber, wenn  wir nach 10 Jahren nicht mehr die passende Hardware haben,   um sie zu lesen ?

Ein Problem besteht aber weiterhin:

Unsere  technische Zivilisation  muss ebenfalls über lange Zeiträume existieren und das ist bei der globalen Dummheit der heutigen Menschheit  unwahrscheinlich.

  • Uns fehlt also immer noch ein Speichermedium, das mit einfacherer Technik genutzt werden kann.
  • Das sind wahrscheinlich Keramikscheiben, auf denen mit Lasern Bücher in  Microschrift eingebrannt werden können und die mit Mikroskopen gelesen werden können  ( eine primitivere Zivilisation ohne Computer,  wie die der Menschheit im 19. Jahrhundert,  hatte bereits Mikroskope entwickelt )
    • gedruckte Texte können von intelligenten  Wesen wahrscheinlich entziffert werden,  vor allem, wenn wir noch ein gutes Tutorial voranstellen.
    • Wir sollten alle Informationen außerdem  in einer Symbolschrift wie Bliss-Symbolics schreiben . Leider gibt es dafür immer noch keine gute Software, mit der es leicht ist,  Artikel in dieser Schrift zu schreiben und  in einer oder mehreren Fremdsprachen den Klartext darunter. Das wäre eine dankbare Aufgabe für Programmierer der open source Gemeinschaft.
      • Grundwortschatz in Symbolics  ( oder einer ähnlichen, noch zu entwickelnden Symbolschrift )  muss als Standard immer unverändert bleiben. Werden neue Symbole benötigt, müssen sie nach sehr genauen Regeln erstellt werden. Nur dadurch kann vermieden werden, dass nach einigen Jahrhunderten die Texte nicht mehr verstanden werden.
      • in  der  alten indischen  Sprache Sanskrit gibt es eine ausführliche Grammatik, die an die Regeln von Computersprachen erinnert und eine Schrift, die die Aussprache genau wiedergibt. Die Schrift ist aber keine Symbolschrift, sondern sie soll die genaue  Aussprache ermöglichen, weil die heiligen Texte der Inder genau ausgesprochen ( eigentlich gesungen ) werden müssen, damit sie ihre Wirkung entfalten .
        • das läßt sich überprüfen, wenn man  auf youtube Mantras in Sanskrit und  in Hindi sich anhört. Dabei Kopfhörer tragen und darauf achten, wie sich die Mantras  „anfühlen“. Man merkt den deutlichen Unterschied in den Fingerspitzen.

Links

Bytes auf Papier    in Dirks Logbuch

Artikel und Videoclip   über den   360 Terabyte Glasscheibenspeicher

Datenspeicher   auf Wikdipedia.de

Artikel: Wie viel Gigabyte Information  kann das Gehirn speichern ?

  • der  Autor vermutet  1000 Gigabyte =  1 Terabyte
    •  diese Zahl halte ich aber für viel zu klein, denn wir können uns an viele Bildeindrücke erinnern.
      • Man muß dabei auch unterscheiden, ob wir Informationen aktiv  jederzeit aus unserem Gehirn abrufen können oder ob wir dafür einen Reiz benötigen.

Artikel: Forscher speichern digitale Informationen in DNA

  • Aussage: 100 Millionen Stunden  Videobänder  in hoher Auflösung  passen in eine Tasse voll mit DNA-Molekülen.
  • Zitat:  „Ein großer Vorteil ihres Verfahrens sei die sehr hohe Genauigkeit bei der Entschlüsselung der DNA-Daten, berichten die Wissenschaftler.“
  • Zitat: „Weltweit kursierten etwa drei Zettabyte an digitalen Daten – also 3000 Milliarden Byte.“
    • Die Aussage kontrollieren wir mal ( siehe Wikipedia Zettabyte )
      • 1 Zettabye = 10^21  byte  =  10^9  Terabyte
      • 3000 Milliarden Byte sind dagegen nur  3*10^12 = 3 Terabyte. Also ist die Umrechnung des Autors in dem obigen Artikel  falsch
        • die Verwendung von Namen für sehr kleine oder sehr große Zahlen finde ich nicht hilfreich.  Besser ist es, direkt die Potenzschreibweise zu verwenden.
      • Die Wissenschaftler machen sehr optimistische Aussagen über die Speicherung digitaler Informationen  in DNA. Ich erwarte aber mehr von der Speicherung in der Glasplatte.
        • es könnte vielleicht auch noch eine Zwitterlösung entwickelt werden, wie es in der Nanotechnologie gemacht wird. Biologische Strukturen werden wie ein Stempel verwendet und in nanotechnischen Produkten abgebildet.

Artikel:   Auf der Suche nach dem Engramm-Wie und  Wo  speichert das Gehirn Informationen

  • in diesem Artikel werden Versuche beschrieben, wie Informationen im Gehirn gespeichert und wieder abgerufen werden können. In diesen Versuchen werden die hirnelektrischen Potentiale gemessen und aus ihrer Stärke und zeitlichem Verlauf Rückschlüsse gezogen, wo im Gehirn die Informationen gespeichert sein könnten und wie sie wieder akiviert werden könnten.

 

Langzeitgedächtnis

Schlußfolgerungen:

  • Aus dem Artikel, dass  riesige Mengen digitaler  Informationen in DNA- Molekülen gespeichert werden können und aus dem Artikel „Suche nach dem Engramm“, kann man die Vermutung ableiten, dass Gedächtnisinhalte, die im Langzeitgedächtnis gespeichert sind, vielleicht in veränderten DNA-Molekülen gespeichert werden.
    • was einige Forscher in der menschlichen DNA als „Müll“ bezeichnen, könnten eventuell Langzeitgedächtnisinhalte sein, die nicht notwendigerweise im Gehirn sondern in vielen Zellen im Körper gespeichert sind.
    • wir könnten in der Spekulation noch einen Schritt weiter gehen:  Es gibt keine Wiedergeburt, aber lebenswichtige  Erfahrungen und Fähigkeiten  unserer Vorfahren können in der DNA von Generation zu Generation weitergegeben werden.
      • Das würde auf plausible Weise auch erklären, wie Begabungen von einer Generation zur nächsten weitergereicht werden.
        • Das Problem ist ja, dass das Gehirn des Embryos sich erst entwickelt. Die Begabung der Eltern kann also nicht durch Verknüpfungen im Gehirn gespeichert sein. Bleibt also nur noch die DNA als Informationsspeicher übrig.
        • Und wenn  „Begabungen = gespeicherte Informationen über Lebenserfahrungen der Vorfahren“ in der DNA gespeichert werden können,  dann müssen bereits während der Lebenszeit der Vorfahren Informationen in deren DNA gespeichert werden.
      • müßte an Waisenkindern untersucht werden, die nie ihre Eltern kennengelernt haben
      • interessant wäre auch,  zu prüfen,   welche Begabungen Menschen haben ,  die einen gemeinsamen Elternteil haben oder an welche   „Wiedergeburten “   sich soche  Menschen erinnern.

 

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