Auswahlkriterien für eine Blockflöte

Geschichte der Blockflöte

 

Viele, die als Kind einmal Blockflöte gelernt haben, hörten  nach ein paar Jahren auf, sie zu spielen.

  • Die Blockflöte wird häufig als  einfach zu lernendes Musikinstrument betrachtet, das etwas für kleine Kinder ist und mit dem man keine anspruchsvolleren Musikstücke spielen kann.
    • Das ist aber ein Vorurteil.

Die Blockflöte war von der Renaissance im 16. Jahrhundert bis zum Ende der Barockzeit im 18. Jahrhundert ein wichtiges Musikinstrument und insbesondere die Altblockflöte wurde von vielen Virtuosen gespielt.

Im 19. Jahrhundert wurde die Blockflöte vergessen und als sie im 20. Jahrhundert wiederentdeckt wurde, wußte niemand mehr,  wie die noch erhaltenen , einige Jahrhunderte alten  Blockflöten, richtig zu spielen sind.

Insbesondere verstand man nicht, wozu die beiden unteren Löcher eine Doppelbohrung hatten und ließ sie deshalb bei Neuanfertigungen von Blockflöten einfach weg.

Für diese vereinfachten Blockflöten wurde dann eine Griffweise entwickelt, die als „Deutsche Griffweise“ bekannt ist.

Damit wurde aber verhindert, dass viele virtuose Musik, die von ca. 1500 bis Ende 1800 für die Blockflöte komponiert wurde, noch richtig gespielt werden konnte.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts  wurden die noch erhaltenen alten Blockflöten genau vermessen, originalgetreu nachgebaut und Virtusoen entwickelten die richtige Spielweise dafür.

Diese Blockflöten werden heute als Blockflöten mit barocker Griffweise bezeichnet.

Es gibt eine ganze Blockflötenfamilie:

  • Sopranino
  • Sopran
  • Alt
  • Tenor
  • Bass
  • Großbass
  • Kontrabass

Für alle diese Blockflöten gibt es zwar dieselben Griffe, aber jeweils für unterschiedliche Töne.

  • Sopranino und Alt haben dieselbe Griffweise
  • Sopran und Tenor haben dieselbe Griffweise
  • wie geht es weiter ?  für  Alt und Bass usw ?

 

Blockflötenmusik auf youtube

Auf youtube gibt es viele Videos, in denen Virtuosen  oder Ensembles  Blockflötenmusik spielen.

Hier eine kleine Auswahl:

  • Für die Suche    Blockflötenmusik    oder das Englische Wort für die Blockflötenmusik recorder music        eingeben.

Ensembles

Hier sieht man einige sehr  lange  Blockflöten  und wie sie im Ensemble klingen:

The Royal Wind Music

Virtuosen

Dorothee Oberlinger

Giardino Armonico

Denis de La Rochefordiere

Junge Blockflötenspieler

Mu-Chien Chen spielt Czardas – Monti

Chen zeigt, dass mit der Blockföte auch modernere Musik ausdrucksstark und klangvoll gespielt werden kann, die Blockföte also ein vollwertiges Musikinstrument ist.

Lucie Horsch spielt Ungarische Tänze von Brahms


Nach diesen Appetithappen die Frage:

Welche Blockflöte soll man spielen ?

  • nur Blockflöten mit barocker Griffweise kaufen
  • Traditonell  gilt die Altblockflöte als das Virtuoseninstrument und dafür dürfte es die meiste Solomusik geben. Da der Klang voller ist, klingt sie auch als Einzelinstrument sehr gut.
    • Beherrscht man die Griffweise dafür, ist es auch nicht schwer, die Bass-Blockflöte zu spielen.
    • sind die Hände zu klein, eine Altblockflöte mit Klappen wählen.
  • Blockföten werden traditionell aus Holz gefertigt, aber es gibt heute auch Blockflöten aus Kunststoff
    • für Anfänger gut geeignet, aber auch als Zweitinstrument zum Üben
  • ein umfangreiches Angebot  von Markenhersteller- Blockflöten   ist auf der Webseite von Margret Löbner   Blockflötenzentrum Bremen
    • Aulos
    • Küng
    • Moeck
    • Mollenhauer
    • Yamaha

Spielt man intensiv Blockflöte, sollte man sich im Laufe der Zeit mehrere kaufen, damit die Flöten  zwischendurch   immer wieder gut trocknen können. ( Vermeiden von Schimmelpilzen  ).

Nach Gebrauch gut trocken wischen, trocknen lassen und ab und zu mit Öl für Blockflöten einölen.  Die Kork-Dichtungsringe  mit Hirschtalg einreiben, wenn die Blockflöte aus mehreren Teilen besteht.

Eine Kunststoff-Blockflöte  kann man mit lauwarmem Wasser waschen und dann trocknen lassen.   ( aber nur, wenn der Block nicht aus Holz ist )

Blockflötenschulen

Nur Blockflöten und Blockflötenschulen für barocke Griffweise wählen.

Einige Blockflötenschulen suggerieren, dass man die Blockflöte spielend leicht erlernen kann.

Das ist falsch.

Als vollwertiges Musikinstrument  benötigt sie auch einen längeren Lernprozess und möglichst tägliches Spiel, damit  ihre Möglichkeiten voll ausgeschöpft werden können.

 

Zusammenspiel mit anderen Instrumenten und Singstimmen

 

Blockflöten können wahrscheinlich mit allen Musikinstrumenten und Singstimmen kombiniert werden.

Sehr reizvoll ist zum Beispiel Sopranblockflöte und Melodiebass-Akkordeon.

Das Akkordeon spielt dann die 2. und die 3. Stimme

 

 

 

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Auswahlkriterien für ein Akkordeon

 Entwicklungsgeschichte des Akkordeons

Die ältesten Ursprünge für die Mundharmonika gehen bis ins alte China zurück.

Aus der Mundharmonika wurde im 19. Jahrhundert das Akkordeon entwickelt.

Es ist also noch ein sehr junges Musikinstrument und deshalb wurde in den über  100 Jahren seit seiner Erfindung auch viel experimentiert.

Es gibt 2 Hauptklassen von Akkordeons:

  • diatonische
  • chromatische

Mit den diatonischen   ( verschiedene Töne auf Zug und Druck ) können nur Musikstücke in einigen wenigen Tonleitern gespielt werden.

Mit den chromatischen Akkordeons können alle Tonleitern und deshalb auch  fast alle Musikstücke gespielt werden.  ( sakrale Orgelmusik, für die ein vollständiges Pedal benötigt wird, kann nicht gespielt werden )

Im folgenden konzentriere ich mich deshalb nur auf die chromatischen Akkordeons.

Hier gibt es  Unterschiede, wie die  linke  Seite ( Bass-Seite )  und die rechte Seite ( Diskantseite ) des Akkordeons ausgelegt sind:

  • auf der Diskantseite gibt es Tasten wie bei einem Klavier oder Knöpfe, die meist in 5 Reihen angeordnet sind.   (   3 Reihen sind verschieden, 2 der 3 Reihen werden wiederholt )

Spielt man auch Klavier, Keyboard oder Orgel, so empfiehlt sich  mit großen Vorbehalten das Piano-Akkordeon ( siehe hier weiter unten )

Ist das Akkordeon das Hauptinstrument, sollte ein Knopfgriff-Akkordeon gewählt werden, da es folgende Vorteile bietet:

  • man kann fast 2 Oktaven mit einer Hand greifen
  • für das Spielen aller C-Dur-Tonleitern benötigt man nur 3 verschiedene Griff-Folgen, ähnlich für die Moll – Tonleitern )
  • der wichtigste Vorteil  gegenüber einem Piano-Akkordeon zeigt sich bei einem Melodiebass-Akkordeon  ( oder Converter-Akkordeon )
    • Hier sind die Griff-Folgen im Diskant und im Bass fast identisch für Tonleiterfolgen.
      • sind auf der Bass-Seite nur die typischen kleinen Bassknöpfe, kann man mit dem Daumen nicht in der 2. und 3. Reihe spielen wie auf der Diskantseite und dadurch ergeben sich doch einige Unterschiede.
      • bei einem Melodiebass-Akkordeon mit Pianotastatur auf der Diskantseite muss man aber 2 völlig  verschiedene   Griffarten auf beiden Seiten üben und das ist ein sehr großer Zustatzaufwand.
        • deshalt würde ich für ein  Melodiebass- oder Converter-Akkordeon nie eine Pianotastatur auf der Diskantseite wählen.
  • wegen der Wiederholung der 2 Knopfreihen auf der Diskantseite,  gibt es sehr viele Griffmöglichkeiten, so dass  Musik, die auf dem Klavier sehr schwer zu spielen ist, sich leichter auf dem Knopfgriff-Akkordeon spielen läßt.
    • natürlich gibt es Klavierstücke, deren Charakter von der Tonerzeugung und der Spielweise des Klaviers abhängen und sich deshalb nicht für das Akkoredon eignen. ( digitale Roland Akkordeons haben einen dynamischen Tastendruck und ahmen damit auch ein Klavier schon etwas besser  nach )

Ein Nachteil ist, dass alle Knöpfe gleich sind, was die Orientierung auf der Tastatur erschwert. Man sollte  deshalb einige Knöpfe mit einer fühlbaren Markierung ausstatten lassen.  (  beim  C-Griff- Akkordeon   zum Beispiel     c , g, d .

  • Rationaler wäre beim C-Griff Akkordeon allerdings, folgende Knöpfe zu markieren:
    •   fis,  cis, h ,  denn wenn man diese Knöpfe unter dem Mittelfinger hat,  gilt.
      • Daumen auf c  –  Mittelfinger auf fis  –  kleiner Finger  auf c, aber eine Oktave höher
      • Daumen auf g –  Mittelfinger auf cis  – kleiner Finger auf  g, aber eine Oktave höher
      • Daumen auf  d – Mittelfinger auf h  – kleiner Finger auf d, aber eine Oktave höher
    • c, g, und d liegen bei dieser Markierung also immer unter dem Daumen oder unter dem kleinen Finger, wenn man die Markierung mit dem Mittelfinger  spürt. Und bei einem chromatischen Akkordeon sollte man den alten Hut aufgeben, irgendeine Tonleiter zu bevorzugen.

Die Knopfgriff-Akkordeons  unterscheiden sich auch noch, wie die Diskant-Knöpfe angeordnet sind  ( ist historisch  bedingt und schwer zu ändern )

  • man unterscheidet  C-Griff  ( in Deutschland verbreitet )  und B-Griff  ( in Osteuropa verbreitet  und in einigen anderen Ländern )

Auf der linken Seite sind beim chromatischen Akkordeon die Standardbass-Akkorde für    die verschiedenen Dur- und Mollakkorde angeordnet , von denen sich auch der Name „Akkordeon“  herleitet.

Bei den sogenannten  Melodie-Bassakkordeons   (   Converter- Akkordeons   ), kann man  in 3 Reihen die Akkorde ausschalten, so dass mit diesen Knöpfen nur noch Einzeltöne gespielt werden können  ( es gibt auch noch einige alte Akkordeons mit sogenanntem vorgelagerten Melodiebass. Dann kann man Melodiebass und Standardbass kombinieren. Musikalisch und spieltechnisch sehr reizvoll, aber diese Akkordeons sind sehr teuer. )

  • damit kann man auf einem  Converter-Akkordeon  polyphone Musik  in der sogeannten „engen Lage“  spielen. ( bis zu 4 Stimmen, erfordert allerdings schon viel Training  )
  • es gibt auch Akkordeons, bei denen die Knöpfe auf der Bass-Seite nur Einzeltöne spielen können.
    • Der richtige Vorteil ergibt sich aber erst, wenn dann die Bass-Knöpfe größer als bei Akkordeons mit Standardbass  sind, so dass man auch auf der linken Seite mit dem Daumen  in der 2. und 3. Reihe spielen kann. Diese Akkordeons gibt es meines Wissens nicht als neue Akkordeons  zu kaufen.  Pigini hat vor vielen Jahren eines hergestellt. ( ich besitze eines, aber leider mit B-Griff. Das muß ich erst einmal auf C-Griff umbauen lassen. Der Aufwand, auch B-Griff zu  lernen ist einfach untragbar hoch, wenn man C-Griff beherrscht  )

 

Welches Akkordeon soll man wählen ?

  • soll das Akkordeon das Hauptinstrument sein, empfiehlt sich ein Knopf-Griffakkordeon  mit C-Griff  und mit Standard- und Melodiebass. ( sogenanntes Converter-Akkordeon ). Damit kann man fast jede Musik spielen. ( Ausnahmen sind die Musikstücke, die auf den Klang und die Spielweise eines Musikinstrumentes hin komponiert wurden. Aber selbst virtuose Violinstücke werden von Akkordeonvirtuosen überzeugend vorgetragen. Und würde man die Violin-Interpretation nicht kennen, würde man die Akkordeon-Interpretation wahrscheinlich lieben.
  • der Nachteil ist, dass neue Instrumente extrem teuer sind.
  • deshalb ist zu überlegen,  ob man direkt ein elektronisches  Knopfgriffakkordeon von Roland kauft, das folgende Vorteile bietet:
    • es kann zwischen C- und B-Griff gewählt werden
    • es ist ein Converter-Instrument
    • es ist mit den Stimmen vieler anderer Musikinstrumente ausgestattet.
    • es gibt Akkordeons  mit 2 Oktaven Tonumfang ( für Anfänger oder für Reisen ), 4  und 6 Oktaven.
  • Für Kinder und Anfänger ist das Instrument mit 2 Oktaven für lange Zeit ausreichend. Später kann ein Instrument mit 4 oder 6 Oktaven gekauft werden oder ein klassisches Knopfgriff-Akkordeon.

Auf youtube gibt es viele Videos, auf denen Virtuosen auf klassischen Akkordeons und auch auf Roland – Akkordeons,  klassische  Musik, aber auch Volksmusik und Popmusik spielen.

  • Das zeigt, wie vielfältig das Akkordeon heute verwendet werden kann und dass es sich zu einem vollwertigen Orchesterinstrument entwickelt hat.

Es fehlen nur noch überragende Komponisten für dieses noch recht junge Instrument, die seine Möglichkeiten voll nutzen.

  • Vielleicht werden Sie es  ?

Links zu Akkordeonmusik auf youtube

klassische Akkordeons:

  1.  Klassische Musik
  2.  Klassische Musik

elektronische, digitale Akkordeons von Roland

FR 1 X

FR3 Xb

FR 8x

 

Von welcher Firma sollte man ein klassisches Akkordeon kaufen ?

Wählt man ein klassisches Akkordeon, sollte man sich als erstes die Instrumente der führenden Markenfirmen ansehen.

Ein gebrauchtes Instrument kauft man am besten von einer Fachwerkstatt für Akkordeons, die auch Garantie darauf gibt.

Ältere Akkordeons können in einem sehr schlechten  inneren Zustand sein, den man nicht von außen sieht und Reparaturen können dann sehr teuer werden. ( viel teurer als der Preis des gebrauchten Akkordeons )

Digitale Akkordeons

Es gibt Akkordeons mit Midi-Einbauten, mit denen man das klassische Akkordeon und zusätzlich Begleitinstrumente spielen kann.

Da man dafür aber ein klassisches Akkordeon benötigt, sind diese Akkordeons extrem teuer, wenn man sie neu kauft.

Meines Wissens stellt bisher nur Roland digitale Akkordeons her. ( Bugari stellt neuerdings ein klassisches Akkordeon mit Roland-Technologie her. Es gibt aber noch keine technischen Details darüber.  Das dürfte vom Preis her auch eher etwas für Virtuosen sein )

Die Preise sind:

FR 1Xb    ca. 1700, euro

FR 3Xb  ca. 2500,- euro

FR 8Xb  ca.  5500,- euro

Ein klassisches Converter-Akkordeon mit Midieinbau kostet neu ein Mehrfaches.

Trotzdem sollte man sich nicht davon abhalten lassen, auch ein klassisches Akkordeon auszuprobieren.

Sein Klang und seine Spielweise sind schon faszinierend und  jedes höherwertige Instrument besitzt seine eigene „Persönlichkeit“.   ( in ein paar Jahrhunderten sind die teurer als jede Stradivari. Also eine exzellente Geldanlage 🙂  )

Ein Kompromiss könte sein, dass man mit dem FR1 Xb anfängt. Man kann dann auch  mit Kopfhörer spielen  und  es problemlos auf Reisen mitnehmen.

  • die Technik ist dieselbe wie bei den größeren Akkordeons von Roland. Unterschiede gibt es in den eingebauten Lautsprechern und in der Stimmenvielfalt anderer Instrumente. Die benötigt man am Anfang aber nicht.
  • die Lautsprecher sind unwichtig, wenn man eine externe Verstärkeranlage verwendet.

Und wenn man „Feuer“ gefangen hat,  ein  klassisches  Akkordeon kaufen.

Bis dahin wird man auch genau wissen, was das Wunschinstrument ist.

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Auswahlkriterien für ein Digitalpiano

Welcher Hersteller

Es gibt viele Hersteller von Digitalpianos, die führenden sind wohl:

Alle 4 bieten Digitatalpianos  mit unterschiedlicher Ausstattung an. Bei vergleichbarer Aussattung sind die Preise in etwa gleich.

 

Welches Digitalpiano sollte man wählen ?

Digitalpiano wird nur als Ersatz verwendet

Betrachtet man das Digitalpiano als Ersatz für ein klassisches Klavier oder Konzertflügel, so wird man darauf Wert legen, dass diese möglichst genau nachgeahmt werden:

  • Tastenanschlag gleichartig
    • Nebengeräusche beim Drücken oder Loslassen der Tasten müssen auch nachgeahmt werden
    • Die benötigte Anschlagstärke der Tasten muss auf der Bass-Seite am stärksten sein und zur Sopranseite schrittweise schwächer werden ( progressiver Anschlag )
  • Klang möglichst gleich
  • 3 Pedale

Werden diese Anforderungen erfüllt, kann man relativ problemlos auch ein klassisches Klavier oder einen klassischen Flügel spielen.

  • Für alle Profi-Pianisten oder die,  welche es  werden wollen, also unbedingt nötig.

 

Digitalpiano wird als neuartiges, selbständiges Musikinstrument verwendet

Betrachtet man das Digitalpiano als ein eigenständiges, neues Musikinstrument, so kann man auf die Nebengeräusche der Tasten und ihre variiende Anschlagstärke verzichten.

Auch der Klang  muss nicht ein  klassisches Klavier möglichst genau nachahmen, sondern er muss einfach nur gut gefallen.

  • tiefe, volle Bässe
  • Nachklingen beim Loslassen der Taste, damit Schwebetöne entstehen können.

Der Anschlag einer Taste sollte aber einen deutlichen Druckpunkt haben ( um gut piano spielen zu können )  und die Anschlagstärke sollte sehr differenziert möglich sein, denn das ist ein besonderer Reiz beim Spielen eines Pianos, weil man damit ein Musikstück sehr ausdrucksstark spielen kann.

Wie sollte man also seine Kaufentscheidung treffen ?

  • Die Webseiten der Hersteller ansehen
  • Die Digitalpianos auswählen, die in dem gewählten Preisrahmen alle Anforderungen erfüllen.
  • Auf youtube sich diese Instrumente anhören. Problem dabei ist, dass die Aufnahmequalität schlecht sein kann, was einen falschen Eindruck von der Qualität des Digitalpianos vermitteln würde.
  • in einem Musikgescäft  verschiedene Digitalpianos anhören und selber spielen. Keine Scheu haben, wenn man ein Anfänger ist. Die Tasten verschieden stark anschlagen  von der Bass-Seite bis zur Sopranseite und den Klang anhören.
  • eventuell ein sehr gutes, gebrauchtes Digitalpiano kaufen
    • Preise im Internet vergleichen
    • Instrument aber unbedingt selbst ansehen und ausprobieren
      • genau alle technischen Daten von dem gebrauchten Instrument mit einem vergleichbaren neuen Instrument vergleichen.
      • Die technische Weiterentwicklung geht sehr schnell voran, so dass auch der Preisverfall bei gebrauchten Digitalpianos sehr groß ist.

 

Preisbereiche für neue Digitalpianos

 

  • Im Bereich zwischen 500 bis 1000 Euro gibt es bereits Digitalpianos mit recht gutem Klang,  aber die Tastatur ist noch nicht so gut.
  • Zwischen 1000,- bis 2000,- Euro werden sowohl die Tastaturen als auch die Verstärker und Lautsprecher deutlich besser
  • Zwischen 2000,- bis 3500,- euro werden fast alle Wünsche erfüllt
    • einen guten Konzertflügel können sich wahrscheinlich die wenigsten leisten oder zu Hause aufstellen.
    • Ein Digitalpiano in dieser Preisklasse kann aber sowohl das Spielgefühl als auch den Klang täuschend ähnlich  nachahmen.   ( zumindest für den Hobbymusiker )

 

 

 

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Tips zum Lernen eines Musikinstruments Teil 3

Welches Musikinstrument soll man lernen ?

Als Kind wählt man das Musikinstrument oft, weil der Klang gefällt oder die Eltern es wünschen.

Wenn man älter wird,  sollte man diese Entscheidung überdenken und  auch andere Musikinstrumente ausprobieren.

 

Welche Auswahlkriterien sollte  man anwenden ?

  • will man nur eine spezielle Musikrichtung spielen ?
  • will man im Prinzip alle Musikrichtungen spielen können ?
  • will man als Solist spielen,  aber auch mit anderen zusammen ?
  • will man immer nur andere begleiten  ?

 

Einfluß auf unser Gehirn:

Es gibt aber auch noch andere  Auswahlkriterien, wenn man mit Hilfe eines Musikinstrumentes sein Gehirn intensiv  und umfassend trainieren möchte.

  • Tasteninstrumente,  die  gleichberechtigt mit beiden Händen gespielt werden können ( polyphone Musikinstrumente )
    • Klavier
    • Orgel
    • Akkordeon mit Melodiebass
    • Harfe und Zither ( keine Tasten, aber beide Hände können unabhängig spielen )
  • bei allen anderen  Musikinstrumenten sind die beiden Hände nicht gleichberechtigt.

Meines Wissens gibt es noch keine systematischen wissenschaftlichen Untersuchungen,  welchen unterschiedlichen Einfluß das Spielen der verschiedenen Musikinstrumente auf unsere Gehirnstrukturen  hat.

Untersuchungen der Gehirnaktivitäten und der Ausprägung von Gehirnstrukturen  von Profimusikern  belegen aber,  dass es einen großen Einfluß gibt. Und Untersuchungen zeigen, dass das beidhändige Spielen auf dem Klavier einen gesundheitsfördenden Einfluss nach einemSchlaganfall hat.

 

Elektronische Musikinstrumente oder klassische Musikinstrumente ?

Elektronische Musikinstrumente sind   soweit entwickelt, dass sie den Klang und auch die Spielweise klassischer Musikinstrumente sehr gut nachahmen  können.

  • Sie besitzen den großen Vorteil, dass sie mit Kopfhörer gespielt werden können, so dass man niemanden  mit dem Üben stört.
    • Ein Anfänger, der Geige  lernt, kann auch den gutmütigsten Menschen erzürnen :- )
  • mit vielen elektronischen Musikinstrumenten kann auch der Klang anderer Musikinstrumente nachgahmt werden. Da  aber die Spielweise nicht nachgeahmt werden kann, ist das nicht richtig befriedigend.
  • für das Lernen ist es hilfreich,  wenn man  ein  Musikstück aufzeichnen und abhören kann. Dann erkennt man leichter Fehler, wie unterschiedliche Tempi  oder fehlende Betonungen.
    • eine Gefahr bei elektronischen Musikinstrumenten ist, dass sie zu viele Möglichkeiten bieten und damit  eher zu Spielereien damit verleiten als zum Üben des Musikinstruments.

 

 

 

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Tips zum Lernen eines Musikinstruments Teil 2

Musikstücke auswendig lernen:

Ich folge den Ratschlägen, die Chuan Chan 

in seinem umfangreichen Buch beschreibt.

Als Kernaussage betont er immer wieder, dass ein neues Musikstück auswendig gelernt werden sollte und zwar mit allen Arten unseres Gedächtnisses:

  • Sehen und im Gedächtnis bildlich vorstellen
  • Hören und im Gedächtnis hören
  • Beim Spielen den Bewegungsablauf der Finger und des ganzen Körper fühlen und im Gedächtnis nachempfinden

Chan betont auch, dass alle diese Gedächtnisarten trainiert werden sollten und beschreibt ihre Stärken und Schwächen und dass alle Gedächtnisarten miteinander verknüpft sind und damit das Langzeitgedächtnis stärken.

Bisher hatte ich das nicht beachtet und mich vor dem Auswendiglernen gedrückt. Aber bei schwierigeren Musikstücken zieht sich der Lernprozess endlos hin.

Chan verspricht, dass mit seinen Methoden die Lernzeit wesentlich kürzer ist und dass man sich ein umfangreiches Repertoire damit aufbauen kann.

Also ist die Versuchung so stark, dass ich den inneren Schweinehund überwinde und einen Selbstversuch starte.

Versuch:

  • 1  Tag:   visuelles Gedächnis answenden:   Ein sehr einfach zu spielendes Musikstück für Klavier.  1 Din A 4 Seite
    • wie ich erfreut feststelle, gibt es zwar  4 Doppelzeilen ( je  eine Zeile für Sopran und für Bass ),  aber  jede Doppelzeile wiederholt sich einmal.
    • Außerdem  ist die Bassbegleitung sehr einfach oder es wird dieselbe Notenfolge verwendet wie im Sopran, nur an anderer Stelle.
    • das erfreut naürlich den inneren Schweinehund, schwächt ihn aber auch so stark, dass er mich gewähren läßt 🙂
    • am 1. Tag lerne ich also Sopran und Bass einzeln, zuerst nur mit dem visuellen Gedächtnis, da das bei mir am stärksten ausgeprägt ist.

 

  • 2. Tag:  Wiederholung mit visuellem Gedächtnis: naürlich weiß ich nicht mehr alles genau und wiederhole alles, bis ich mich wieder genau daran erinnere  ( nur visuelles Gedächtnis )
    • während des Tages spiele ich mehrmals  beide Hände auf meinem visuellen Gedächtnisklavier.

 

  • 3. Tag:  Motorisches Gedächtnis anwenden:  Ich spiele  mehrmals   jeweils  auswendig eine  Hand  5 bis 10 mal,  lass sie dann entspannt auf dem Knie ruhen und spiele die andere  Hand  5 bis 10 mal.
    • dabei stelle ich mir die Noten visuell vor.
    • ich stelle fest, dass es einige Konflikte zwischen visueller Vorstellung und Bewegung der Finger gibt und übe diese Takte solange, bis ich sie einwandfrei spielen kann.
    • am Schluss spiele ich noch jede Hand separat einmal durch
    • ich  spiele beide Hände  ohne Klavier und konzentriere mich dabei nur auf die Fingerbewegungen

 

  • 4. Tag:   visuelles Gedächtnis und motorisches Gedächtnis wiederholen: ich spiele abwechselnd virtuell beide Hände und stelle mir dabei visuell die Noten vor.
    • wenn ich mir visuell unsicher bin, prüfe ich die Fingerbewegungen und das hilft, die visuelle Vorstellung zu korrigieren.

 

  • 5 . Tag:  Tongedächtnis anwenden und visuelles und motorisches Gedächtnis weiter stärken:   ich spiele beide Hände separat  auswendig am Klavier und konzentriere mich dabei auf den Klang.
    • zuerst spiele ich noch sehr langsam, um den Klang mit der visuellen Vorstellung und mit den Fingerbewegungen zu verknüpfen.
    • schrittweise steigere ich das Tempo
    • ich fange an, mir visuell vorzustellen, mit beiden Händen zu spielen.
      • da ich das Stück jetzt sicher auswendig beherrsche, kann ich beliebig von einem Takt zu einem anderen springen. Macht richtig Spass.
      • das werde ich also in den nächsten Tagen anwenden, um am Klavier viele verschiedene Variationen zu spielen.

Der innere Schweinehund schläft anscheinend und gönnt mir   den schnellen Erfolg, wohl in der Gewißheit, dass er den längeren Atem hat 🙂

 

 

 

 

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Globale Ethik Teil 1

Vielfalt ethischer Vorstellungen

Religionen, die Weisheitslehren und die Philosophie beschäftigen sich seit ihren Anfängen, wie Menschen sich verhalten sollen.

Dabei können die Ziele  und die Begründungen für richtiges Verhalten sehr verschieden sein.

 

Globale Ethik

Da in unserer Zeit die Menschheit beginnt, sich bewußt zu werden, dass sie eine Einheit bildet und insgesamt dafür verantwortlich ist, wie  ihr Überleben gesichert werden kann, ist es notwendig, eine globale Ethik zu entwickeln, die von allen als verbindlich akzeptiert wird.

Als erstes  werde ich in den kommenden Blogposts zu diesem Thema  die Schriftenreihe von   Globethics   als Grundlage nehmen,  um  eine Übersicht der wichtgsten Ergebnsse zu erstellen.

Sehen wir uns den gegenwärtigen politschen Zustand auf der Erde an, ist klar, dass wir noch sehr weit von dem Ziel entfernt sind, eine allgemeingültige globale Ethik  auf der Erde durchzusetzen.

Aber eine Generation muß damit einmal anfangen. Warum also nicht unsere ?

Globale Business Ethik

Ich werde beginnen mit:

Global Survey of Business Ethics in Teaching, Training and Research

Editors:  Deon Rossuw and  Christoph Stückelberger

Globalethics.net  Global 5

Einige internationale Großkonzerne  missachten   globales ethisches Handeln und verstoßen eklatant dagegen.

Anstatt eine sehr lange Liste aller dieser Unternehmen zu erstellen, sollten die Firmen herausgestellt werden, die Vorbilder  für globales ethisches Verhalten sein können.

 

Wie  können diese Unternehmen charakterisiert werden:

  • wie ist ihr wirtschaftlicher Erfolg
  • was ist ihre Firmenphilosophie
    • sind diese Firmen sozial engagiert
    • sind die Mitarbeiter zufrieden
  • bezahlen sie ihre Steuern
  • sind diese Firmen besonders innovativ
  • welche Firmen sind ihre stärksten Konkurrenten und wie unterscheiden sie sich

 

 

 

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Optimal lernen, Klavier zu spielen. Teil 2

Interne Links:

Optimal lernen Klavier zu spielen.                    Teil 1

Tips zum Lernen eines Musikinstruments      Teil 1,    Teil 2


Chuan Chang hat sehr detailliert beschrieben, wie das Klavierspielen richtig geübt werden sollte, damit der Spieler auch schwierigere Stücke in relativ kurzer Zeit meistern kann.

Hier sind seine wichtigsten Ratschläge:

Für ein neu zu lernendes Musikstück:

  • Musikstück sorgfältig lesen
    • Tonart und Takt beachten
    • gibt es Wiederholungen
    • optimalen Fingersatz eintragen
  • Musikstück auswendig lernen
    • zuerst getrennt für rechte und für linke Hand
      • immer 2 bis 3 Takte lernen
        • wenn man sich daran erinnert, die nächsten 2 bis 3 Takte lernen
    • alle 4 bis 6 Takte wiederholen
      • so fortfahren, bis das ganze Stück auswendig für jede Hand gelernt ist ( 1 bis 2 DIN A 4 Seiten )
    • keine Angst haben, dass man etwas vergißt. Das Vergessen ist wichtig, damit sich der Stoff bei der nächsten Wiederholung dauerhafter im Langzeitgedächtnis verankert
  • Musikstück auswendig spielen. Zuerst getrennt abwechselnd die rechte und die linke Hand trainieren
    • jede Hand 5 bis 10 mal spielen, jeweils 2 bis 3 Takte, überlappend
      • Fingersatz überprüfen und wenn nötig einen anderen Fingersatz wählen
      • den Körper und insbesondere die ruhende Hand immer wieder entspannen.
    • treten technische Schwierigkeiten auf, diese Stellen zuerst trainieren
      • wenn nötig immer nur 2 Noten spielen und damit fortfahren, bis die Stelle durchgespielt ist.
      • die Stelle so oft wiederholen, bis man sie flüssig spielen kann
      • ist die Stelle immer noch zu schwierig, mit 2 Noten beginnen und jeweils eine Note hinzunehmen und die schwierige Stelle schrittweise durchspielen
      • ein oder mehrere Noten mit der anderen Hand mitspielen: Eine Hand lernt von der anderen Hand.
  • Musikstück mental, ohne Klavier üben
    • getrennt für beide Hände
      • Notenbild visualisieren
      • Fingerbewegungen vorstellen und den Bewegungsablauf fühlen
    • Musik hören
    • Musikstück aus dem Gedächtnis auf Notenpapier schreiben und mit dem gedruckten Musikstück vergleichen
  • Geschwindigkeit für beide Hände schrittweise auf das 1,2 bis 1,5 fache der geforderten Geschwindigkeit erhöhen
  • mental die Geschwindigkeit so hoch wie möglich erhöhen.
    • treten mentale Fehler auf, diese Stellen am Klavier und mental alleine üben, bis sie richtig gespielt werden.
    • Fehler werden im Gehirn erzeugt und müssen deshalb auch im Gehirn korrigiert werden. Deshalb nützen rein mechanische Wiederholungen nicht viel. Dadurch wird nur das motorische Gedächtnis trainiert, das aber versagt, wenn bei einer Vorführung ein Fehler gemacht wird.
  • kann das Musikstück getrennt für beide Hände mit den erhöhten Geschwindigkeiten fehlerfrei auswendig gespielt werden, anfangen, beidhändig zu spielen
    • einmal durchspielen und die technisch schwierigen Stellen kennzeichnen
    • diese schwierigen Stellen alleine üben
      • ab und zu wieder beide Hände getrennt üben
        • nie versuchen, das Tempo mit beidhändigem Spielen zu erhöhen,
          • wenn das noch nicht geht. Tempo und Technik immer nur separat mit jeder Hand trainieren.
      • mit Metronom prüfen, ob das Tempo richtig gespielt wird
        • Metronom nur kurzfristig verwenden. Andauernder Gebrauch hindert die Entwicklung des musikalischen Ausdrucks, der das wichtigste Ziel ist
      • ab und zu mit beiden Händen bei halbem Tempo spielen, um die Technik zu überprüfen
  • kann man das Musikstück beidhändig fehlerfrei mit dem richtigen Tempo spielen, den musikalischen Ausdruck verbessern
    • Melodiebögen beachten
    • Lautstärke beachten

Immer an mehreren Musikstücken parallel arbeiten:

  • ein Musikstück lesen und Fingersatz eintragen
  • ein Musikstück auswendig lernen
  • ein Musikstück separat mit jeder Hand trainieren, so dass Technik und Tempo stimmen
  • ein Musikstück beidhändig trainieren
  • ein Musikstück musikalisch richtig interpretieren

 

Wenn ein Musikstück zufriedenstellend gespielt werden kann, es einige Wochen ruhen lassen, bis man vieles vergessen hat.

  • danach erneut die Arbeitsschritte wie bei einem neu zu lernenden Stück durchgehen
    • man wird erfahren, dass dies jetzt sehr schnell geht.
  • dadurch wird das Langzeitgedächtnis gestärkt.
  • Fehler werden erkannt, die Technik und der musikalische Ausdruck werden verbessert.
  • das Repertoire durch mentales Training aktiv erhalten
    • jeden Tag ein Stück oder wenn es sehr umfangreich ist, einen Teil davon mental und am Klavier spielen.
    • beim mentalen Üben zufällig von einer Stelle zu einer anderen vorwärts und rückwärts springen. Hände separat und gemeinsam mental spielen.
    • fühlen, wie sich die Muskeln in den Händen bewegen und wie die Hände sich entspannen. Dieses entspannte Gefühl beim Spielen am Klavier nachempfinden.

Wenn die Konzentration nachläßt, aufhören zu lernen und eine Pause einlegen.

  • Maximal 3 bis 4 Stunden pro Tag lernen.
    • Ausreichend lange schlafen. Das Gehirn lernt im Schlaf weiter.
  • ausgewogen ernähren. Das Gehirn verbraucht bei konzentriertem Lernen viel Kalorien.
    • Körperlich bewegen

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Anmerkung:

Chuan Chan beschreibt sehr ausführlich, warum diese Abfolge von Lernschritten optimal geeignet ist, um in relativ kurzer Zeit auch schwierige Musikstücke zu meistern und sich ein umfangreiches Repertoire anzueignen.

  • Er warnt ausdrücklich davor, rein mechanische Fingerübungen zu machen, wie die von Hanon zum Beispiel.
  • Tonleiterübungen, Arpeggien und ähnliches hält er aber für wertvoll, da sie in klassischer Musik viel verwendet werden und dadurch viel Zeit gespart wird, um ein Musikstück technisch zu meistern.

 

 

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Optimal lernen, Klavier zu spielen. Teil 1

Alte Vorstellungen über das Erlernen des Klavierspiels

 

Seit  den großen Komponisten für Klaviermusik und den Klaviervirtuosen,  gibt es viele falsche Vorstellungen, wie das Klavierspielen gelernt werden sollte:

  • sehr viele technische Übungen
  • viele Stunden pro Tag üben

Diese falschen Vorstellungen werden durch die Aussage bekräftigt, dass man ca. 10 000 Stunden intensiven und konzentrierten Übens benötigt, bis man ein Topspieler wird.

Dieses Vorurteil  wurde durch die Forschungen von K.A.Ericsson etabliert,  die  er in  folgender Grafik zusammengefasst hat:

10000Stunden

Das Tückische an diesem Vorurteil ist, das es anscheinend durch wissenschaftliche Forschungen gut belegt ist.

Aber diese Forschungen belegen nur, wie groß der Aufwand ist, wenn mit veralteten oder sogar schädlichen Trainingsmethoden gearbeitet wird.

Diesen Bericht werde ich deshalb in einer  anderen Blogpost detaillierter diskutieren.

 

Moderne Methoden zum Erlernen des Klavierspiels

Chuan  C. Chang hat  – basierend auf den Lehrmethoden von Mlle. Yvonne Combe und vielen eigenen Forschungen  –   ein  detailliertes Buch geschrieben:

Chuan  C. Chang

Fundamentals of Piano Practice

Third Edition

Dieses Buch  hat 274 Seiten und kann   von seiner Webseite kostenlos runtergeladen werden

Bei Amazon gibt es dieses Buch für die Kindle-Lesegeräte und als Taschenbuch.

  • Chang kritisiert die herkömmlichen Trainingsmethoden, wie Czerny, Hanon etc., weil sie nicht wirkungsvoll sind und es viel bessere Trainingsmethoden gibt.
  • er beschreibt sehr detailliert, wie richtig geübt werden sollte und wie technische Schwierigkeiten am besten überwunden werden können
  • an Musikstücken zeigt er genau, wie die verschiedenen Trainingsmethoden angewendet werden sollten
  • er gibt einen umfangreichen Überblick der Pianoliteratur, die er teils kritisiert, teils zum ergänzenden Lesen empfiehlt

Einige der Erkenntnisse von Chang können auch auf das Erlernen anderer Musikinstrumente übertragen werden, insbesondere natürlich auf alle Instrumente mit einer Pianotastatur.

 

 

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Tips zum Lernen eines Musikinstruments. Teil 1

In den letzten Jahrzehnten wurde untersucht, wie die Trainingsmethoden verbessert werden können, um Spitzenleistungen im Sport  oder auf anderen Gebieten zu erzielen.

Diese  Erkenntnisse  wurden auch auf das Lernen von Musikinstrumenten übertragen.

Für jedes Musikinstrument muß eine  darauf abgestimmte Spieltechnik trainiert werden. Es gibt aber psychologische Methoden und Trainingsratschläge, die sich  auf das Lernen aller Musikinstrumente anwenden lassen.

Will man Spitzenleistungen erreichen, wird folgendes empfohlen:

  • jeden Tag maximal 3 bis 4 Stunden üben, unterteilt in Zeitabschnitte von ca. 40 Minuten.  Danach immer eine   Pause einlegen.
    • immer voll konzentriert üben
    • läßt die Konzentration nach, eine Pause einlegen und etwas anderes machen
  • einen Übungsplan ausarbeiten, in dem die langfristigen und die kurzfristigen   Übungsziele beschrieben werden.
    • ein Logbuch führen, in dem die Schwierigkeiten beschrieben werden, die beim Üben auftreten und die Methoden, wie sie überwunden werden sollen.
  • ohne Instrument üben: Das Üben in allen Einzelheiten visualiseren und mit allen Sinnen empfinden.
  • bei neuen Übungen zuerst in Zeitlupe üben, damit die Feinmotorik genau beobachtet werden kann.
    • schrittweise die Geschwindigkeit steigern und ab und zu mit Zeitlupenübungen ergänzen.
  • Musik vom Blatt lesen und mit allen Sinnen empfinden.
    • Fingersätze eintragen
    • Anmerkungen zur Interpretation  im Logbuch  aufschreiben
  • Musik auswendig lernen
  • Musik hören und sehen, wie  professionelle Spieler spielen.
    • auf youtube gibt es viele Vorträge  von Virtuosen, die auch jahrzehntelange Lehrerfahrungen haben.

 

Musikinstrument als Hobby lernen

Die obigen Ratschläge gelten ebenfalls, aber die Übungszeit pro Tag kann kürzer sein. Dabei sollte aber klar sein, dass  Musikstücke, die als besonders schwer zu spielen eingestuft werden,  nicht  gespielt werden können.

  • Das sollte man aber nicht unbedingt als einen Verlust empfinden, da diese Musikstücke oft extra für Virtuosen komponiert wurden, damit diese ihre überragende Spieltechnik demonstrieren können.
    • Aber das ist nicht das Wichtigste in der Musik.

Mit dem Erlernen eines Musikinstrumentes wird die Feinmotorik, das Gedächtnis, das Gehör und die Intelligenz gefördert.

Das Wichtigste aber ist die erlebte Freude, wenn sich Erfolge einstellen und man anfängt, die Musik selbst zu interpretieren.

Das ist auch ein  anschauliches Beispiel, was bei der Informationsbearbeitung geschieht:

  • Ziele vorgeben
  • Fakten suchen und bewerten
  • Fakten verknüpfen und visuell darstellen
  • Methoden entwickeln, wie die Ziele mit dem geringsten Aufwand erreicht werden können

 

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Music, played on digital accordions

 Sounds of digital accordions

For several years accordions are available, which sound are created digitally.

The sounds of  natural instruments  have been analyzed mathematically and  with that knowledge, the sounds are synthetically created.

These digital accordions can therefore create sounds from guitars, violins etc.   But because the accordion cannot simulate the playing techniques of these instruments, one can hear, that there is a difference in the sounds.

The company Roland seems to be the leading company, producing digital accordions.

What are the benefits of these instruments ?

  • compared to traditional accordions, they offer a much larger  variety of sounds.
  • the keyboard of the button accordions can be switched from C- to  B
  • melody bass ( M3 ) is included
  • compared to traditional top accordions, they are much cheaper

What are the drawbacks ?

  • a traditional accordion has sound characteristics, which make it a special instrument. Each one has its own   „personality“.
  • the feeling to play the instruments is different

What should one do ?

  • try to master a traditional accordion,   up to some degree
  • if one has the money, buy also a digital accordion and enjoy, to play also music with a lot of other instrumental  sounds

Should one use an accordion with a button key or with  a piano keyboard  ?

  • if one plays also piano, keyboard or organ, then the natural choice may be a piano keyboard
  • if one focuses on the accordion alone, then one should use a chromatic button accordion
    • much larger variety, how to play
      • much less work to master to play different musical scales
    • it is quite easy to cover more than 1 octave with the right hand. There is no difference for the left hand between piano accordion and button accordion.

Links

Here are some links to music, played with the digital accordions from Roland:

This should be compared with music, played with a classical top accordion.

 

A fair comparison depends on many factors like:

  • Player:  how good does he  master his   instrument and how good does he interpret the music
  • how good is the instrument
  • how good is the recording of the music
  • and what is also very  important:  do we like this piece of music ?

( I use  he, because of the limitation of natural languages.   Perhaps we should use in  the future   heshe,  hisher and  himher ?  :- )

 

 

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