Teil2: Was können wir aus der Verhaltensforschung lernen. Sind Menschen einzigartig

Prof. Robert Sapolsky  an der  Stanford University in den USA, hat viele Vorlesungen und Vorträge auf youtube veröffentlicht, die wir nach und nach alle hier besprechen werden.

Als Einstieg stellen wir hier seinen Vortrag über die Frage kurz vor, ob Menschen einzigartig sind.

The Uniqueness of Humans | Dr. Robert Sapolsky Class Day Lecture 2009

Als erstes stellt Prof. Sapolsky fest, dass Menschen Säugetiere sind, die viele körperliche Merkmale mit anderen Säugetieren gemeinsam haben. Sie haben aber auch viele ähnliche Verhaltensweisen:

  • Beobachtungen und Versuche in den letzten Jahrzehnten belegen, dass nicht nur der Mensch Werkzeuge gebraucht, sondern dass auch Schimpansen und Bonobos Werkzeuge gebrauchen und anderen ihren Gebrauch zeigen.
  • Andere Primaten können auch gleichartiges ethisches Verhalten wie Menschen zeigen, aber auch kriminelle Aktionen durchführen und ihre Artgenossen ermorden.
  • Andere Primaten können sich auch in ihre Artgenossen hineinversetzen und ihr Verhalten vorhersehen, sie sind aber nicht dazu imstande, das sekundäre Verhalten durchzuspielen, wie es zum Beispiel Schachspieler tun.

Ein besonders interssantes Ergebnis sind die Versuche mit Primaten, wie sie sich verhalten, wenn sie eine Aufgabe lösen und dafür belohnt werden.

  • Der Dopamingehalt im Gehirn steigt bereits, sobald das Signal gegeben wird, dass eine Aufgabe gelöst werden soll.
  • Wenn die Belohnung nur in 50% der Fälle erfolgt, steigt der Dopamingehalt enorm an.
  • Wenn die Belohnung nur in 25% der Fälle erfolgt, wird nicht damit begonnen, die Aufgabe zu lösen.

Soweit wir bisher wissen, unterscheiden sich Menschen von allen anderen Primaten dadurch, dass sie sich sehr lange Zeit einer Aufgabenlösung widmen können ( manchmal viele Jahre oder sogar Jahrzehnte ).

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Kommentar:

Es könnte sein, daß Menschen sich viele kurze Etappenziele stellen und sich auch nach kürzeren Zeiträumen belohnen.

Zumindest wird immer wieder empfohlen, den Lernprozeß in kürzere Lernziele zu unterteilen und sich nach Erreichen eines Teilzieles zu belohnen.

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Große Denker der Menschheit: Naturphilosophie Teil 1: Epikur, Lukrez und Kant

Große Denker haben sich viele Fragen gestellt und versucht, sie mit den ihnen bekannten Fakten und einigen Zusatzannahmen, zu beantworten.

Von einigen sind nur Bruchstücke überliefert, von anderen wurden nicht alle Schriften, aber zumindest  einige Hauptwerke überliefert, so daß wir nachvollziehen können, wie diese große Denker gerungen haben, richtige Schlußfolgerungen zu ziehen.

Dabei war ihnen bewußt, dass sie nur einen Bruchteil der benötigten Fakten kannten und Zusatzannahmen machen mußten, um zumindest plausible Schlußfolgerungen ziehen zu können.

Wir werden folgendes erkennen, wenn wir uns genauer mit ihren Schriften beschäftigen:

  • auf viele Fragen, die bereits vor Jahrtausenden gestellt wurden, haben auch wir noch keine gültigen Antworten
  • viele Erkenntnisse, auf die wir heute stolz sind, wurden bereits vor Jahrhunderten und Jahrtausenden richtig erkannt, auch wenn damals nur wenige Details bekannt waren.
  • auch die großen Denker machen Fehler, die aus falschen Annahmen oder Vorurteilen folgen.

Damit wir verstehen, wie diese Menschen dachten, müssen wir uns in ihre Lage versetzen und mit den ihnen bekannten Fakten versuchen, die gestellten Fragen zu beantworten.

Danach könnem  wir überlegen, warum eventuell Fehler gemacht wurden und  warum  es nicht möglich war, mehr Antworten auf die Fragen zu erhalten.

Am wirkungsvollsten ist es, immer mehrere Denker aus verschiedenen Zeiten und Ländern miteinander zu vergleichen, die sich mit denselben Fragen beschäftigten.

Kant hat in seiner Schrift

„Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“

, die er 1755 veröffentlichte, sich auf den römischen Philosophen Lukrez und den griechischen Philosophen Epikur bezogen, die sich ebenfalls Fragen stellten, wie das Planetensystem und die Fixsterne entstanden sind.

Dabei schließen Epikur   und Lukrez   die Erschaffung durch Götter aus, wogegen Kant glaubt, daß er starke Hinweise auf die Existenz eines Gottes aus den Bewegungen der Planeten ableiten kann.

Kant schließt wie Hiob im Alten Testament aus der Beobachtung der Natur zurück auf einen intelligenten Schöpfer.

Epikur schießt einen intelligenten Schöpfer aus, nimmt aber – wie Buddha auch- an, dass bereits immer etwas Materielles exisitiert  haben muß, da nach seinem wichtigsten Grundsatz  Nichts aus Nichts folgt.

Epicuro.jpg  Epikur ( 341 bis 271 v. Chr. in Athen )

Lucretius Rome.jpg    Lukrez  ( 55 bis 99 v. Chr.)

Immanuel Kant  Kant ( 1724 bis 1804 in Königsberg )

Alle 3 lebten in Zeiten, in denen die Staatsreligonen noch mächtig waren und es gefährlich war, die jeweils anerkannten Götter oder den einen Gott zu leugnen.

Denn die Religionen waren eng mit der Staatsmacht verbunden und sicherten ihr das Fortbestehen.

Wie stark die Menschen und insbesondere kühne, unabhängige Denker von der Staatsmacht unterdrückt wurden, zeigt sich deutlich darin, wie Kant seine Schrift Friedrich dem Großen widmet:

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Dem Allerdurchlauchtigsten, Grossmächtigsten Könige und Herrn,
Herrn
Friederich,
Könige von Preussen,
Markgrafen zu Brandenburg,
des H. R. Reichs Erzkämmerer und Kurfürsten,
Souverainen und obersten Herzoge von Schlesien, etc. etc.

Meinem Allergnädigsten Könige und Herrn.
Allerdurchlauchtigster, Grossmächtigster König, Allergnädigster König und Herr!

Die Empfindung der eigenen Unwürdigkeit und der Glanz des Thrones können meine Blödigkeit nicht so kleinmüthig machen, als die Gnade, die der allerhuldreichste Monarch über all seine Unterthanen mit gleicher Grossmuth verbreitet, mir Hoffnung einflösst: dass die Kühnheit, der ich mich unterwinde, nicht mit ungnädigen Augen werde angesehen werden.

Ich lege hiemit in allerunterthänigster Ehrfurcht eine der geringsten Proben desjenigen Eifers zu den Füssen Ew. Königl. Majestät, womit Höchst Dero Akademien durch die Aufmunterung und den Schutz ihres erleuchteten Souverains zur Nacheiferung anderer Nationen in den Wissenschaften angetrieben werden.

Wie beglückt würde ich sein, wenn es gegenwärtigem Versuche gelingen möchte, den Bemühungen, womit der niedrigste und ehrfurchtsvollste Unterthan unausgesetzt bestrebt ist, sich dem Nutzen seines Vaterlandes einigermassen brauchbar zu machen, das allerhöchste Wohlgefallen seines Monarchen zu erwerben.

Ich ersterbe in tiefster Devotion,

Ew. Königl. Majestät
allerunterthänigster Knecht,
der Verfasser
Königsberg
den 14. März 1755

____________________________________________________________

Epikur, Lukrez und Kant waren also nicht nur große Denker, sondern auch sehr mutig, ihre Schriften zu veröffentlichen, in denen viele ihrer Schlußfolgerungen der öffentlichen Meinung in ihren Gesellschaften widersprachen.

Sehr ausführliche Artikel über Philosophen und Philosophische Begriffe in Englisch sind in  der

Stanford Encylopedia of Philosophy

Epicurus   Lucretius   Kant




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Teil 1 : Was können wir aus der Verhaltensforschung lernen ?

Viele Menschen glauben immer noch, daß der Mensch die Krone der Schöpfung sei  und sie sich wesentlich von Tieren unterscheiden.

  • Sie würden sich wohl beleidigt fühlen, wenn man sie als Säugetiere  bezeichnet. Aber biologisch betrachtet, sind Menschen Säugetiere und insbesondere sehr eng mit Schimpansen verwandt.

Die Menschen stammen nicht von den Schimpansen ab, wie viele  –  insbesondere im 19. Jahrhundert-   Darwin bewußt und böswillig falsch interpretierten.

  • Aber Schimpansen und Menschen haben einen gemeinsamen Vorfahren und das erklärt, warum sie zu einem hohen Prozentsatz dieselben Gene haben.
  • Aber selbst, wenn der Mensch von dem Schimpansen abstammen würde, was wäre schlimm daran ?  Es wäre einfach eine Tatsache.

Wir  wissen aus der biologischen Forschung, dass alle Lebewesen miteinander verwandt sind. Die Verwandtschaftsgrade sind  aber verschieden.

Es  ist amüsant zu hören, dass die DNA von menschlichen Männern und Schimpansenmännern einen höheren Übereinstimmungsgrad hat als die von menschlichen Männern und menschlichen Frauen. ( Viele Frauen werden jetzt wohl begeistert zustimmen, dass sie das schon immer geahnt haben :- )  )

  • Und niemand versteht, warum das so ist. Der Unterschied wird anscheinend nicht durch die Reproduktionsorgane verursacht, was die naheliegenste Erklärung wäre.

Da wir die Natur nicht mit dem nötigen Respekt behandeln, sondern sie global immer stärker zerstören, weil wir zu gierig und zu dumm sind,  ist es sehr wichtig, dass wir die falschen Vorurteile überwinden, daß wir die Krone der Schöpfung sind und andere Lebewesen minderwertiger als wir.  (  Buddhisten  und viele Yogis in Indien wissen das schon seit Jahrtausenden. )

  • Erst dieses falsche Denken ermöglichte die globale Zerstörung der Natur.

Da  wir eng mit den Menschenaffen verwandt sind, ist von vornherein zu erwarten, dass wir nicht nur viele Gene mit ihnen gemeinsam haben, sondern  auch viele Verhaltensweisen, die bei uns eventuell durch kulturelle Einflüsse nicht sofort so klar zu erkennen sind.

Verhaltensweisen können nützlich sein, oft aber auch schädlich, weil sie  unbewußt erfolgen und unkontrolliert unser Denken beeinflussen können.

Deshalb ist es wichtig, die neuesten Ergebnisse der Verhaltensforschung kennenzulernen, damit wir verstehen, auf welchen tiefsitzenden Vorurteilen unser Denken  eventuell beruht.

Stanford Professor Robert Sapolsky hat zu diesem Thema eine umfangreiche Vorlesungsreihe auf youtube veröffentlicht.

Wir werden versuchen, in den kommenden Teilen die wesenlichen Argumente und Schlussfolgerungen daraus hier darzustellen und bei Bedarf auch noch andere Informationsquellen zur Ergänzung hinzuziehen.

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Logische und andere Methoden des Schlussfolgerns

Wir sind gewöhnt, Logik  als die einzig richtige Methode zu betrachten, mit der aus richtigen Fakten auch richtige Schlußfolgerungen gezogen werden können.

Die formale Logik ( Boolsche Logik ) ist sehr erfolgreich, wenn ein Untersuchungsgegenstand eng eingegrenzt werden kann ( Reduktionismus in den Wissenschaften ). Aber wie Untersuchungen von Gödel im letzten Jahrhundert zeigen, ist es selbst in der Mathematik nicht möglich, zu beweisen, daß sie widerspruchsfrei ist:

  • es ist also möglich, dass  richtige  mathematische Beweisführungen zu Widersprüchen führen können.

Es gibt viele Gebiete, auf die die reduktionistischen Methoden der Wissenschaften nicht angewendet werden können, weil es zu viele Fakten gibt, die miteinander vernetzt sind und nicht alle Fakten bekannt sind, die in dem Netzwerk enthalten sind.

Dazu zählen zum Beispiel:

  • gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Fragestellungen
  • ethische Fragen
  • Ökosysteme
  • menschliches Gehirn

Es muss dann eine Denkweise in Informations-Netzwerken angewendet werden, die aber erst noch entwickelt werden muß.

In Indien haben die ehrwürdigen Vedanta-Gelehrten und Yogis eine Denkweise entwickelt, die Analogien aus dem täglichen Leben verwendet.

Auch Sokrates hat seine Gedanken in Form von vielen Analogieschlüssen entwickelt. Dabei besteht die Gefahr, dass jede Analogie fehlerbehaftet ist. Werden viele Analogieschlüsse aneinandergereiht,  wird der Gesamtfehler also größer.

Und viele Diskussionspartner von Sokrates fühlten sich von ihm auch bewußt in die Irre geführt,  ohne zu erkennen, wie er es machte.

Die Vedantagelehrten erkannten diese Gefahr und versuchten,  sie zu vermeiden.

Es gibt auch in anderen Kulturkreisen ähnliche Methoden von Schlussfolgerungen, wie bei den Sufis in den islamisch geprägten Kulturen oder die Parabeln, die Jesus verwendete, um schwierige ethische Fragen seinen Zuhörern klar zu machen.

In der Literatur wurde die literarische Form der Fabel entwickelt, die vor allem in Zeiten populär war, in denen die freie Meinungsäußerung und Kritik an der herschenden, korrupten Oberklasse streng verboten waren.

Eine Theorie in Vedanta versucht zuerst, alle wichtigen Parameter zu definieren und die Beziehungen zwischen ihnen zu bestimmen. Danach wird ein umfassendes Modell konstruiert, um alles zu verstehen, auf das diese Theorie angewendet werden kann.

Hier aber nur einige Bemerkungen zu den Ergebnissen der Vedantagelehrten.

Die Methode von logischen Schlußfolgerungen wird im Vedanta   Nyaya genannt.

  • damit soll eine Behauptung bewiesen oder widerlegt werden
    • die Anwendung von Nyaya wird nötig, wenn ein Thema vage ist oder verschiedene Meinungen darüber bestehen
  • Nyaya verwendet Illustrationen oder Metaphern, um ein umfassendes Argument in einer Nuss-Schale darzustellen
    • Nyaya ist aus dem täglichen Leben abgeleitet und deshalb für jedermann verständlich
      • von Bekanntem ausgehend,  werden abstrakte Konzepte schrittweise erklärt
    • aber es gibt keine perfekten Analogien und man muss sich bemühen, aus einer Analogie ihren wahren Kern herauszulösen

Betrachten wir Nyaya vom Gesichtspunkt des Denkens in Informations-Netzwerken aus, so triggern die Analogien Netzwerke in unserem Gehirn, die so groß sind, dass sie uns nicht in ihrem gesamten Umfang bewusst sind.

Hier einige Nyayas, die der große Yogi Sri Swami Sivananda in seiner Schrift:

Vedanta for Beginners

zitiert. ( von mir aus dem Englischen übersetzt)

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Rajjusarpa-Nyaya

Im Zwielicht tritt ein Mann auf ein Seil und verwechselt es mit einer Giftschlange. Entsetzt springt er hoch und schreit laut voller Angst.

Sein Herz schlägt rasend. Aber als ein Freund mit einem Licht kommt, sieht er, dass es keine Schlange ist, sondern nur ein Seil und seine Angst verschwindet.

Damit soll illustriert werden, dass die Welt nicht real ist und sie von dem obersten Brahman abhängt. Brahman ist die Realität und die Welt ist nur ein falscher Eindruck von Brahman, so wie das Seil ein falsches Bild einer Schlange ist.

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Samamudrataranga-Nyaya

In dem riesigen  Ozean gibt es zahllose Wellen. Jede Welle unterscheidet sich von jeder anderen Welle und jede Welle kann getrennt gesehen werden;  jede für sich.

Aber alle Wellen sind nur Wasser und sind nicht von dem großen Ozean getrennt. Alle sind nur eine Realität. Der Unterschied ist nur scheinbar.

Das illustriert, dass all die unzähligen Jivas, die in diesem Universum erscheinen, obwohl sie scheinbar als unterschiedliche Formen gesehen werden, in Realität nur ein Ozean des Satchitananda sind und alle identisch mit ihm. Es gibt keinen Unterschied oder Vielheit.

Anmerkungen:

Jivas sind die individuellen Seelen

Satchitananda  ist der oberste Gott;  Brahman im Hinduismus.

„Von Sinnesbanden unbeschränkt, erglänzt es wie durch Sinneskraft. Es trägt das All, und unberührt genießt es jede ‚Eigenschaft‘. Ist in und außerhalb der Welt, fest und beweglich, Ardschuna, so fein, dass niemand es gewahrt. Es ist zugleich entfernt und nah. Zerteilt durchdringt die Wesen es und bleibt in Wahrheit ungeteilt. Erhält ihr Sein durch seine Kraft, schafft und zerstört sie unverweilt. Das ‚Licht der Lichter‘ heißt man es, das jenseits alles Dunkels thront, Erkennen und Erkenntnisziel; in jedes Wesens Herz es wohnt.“

– Bhagavad-Gita (13.14-17)
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Im indischen  Epos Mahabharatha wird beschrieben, dass die verschiedenen Götter Amtsinhaber sind.   Menschen können  nach ihrem Tode verschieden lange Zeiten ein Amt als Gottheit bekleiden, zwar für sehr lange Zeiträume, aber trotzdem nur für eine endlich lange Zeit.

Über Brahman steht Krishna.

Da es sehr viele Universen gibt und jedes eine zwar sehr lange, aber begrenzte Zeit nur existiert und Krishna jedes Universum durch sein Denken erhält, ruht er sich sehr lange Zeit aus, nachdem ein Universum sich wieder aufgelöst hat.

Nach seinem Erwachen gibt Krishna dem Gott  Brahman den Befehl, ein neues Universum zu erschaffen, das nach vielen Milliarden Jahren wieder verschwindet. Danach wiederholt sich alles ( aber in anderer Form und in anderer Abfolge )

Krishna verkörpert sich ca. alle 60 000 Jahre und erscheint immer, wenn die Gefahr besteht, dass die Religion verschwindet.

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Rekha-gavaya-nyaya:

Ein Stadtbewohner hatte noch nie einen wilden Büffel gesehen. Ein Förster zeichnet das Bild eines wilden Büffels und der Stadtbewohner glaubt, dass die Zeichnung selbst der wilde Büffel wäre.

Bei einer späteren Gelegenheit besucht er den Wald und sieht einen lebenden Büffel. Er ahnt, dass die Zeichnung und das Tier zwei verschiedene Dinge sind.

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Individuelle, gesellschaftliche und globale Denkfallen

Aus vielen Beobachtungen und psychologischen Versuchen wissen wir, dass wir häufig falsche Schlüsse ziehen, selbst wenn die Fakten richtig sind.

Daraus ergeben sich folgende Fragen:

  • wie können wir unsere persönlichen Denkfallen erkennen und   lernen, sie schrittweise  zu vermeiden.
  • welche Denkfallen haben menschliche Gemeinschaften
  • gibt es globale Denkfallen, die das Denken der Menscheit in die falsche Richtung führen

Damit wir die Zusammenhänge zwischen persönlichen,  gesellschaftlichen  und globalen Denkfallen besser verstehen, müssen wir die Charaktereigenschaften und Denkweisen von den Menschen untersuchen, die großen Einfluß auf die Entwicklung ihrer Gemeinschaften und der Menschheit insgesamt hatten oder heute haben.

Dazu gehören:

  • autoritäre Herrscher wie Könige und Diktatoren
  • Politiker in demokratischen Ländern
  • religiöse und idelologische Anführer
  • Revolutionäre und Widerstandskämpfer
  • Wirtschaftsbosse

Können die neueren Erkenntnisse aus Psychologie, Soziologie und Verhaltensforschung genutzt werden, um besser zu verstehen, wie all diese Menschen ihre Macht gewonnen haben und warum sie ihre Entscheidungen in dieser Form fällten ?

  • Wie können wir verhindern, dass ungeeignete Politiker an die Macht kommen ?
  • Wie können wir Diktatoren rechtzeitig entmachten ?
    • wenn nötig töten. Wir haben ein Widerstandsrecht im deutschen Grundgesetz. Aber unser Parlament ist seit seiner Gründung zu feige, es mit Leben zu erfüllen.

Zur Zeit sehen wir, dass weltweit unsere Demokratien bedrohlich gefährdet werden:

  • die Hälfte der Wahlberechtigten ist  zu faul, ihr Wahlrecht auszuüben
  • viele Wähler fallen auf die durchsichtigen populistischen Parolen von Volksverhetzern herein, die die Schuld an allen Problemen immer Minderheiten in die Schuhe schieben und ihren potentiellen Wählern erzählen, dass sie   besonders hervorragende Menschen sind und die anderen der Abschaum der Menschheit.
    • es ist inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen, dass alle heute lebenden Menschen von einer kleinen Gruppe Afrikaner abstammen. Keiner sollte sich deshalb einbilden, dass er besser wäre. Wir sind alle gleich und können  dieselben Fähigkeiten entwickeln, wenn wir die Möglichkeit dazu bekommen.
  • unsere Regierungen lassen zu, dass die Geheimdienste immer stärker werden und unkontrolliert jeden Bürger ausspionieren. Wir sind jetzt bereits viel weiter in der Überwachung jedes Bürgers, als  George Orwell in seinem Roman 1984 beschrieben hat oder sich wahrscheinlich  in seinen schrecklichsten Albträumen vorstellen konnte.
    • wahrscheinlich werden in den nächsten Jahren bereits jedem Baby elektronische Geräte implantiert, mit dem sein Denken und Handeln überwacht werden kann. Irgendjemand wird bereit sein, das als gut zu erklären.
      • bereits heute wird die Ultraschalluntersuchung schwangerer Frauen missbraucht, um häufig nur noch Jungs zu gebären.
        • Die daraus entstehenden Probleme zeigen sich bereits in China.  Es fehlen ca. 50 Millionen junge Frauen im heiratsfähigen Alter.
        • die Einkindpolitik hat in China zu einer auf dem Kopf stehenden Alterspyramide geführt, die dazu führen wird, dass China in den nächsten Jahrzehnten extreme soziale Probleme haben wird.
      • wir sollten akzeptieren, dass die Evolution die Menschen so ausgestattet hat, dass sie möglichst in jeder Situation überleben können. Wenn wir reinfuschen, können wir nur gr0ßen Unsinn anrichten.
    • ich erwarte auch, dass die Zigarettenindustrie eines Tages korrupte Wissenschaftler finden wird, die umfangreiche Messungen durchführen werden und dann erklären, dass Zigarettenrauchen gesund ist.
  • Alle Grausamkeiten, die sich ein menschliches Gehirn ausdenken kann, haben wir bereits in großem Umfang auf dieser Welt realisiert.
    • mich wundert, daß Religionen uns immer noch mit der Hölle Angst machen wollen. Welchen Unterschied gibt es denn zwischen den Grausamkeiten, die es in der Hölle geben soll und denen, die wir bereits auf der Erde ausüben ?

Ortega y Gasset hat sich mit der Psychologie von Massen beschäftigt und eine seiner Kernerkenntnisse war:

  • in einer Masse von Menschen ist jeder so klug wie der Dümmste.

Das mag erklären, warum  die Menschheit  immer noch so handelt, wie sie es seit Jahrtausenden tut.

  • Ausbeutung, Unterdrückung und Versklavung der Mehrheit durch eine Minderheit
  • fortwährende Kriege
  • Korruption statt Gerechtigkeit

Zu diesen bekannten Verhaltensweisen kommt heute aber hinzu, dass sie durch die moderne Wissenschaft und Technik noch wesentlich effektiver ausgeübt werden können.

Unsere Gesellschaften unterziehen sich selbst einer fortwährenden  Gehirnwäsche, indem sie sich einer dauernden negativen Beeinflussung aussetzen:

  • Reklame, die uns auffordert, Dinge zu kaufen,die wir nicht benötigen; also ständig Bedürfnisse erzeugt, die nicht existieren.
  • im Fernsehen eine Unzahl von Krimis, die seit Jahren immer grausamer werden.
  • eine Unzahl von Talkshows, die sich auf niedrigem Niveau bewegen
    • die Teilnehmer in politischen Talkshows können sich noch nicht einmal auf die Fakten einigen, geschweige denn auf die Schlußfolgerungen
      • der Erkenntnisgewinn ist Null. Siehe Griechenlanddebatten, Finanzkrise, NSA Skandal usw.
  • die öffentlich / rechtlichen Fernsehanstalten erfüllen nur noch zu einem geringen Teil ihren Auftrag, die Zuschauer umfassend und neutral zu informieren und einen wichtigen Beitrag zu ihrer Bildung zu leisten.
    • wir sollten überlegen, ob wir sie schließen und die vielen  Millarden Euro direkt in Bildungsprogramme stecken.
    • es ist sehr leicht, sich ein eigenes Fernsehprogramm zusammenzustellen, indem man sich Videos zum Beispiel auf youtube ansieht oder online-Vorlesungen von Universitäten.
      • Fernsehen ist eine überholte und extrem teure Technik, die wir in dieser Form nicht mehr benötigen.

Wahrscheinlich wurden noch keine menschlichen Gesellschaften vor uns so umfassend  und wirkungsvoll manipuliert wie wir heute.

Es ist deshalb extrem wichtig, dass wir uns bewusst machen, dass unser Denken und Verhalten manipuliert werden, so dass wir uns davon befreien können.

Ein Volkslied hat den Titel:

Die Gedanken sind frei

und ein  anderes Volkslied antwortet darauf:

Lang, lang ist’s her.

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Denkfallen: Klassifizierung von Denkweisen ( Mindsets )

Prof. Carol Dweck  hat die Denkweisen von vielen Studenten und Managern untersucht und findet, dass bei der Mehrheit die Denkweisen in 2 Klassen eingeteilt werden können:

  • statisch, nach Perfektion strebend, starke Abneigung aus Fehlern zu lernen. Streben, in der Komfortzone zu beharren.
  • dynamisch, begierig Neues zu lernen und aus Fehlern zu lernen.

Viele psychologische Versuche und Messugen der Gehirnaktivitäten bei verschiedenen Aufgabenstellungen zeigen, dass Menschen ihre Denkmuster ändern können und auch ihre Intelligenz durch Training steigern können, so wie Sportler ihre Muskeln und ihr Reaktionsvermögen durch Training steigern können.

Wichtig sind weniger die Startbedingungen ( Talent ), mit denen ein  Mensch ausgestattet ist, sondern seine Denkweise und seine Bereitschaft, sich durch Training weiterzuentwickeln, indem er auch Probleme löst, die ihm anfangs als recht schwer erscheinen.

Auf youtube gibt es verschiedene Reports von Prof. Dweck und ihr Buch Mindset als Hörbuch.

Es ist einleuchtend, dass einseitig  ausgeprägte Denkweisen sich,  so wie Vorurteile und Denkfallen,  auf unser Urteilsvermögen auswirken und deshalb durch Training harmonisiert werden sollten.

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Denkfallen 3: Beispiel von Daniel Kahneman: falsche intuive Wahrscheinlichkeitsberechnungen

Kahneman hat in vielen psychologischen Experimenten nachgewiesen, daß viele Menschen Wahrscheinlichkeiten falsch berechnen, weil sie nicht richtig beurteilen, wie groß die Bezugsmenge ist.

Bedingte Wahrscheinlichkeiten

Bei bedingten Wahrscheinlichkeiten hängt die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses von einer oder mehreren Nebenbedingungen ab, für deren Eintreten es jeweils wieder Wahrscheinlichkeiten gibt.

Seien  A und B die Wahrscheinlichkeiten, dass das Ereignis A bzw das Ereignis B eintritt und sei es sicher, dass eines der beiden Ereignissen eintritt.

Dann gilt

A+B = 1

Beide Ereignisse hängen aber von einer Nebenbedingung ab:

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Nebenbedingung das Ereignis A ermöglicht sei a und daß sie das Ereignis B ermöglicht b.

Es gelte

r +s = 1

( das muss gelten, da mit Sicherheit eines  A oder B eintreten wird )

Dann gilt für die Wahrscheinlichkeit, dass ein  eintritt:

Wahrscheinlichkeit, dass A eintritt /( Wahrscheinlichkeit, dass A eintritt + Wahrscheinlichkeit, dass B nicht eintritt )

p(A) = r*A/(r*A+s*B)

p(B) =  r*B /( r*B + s*A)

Mit

 A = 0,85 Wahrscheinlichkeit, dass A eintreten kann

B = 0,15 Wahrscheinlichkeit, dass B eintreten kann

und

  r =  0,8   Nebenbedingung, dass das  Ereignis  eintreten kann

s = 0,2    Nebenbedingung, dass das Ereignis  nicht eintreten kann

gilt also:

p(A)  = 0,2*0,85 / (0,2*0,85+0,8*0,15) = 0,586

p(B) = 0,8*0,15 / (0,8*0,15+0,2*0,85)  = 0,413

Nach Voraussetzung gilt

p(A)+p(B) = 1

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Online-Büchereien: Questia

Questia ist eine kostenpflichtige online-Bücherei.

Sie enthält zur Zeit 83 000 akademische Bücher und mehr als 10 Millionen Fachartikel. Die Informationsquellen wurden von Bibliothekaren und Professoren überprüft.

Ausserdem gibt es ca. 1000 Fachzeitschriften zu:

  • Kunst
  • Wirtschaft
  • Ausbildung
  • Geschichte,Literatur und Fremdsprachen,Philosophie und Religion
  • Rechtswissenschaften
  • Wissenschaft,Technik und Medizin
  • Sozialwissenschaften

Die Dokumente können nur online gelesen werden. Sie können aber zitiert werden.

  • Es ist auch möglich, eigene Arbeiten hochzuladen. Dabei ist streng darauf zu achten, dass diese Arbeiten keine Plagiate enthalten.

Zu jedem Studienthema kann ein Projekt angelegt werden, in dem alle Bücher und Zeitschriften zusammengefasst werden können, so dass es bequemer ist, alle Dokumente zu lesen.

Wenn umfangreichere Texte gelesen werden müssen, empfiehlt es sich, einen Tablet-Computer wie ipad zum Beispiel zu verwenden, weil das ergonomischer ist.

  • alle benötigten Bücher auf dem Schreibtisch
  • Schreibkladde, damit Notizen und Skizzen angefertigt werden können.
    • Untersuchungen am menschlichen Gehirn zeigen, dass je nach oft ausgeührten Tätigkeiten,  verschiedene Gehirnbereiche stärker ausgebildet werden.  Daraus folgt, dass feinmotorische Tätigkeiten,  wie Schreiben und Zeichnen mit der Hand,  gerade  im Computerzeitalter,  nicht vernachlässigt werden sollten, damit wir das volle Potential unseres Gehirns entwickeln und nutzen können.

Preis für ein Jahresabonnement: 100 US-Dollar

Für jeden, der mehrere  Fachbücher und Fachzeitschriften pro Jahr liest, eine sehr lohnende Investition, insbesondere auch, weil alle Dokumente überprüft werden.

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Online-Kurse: Skillfeed

Achtung:

Skiffeed hat sein Angebot beendet. Ich weiß noch nicht, ob es unter anderem Namen weitergeführt werden wird. Es wäre schade, wenn die Vielzahl der Kurse nicht weiter zur Verfügung stehen würden, da sie sehr gut sind.


Im Internet gibt es neben vielen kostenlosen online-Kursen, die auf youtube oder auf den Webseiten von Universitäten angeboten werden, auch kostenpflichtige Kurse, die sehr gut strukturiert sind und in Textform oder als Videos angeboten werden.

Skillfeed bietet online-Videokurse, die viele Themen behandeln und insbesondere die Anwendung von Computersoftware.

Zur Zeit gibt es ca. 94 000 Videokurse von ca. 1300 Instruktoren, die ca. 11 000 Stunden umfassen.  Je nach Thema kann ein Videokurs aus mehreren Teilen bestehen. Im Mittel dauert jeder Teil ca. 7 Minuten.

Diese Unterteilung ist gut geeignet, um mehrere Videokurse parallel durchzuarbeiten.

Es  empfiehlt sich, Notizen zu machen und die Notizen häufiger zu lesen, bis sich alle wichtigen Fakten eingeprägt haben.

Themengebiete:

  • Photografie
  • Kunsthandwerk
  • Musik
  • Schreiben
  • Selbst-Management

Software

Videokurse zu einigen hundert Softwarepaketen.


Die Kurse sind in Englisch. Es gibt aber auch Übersetzungen in deutsch und andere Sprachen.

Pro Monat kostet die Mitgliedschaft 19 US-Dollar. Es wird aber auch ein Jahresabonnement für 99 US-Dollar angeboten.

Die Kurse können 30 Tage kostenlos getestet werden.  ( allerdings muss eine Kreditkarte angegeben werden, von der nach den 30 Tagen das Geld abgebucht wird, falls die weitere Teilnahme nicht beendet wird. )

www.skillfeed.com

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Denkfallen 2: Beispiele von Daniel Kahneman: Logische Denkfallen

Kahneman hat in vielen Experimenten nachgewiesen, dass Menschen typische Denkfehler begehen.

Hier ein Beispiel zu fehlerhaftem logischem Denken:

Beispiel 2:

Voraussetzungen:

1.  Alle Rosen sind Blumen

2. Einige Blumen welken schnell

Schlußfolgerung:

Also welken einige Rosen schnell.

Kahneman bemerkt:

Eine große Mehrheit von Universitätsstudenten hält diese Schlußfolgerung für richtig.

Kommentar:

Der Denkfehler liegt darin, dass aus den Eigenschaften einer Menge geschlossen wird, dass alle ihre Untermengen alle  Eigenschaften der Menge M   „erben“.

Es kann eine Untermenge von Blumen geben, die nicht schnell welken und die Rosen können zu dieser Untermenge gehören.

Menge  von  Blumen:   M = { a,b,c,d,e }

Untermengen  U1={ a,b}  U2={c,d} U3 = {a,c}

In U1 seien alle Blumen, die schnell welken.

In U2 seien alle Blumen, die nicht schnell welken.

Dann sind in U3 sowohl Blumen, die schnell welken als auch Blumen, die nicht schnell welken.

In M sind dann ebenfalls Blumen, die schnell welken und solche, die nicht schnell welken, da M die Untermengen U1 und U2 enthält.

Aber es gibt noch ein Problem:

Es gibt keine Aussage über die Blumen, die durch e charakterisiert werden.

Das könnten Blumen sein, die schnell welken oder die nicht schnell welken oder nie welken

Daraus können wir folgendes schließen:

Wenn wir  die Eigenschaften einiger Untermengen einer Menge kennen, können wir daraus nicht schließen, dass  alle Elemente der Menge, die diese Untermengen enthält, auch diese Eigenschaften besitzen.

Das ist eine mathematische Formulierung für die Grenzen der experimentellen Wissenschaften:

Denkregel 2:

Aus Experimenten darf nie geschlossen werden, daß die Ergebnisse allgemein gelten.

Folgende Denkaufgabe:

Meine Schwägerin schenkte meiner Frau eine Orchidee und sagte mir, dass ich sie häufig gießen sollte, dann würde sie länger blühen und dass ich sie mit dem in einem kleinen Beutel beiliegenden Dünger ab und zu düngen sollte.

Ich befolgte ihre Anweisungen gewissenhaft und freue mich, daß die Orchidee seit vielen Monaten immer noch blüht.

Eines Tages sagte mein Sohn: “ Das ist eine Kunsstoffblume.“

Wie kann ich herausfinden, ob es eine Kunsstoffblume ist oder eine Orchidee, die nicht welkt ohne dass ich sie berühre oder zerschneide ?

Wenn ich sie nicht mehr gieße und sie nicht verwelkt, dann ist das ein experimenteller Beweis, daß zumindest diese eine Orchidee nicht welkt. Sie könnte zum Beispiel auf wunderbare Weise all das Wasser gespeichert haben und kann damit vielleicht sehr lange Zet auskommen.

Wenn sie welkt ist das aber noch kein Beweis, dass sie  eine natürliche Orchidee ist, denn die Kunstorchidee könnte ja so kunstvoll hergestellt worden sein, daß sie welkt, wenn sie nicht mehr gegossen wird.

Also ein unentscheidbares Dilemma ?

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